Referenzen

Technisches Museum
Wien, Österreich
Bauherr: Technisches Museum, Wien (AT)
Technik in neuem Licht

Das Technische Museum Wien ist das einzige Bundesmuseum Österreichs, das der Geschichte der Technik und der Naturwissenschaften gewidmet ist. Unter dem Namen „Licht & Klima“ wurde die gesamte Beleuchtung des Technischen Museums optimiert. Mit der Sanierung konnte eine Reduzierung der Anschlussleistung um 70 Prozent realisiert werden.

Das neue Beleuchtungskonzept sieht eine Kombination aus direkter und indirekter Beleuchtung vor, um die Lichtqualität im Museum zu verbessern. Mit der indirekten Beleuchtung, die in architektonisch anspruchsvollen Lichtkanälen untergebracht ist, wird eine Beleuchtung von 40 – 50 Lux direkt am Objekt erreicht. Die Beleuchtung ist dimmbar. Die zusätzliche Akzentbeleuchtung wird mit Arcos Strahlern der Baugröße 2  realisiert, die mit 20 bzw. 35  Watt HIT Lampen bestückt sind. Hier konnte eine beeindruckende Energieeinsparung im Vergleich zu der existierenden Beleuchtung mit 100 Watt Halogenstrahlern realisiert werden.

Insgesamt sind im Technischen Museum 1400 Arcos Strahler auf drei Etagen eingesetzt. Ein großer Vorteil der neuen Beleuchtung ist der geringere Wärmeeintrag in die Räumlichkeiten, was besonders im Sommer die Klimaverhältnisse drastisch verbessert.
Lichtlösung
Museo del Novecento
Mailand, Italien
Bauherr: Comune di Milano, Mailand (I)
Architekt: Italo Rota, Fabio Fornasari, Mailand (I)
Lichtplanung: Allessandro Perdetti, Mailand (I)
Elektroinstallation: Cooperativa Cellini Impianti Tecnologici, Prato (I)
Fotos: Jürgen Eheim
Wettbewerb und Ausführungsplanung: Gruppo Rota: Italo Rota, Fabio Fornasari, Emmanuele Auxilia, Paolo Montanari
Inneres Leuchten

Lange Zeit führte der Palazzo dell’Arengario auf Mailands Domplatz ein Schattendasein. Nach dem Umbau zum Museum für italienische Kunst des 20. Jahrhunderts strahlt er nun in neuem Licht. Der formenstrenge Bau aus den 1930-Jahren verwandelte sich in ein facettenreiches Kunstmuseum. Der Rundgang durch die 400 Werke umfassende Sammlung von Futurismus bis zur Arte Povera wird zum Spaziergang durch die Stadtgeschichte: Bewusst wie Bilder platzierte Ausblicke inszenieren die Stadt wie ein Stillleben.

Obwohl in der Fassade kaum verändert – nur die vermauerten Rundbogenfenster im Mittelgeschoss wurden verglast – wirkt der turmartige Bau wie ein transparentes Gehäuse, das wie hinterleuchtet erscheint und Einblicke in sein neues Innenleben gewährt. Hinter der großflächigen Verglasung strahlt Lucio Fontanas Lichtinstallation „Struttura al neon“ bis auf den Domplatz.

Für diese neue Offenheit wurde der Bau großteils entkernt. Nun schraubt sich eine spiralförmige Rampe nach oben und führt die Besucher zu den Ausstellungsräumen. Die Glasfassade, welche die Rampe umhüllt, gibt Ein- und Ausblicke frei, die sich ähnlich einer Filmsequenz bei jedem Schritt verändern. Punktförmige Leuchten folgen den geschwungenen Flächen auf zwei Ebenen: Deckenintegrierte Downlights zeichnen den Weg nach und beleuchten die Rampenfläche, kleine LED-Spots an der Brüstung strahlen blau-grünes Licht nach innen.

Licht als Gestaltungsmittel spielt auch an den Nahtstellen der unterschiedlichen Museumsbereiche eine wichtige Rolle. So kennzeichnen „Lichtportale“ die Eingänge in die Ausstellungssäle. Flächige Lichtmodule fungieren hierbei als Türrahmen und betonen die Übergänge in die introvertierten Galerieräume. Hier sorgt die modulare Lichtdecke CIELOS für eine gleichmäßige, diffuse Grundbeleuchtung und überlässt dabei den Kunstwerken die Hauptrolle. Die CIELOS Module sind in Abhängigkeit von den Raumgrundrissen als lineare Lichtbänder oder quadratisch angeordnet, geregelt werden sie über das zentrale LUXMATE Lichtsteuerungssystem. Im Unterschied zum flächigen Deckenlicht der Galerien sind die Erschließungsbereiche mit vertikalen Lichtlinien erleuchtet, die flächenbündig in die Wände integriert sind.

Lichtlösung
Liebieghaus
Frankfurt, Deutschland
Bauherr: Städtischer Museumsverein, Frankfurt (D)
Skulpturen reizvoll beleuchtet

Im Zuge dieser größten Infrastrukturmaßnahme seit 1990 wurden im Liebieghaus als markanteste Zeichen ein übergreifendes Farbkonzept und eine komplett überarbeitete Beleuchtung eingeführt. Einzelobjekte und Werkgruppen heben sich in den Sammlungssälen nun präzise von roten, blauen, dunkelgrünen und grauen Wänden ab und gewinnen damit deutlich an Prägnanz.

Die in vielen Räumen vorhandenen Lichtdecken wurden vollkommen erneuert. Die  Lichtdecken sind mit TECTON-Leuchten mit warmweißen und tageslichtweißen Leuchtstofflampen hinter Milchglasplatten bestückt und vermitteln so einen tageslichtähnlichen Eindruck. Neben der dadurch erzielten gleichmäßigen Grundbeleuchtung werden die Objekte mittels hochwertiger, in umlaufenden Tren-Schienensystemen eingesetzter, steuerbarer und extrem energiesparender kleiner LED Superspots individuell ausgeleuchtet. Mit nur 2,5 Watt pro Strahler bzw. 5 Watt bei zwei Strahlern kann ein Objekt statt mit bisher mindestens 50 Watt aus einer Höhe von fünf bis sechs Metern optimal ausgeleuchtet werden. Dank der LED-Technik können die Skulpturen eine fokussierte und optimale Raumwirkung entfalten, ohne dass sichtbare Halogenstrahler den Gesamteindruck des Raumes beeinträchtigen. Mehr als 2.000 LED Spots sorgen für eine akzentuierte Beleuchtung der Skulpturen. Die LED Superspots werden  jeweils zu 3-er Gruppen zusammengefasst und lassen sich an die jeweiligen Ausstellungsgegebenheiten optimal anpassen.

In Räumen ohne Lichtdecke wurden die Tren-Schienensysteme mit einer zusätzlichen Indirektkomponente ausgestattet. Die Leuchtstofflampen hellen die Decken auf und vermitteln so eine neue Raumdimension. In Räumen mit vorhandenen Pendelleuchten wurden diese durch technisch aufgewertete Kugelpendelleuchten ersetzt, in die zusätzlich LED Superspots integriert sind. So wird die Allgemeinbeleuchtung in allen Bereichen durch eine Akzentbeleuchtung bereichert, die eine elegante Betonung der Skulpturen ermöglicht.

Die gesamte Beleuchtung wird mit einem Luxmate Professional Lichtmanagementsystem gesteuert.  Damit ist die Regelung der Helligkeit und der Farbtemperatur der Lichtdecken zu jedem Zeitpunkt möglich und kann über eine zeitabhängige Programmierung an die Tageszeit angepasst werden. So lässt sich eine tageslichtähnliche Atmosphäre in den Räumen vermitteln.
Lichtlösung
Danish Radio Konzerthaus
Kopenhagen, Dänemark
Bauherr: Denmarks Radio, Kopenhagen (DK)
Architekt: Ateliers Jean Nouvel, Paris/F
Lichtplanung: Atelier Yann Kersalé, Paris/F
Fotos: Bjarne Bergius Hermansen/DR, Kopenhagen(DK); Agnete Schlichtkrull/DR, Kopenhagen/DK; Torben Petersen, D
Licht spielt die erste Geige

Als wäre auch dies Teil des architektonischen Konzepts von Pritzker-Preisträger Jean Nouvel, lebt die Hülle von Danish Radios neuem „Koncerthuset“ mit der jahreszeitlichen Nutzung des Gebäudes. In den hellen Sommermonaten Skandinaviens, dann kaum genutzt, erscheint es von außen lethargisch ruhig wie ein überdimensionales Gehege für den darin schlummernden Konzertsaal. Zur Hauptnutzungszeit jedoch, in den Dämmerungs- und Nachtstunden der langen Wintermonate, erwacht Leben auf der 96 m langen, 58 m breiten, 45 m hohen und damit die gesamte Umgebung deutlich überragenden Fassade. Unerwartet funkelt jetzt durch die mystisch blaue Textilbespannung mehr und mehr und raffiniert inszeniert das quirlige Musikleben hervor. Wesentlich hierbei sind speziell entwickelte, kissenähnliche Milieu-Flächenleuchten, so genannte „Concrete-Lights“. Dieses Wortspiel für Licht, das aus dem Beton herauszuquellen scheint und eben genau das Gegenteil von hartem Beton ist, steht beispielhaft für die Poesie und die Überraschung in nahezu jedem Detail dieses Gesamtkunstwerks. Die Menge solcher Entdeckungen, die unbegreifbar labyrinthartigen Räume und nicht zuletzt die Virtuosität der vor allem von Jean Nouvels langjährigem kongenialen Partner, dem Lichtpoeten Yann Kersalé inszenierten Lichtstimmungen, ist für jeden Betrachter überwältigend und atemberaubend.

Eineüberdimensionale Musikwerkstatt also, permanent vibrierend. Denn selbst wenn im großen Konzertsaal mit 1 800 Plätzen (Studio 1), einem der drei kleineren Konzertsäle (Studios 2–4) mit 250–450 Plätzen oder auf einer der zahlreichen „Bühnen“ im weitläufigen Foyer einmal gerade keine Veranstaltung stattfindet – das Foyer, das die Konzertsäle erschließt und verbindet, lebt permanent weiter. Dafür sorgen auf den Raumoberflächen bewusst abstrakte Projektionen von Bildern und eingebetteten kleinen Filmsequenzen mit in warmen Tönen gehaltenen Motiven aus der Musikwelt. Um diese Projektionen in der notwendigen Intensität zu ermöglichen, ließ Zumtobel einen besonders leistungsfähigen, auf die Anforderungen optimierten Gobo-Projektor entwickeln. Bei Dunkelheit erwacht auch auf der zuvor das neue und bunte Stadtviertel OErestad eher beruhigenden Fassadenfläche Leben, ebenfalls durch Projektionen, jetzt vorwiegend in mystischem Blau. Die abstrakten Motive und Filmsequenzen verraten etwas von dem, was hinter der Fassade passiert und laden dazu ein, es zu erleben. Das eigentlich unsichtbare Produkt Radio bekommt ein Gesicht, das Gebäude wird zu einer „Lumière magique“.

Ganz unten im Eck ist dieser riesige Musikquader wie ein Garagentor für den Besucher aufgeklappt. Dieser wird dann unter dem Kopenhagener Sternenhimmel vom 17. Januar 2009, dem Tag der feierlichen Eröffnung durch Königin Magrethe II ., empfangen. Realisiert wurde das funkelnde Himmelszelt aus 1 600 LEDs in einer 300 m2 großen Akustik-Lochdecke in Zusammenarbeit mit LEDON. Hinter dem nachtkalten Sternenlicht öffnet sich das Musik-A ll wie eine kleine abstrahierte Stadt, mit verschiedenen Terrassen, großen und kleinen Plätzen, Bars und Restaurant. Auf einer großzügigen Passage mit darüber liegendem Restaurant kann man an den drei kleinen Konzertsälen und den Büros vorbei zu den anderen Gebäuden von Danish Radio wandeln. Oder man biegt links ab und schreitet die ausladende Treppe hinauf zu dem großen, alles dominierenden zentralen Platz, dem Hauptfoyer, überdeckt von den Schuppen, die den Konzertsaal ummanteln. Wie durch einen Filter lässt sich jetzt das wesentliche der umgebenden Außenwelt, der fernen Stadt oder des Wetters miterleben.

Wie eine neue eigene Welt öffnet sich dann der Konzertsaal, ganz in warmen Holztönen ausgekleidet, mit seinen in verschiedenen erdfarbenen Tönen bezogenen Sitzen. Architektur wird hier zur Kulisse, der Raum zur Landschaft. Wie terrassenartige Hänge sind die Zuschauerränge um einen Talgrund, der Bühne, herum angeordnet, eingerahmt von machtvollen, aber sanften Bergen, tiefen Tälern und über allem wie ein Fels thronend der Orgel. Alles ist in feierlich gedämpftes Licht getaucht, zunächst wie Abendsonne, dann zum Konzert wie Kerzenlicht.

Die subtilen Lichtstimmungen des Konzertsaals wurden durch eine ganze Reihe Sonderlösungen möglich: Eine eigens entwickelte Bodeneinbauleuchte strahlt die Wände der Balkone an und flutet sie tief mit weichem Licht. Entlang der äußeren oberen Raumkante simuliert ein Lichtband einerseits einen Tageslichteinfall, andererseits setzt es das überdimensionale, einen Sonnenuntergang stilisierende Wandgemälde von Alain Bony und Henri Labiole in das richtige, aufwändig erforschte Licht. Indirektfluter auf dem riesigen Schallreflexionssegel in der Raummitte fluten den Saal mit feierlichem Halogenlicht. Durch das Lichtmanagementsystem LUXMATE werden aus insgesamt über 800 einzeln steuerbaren Leuchten oder Leuchtengruppen im Konzertsaal die gewünschten Lichtstimmungen komponiert. Wesentlich half hierbei das interaktive Planungsprogramm VIVALDI, mit dem die Lichtstimmungen bereits im Vorfeld mit Architekt und Nutzer abgestimmt wurden. Die dafür notwendigen Daten wurden schon in der Planungsphase mit der Visualisierungssoftware Inspirer erstellt. Höhepunkt dieser Arbeiten war ein erstes virtuelles Konzert in einer Simulation des Konzertsaals im Zumtobel-Präsentationszentrum Terminal-V in Lauterach. Architekten, Planer, Vertreter des Nutzers und der Chefdirigent applaudierten erwartungsfroh.
Lichtlösung
Museum M
Leuven, Belgien
Bauherr: Autonoom Gemeentebedrijf Museum, Leuven (B)
Architekt: Stéphane Beel Architecten, Gent (B)
Elektroplanung: RCR studiebureau, Herent (B)
Elektroinstallation: Spie NV, Zaventem ()
Fotos: Toon Grobet
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Lichtlösung
MAXXI
Rom, Italien
Bauherr: Italienisches Kultusministerium, Rom (IT)
Dynamische Raumskulptur

Wie eine Skulptur mit nuancenreichem Licht- und Schattenspiel wirkt das Sichtbetongebäude des Museo nazionale delle arti del XXI secolo – MAXXI. Durch Einschnitte und Durchblicke zeichnet das Sonnenlicht helle Muster, Schattenlinien wandern über den weiten Vorplatz, Innen und Außen sind auf subtile Weise verknüpft. Als Vordächer leiten die auskragenden Baukörper den Besucher in das gebäudehohe Foyer. Hier verbinden sich kreuzende Treppen und Stege die fünf Ausstellungsebenen, eine „vertikale Piazza“ inszeniert den Bewegungsfluss. Natürliches Licht flutet vom Glasdach bis zum Boden, fein austariert von einer speziell entwickelten Lichtdecke, in die auch eine indirekte, bei Bedarf zuschaltbare Beleuchtung aus Leuchtstofflampen integriert ist. Dieses kombinierte System sorgt für eine homogene Grundbeleuchtung. Daneben wird Kunstlicht bewusst als Gestaltungsmittel eingesetzt, um die Dynamik der Wegeführung zu betonen. Treppen und Stege werden zu Lichtträgern. Wie Leuchtkästen wirken ihre transluzent schimmernden Unterseiten, die mit Leuchtstofflampen hinter lichtstreuender Folie und Acrylglas bestückt sind.

 

In den Ausstellungssälen setzt sich die Großzügigkeit der Eingangshalle fort. Mit geraden, gebogenen, geneigten Wänden, mit Gängen, Rampen und Terrassen entwickeln sich die Raumfolgen so überraschend wie vielschichtig. Die Säle verlaufen parallel, kreuzen sich, verschränken sich, bilden kaskadenartige Ebenen, mäandern in verschiedene Richtungen weiter, um dann wieder aufeinanderzutreffen. Die Hauptrolle des Lichtkonzeptes spielt das natürliche Licht. Ergänzend dazu machen komplexe Lichtdecken Farben und Oberflächen naturgetreu wahrnehmbar. In die schmalen Dachträger – mit Betonelementen verkleidete Stahlfachwerkträger – sind alle technischen Elemente integriert: Sie tragen die außen liegenden Gitterroste, die als Sonnenschutz und zur Lichtstreuung dienen, die beiden Glasebenen und die Verdunkelungsrollos. Für eine gleichmäßige Allgemeinbeleuchtung sorgen die auf beiden Seiten der Rippenträger über die gesamte Länge eingebauten, dimmbaren Leuchtstofflampen hinter lichtstreuendem transluzentem Acrylglas. Sonnenblenden und Lichtleistung werden je nach Sonnenstand und gewünschter Beleuchtungssituation vom Lichtmanagementsystem LUXMATE Litenet reguliert. An dem in der Trägerunterseite integrierten Schienensystem können weitere Strahler für die Akzentbeleuchtung, aber auch Beamer und leichte Trennwände montiert werden.

Lichtlösung
Schauspielhaus des Königlichen Theaters
Kopenhagen, Dänemark
Bauherr: Dänisches Kulturministerium, Kopenhagen (DK)
Schattenspiele

Das Schauspielhaus befindet sich unweit der Stadtresidenz der dänischen Königsfamilie und stellt neben dem Opernhaus, das schräg gegenüber zu bewundern ist, und dem „Schwarzen Diamanten“, wie die Königliche Bibliothek genannt wird, einen Höhepunkt auf der Kulturpromenade im Zentrum Kopenhagens dar.

Die Theaterbesucher betreten das Gebäude vom Wasser her: Ein Holzdeck auf schrägen Pfählen führt als öffentlicher Steg um das Schauspielhaus herum und erschließt das dem Wasser zugewandte gläserne Foyer. Der Eingangsbereich des Schauspielhauses scheint sich mit dem außen liegenden Steg zu einer Einheit zu verbinden: Dafür sorgt nicht nur die transparente Verglasung, sondern auch der Parkettboden, der mit den Bohlen des Holzdecks korrespondiert und ohne Höhenversatz an diesen anschließt. Von dem eher offenen und hellen Eingangsbereich gelangt der Besucher in das von dunklen Ziegeln geprägte Bühnengebäude. Die Zugänge sind in dunklen Grautönen gehalten, so dass der Übergang zwischen dem Foyer und dem eigentlichen Theaterraum deutlich zu spüren ist. Für die Beleuchtung dieses Bereichs wählten die Planer PANOS Downlights und STARLIGHTS, die sie in durchdachter Dosis einbauten. Die Besucher tauchen dadurch schon in der Vorzone des eigentlichen Theaters in dessen geheimnisvolle Stimmung ein.

Es war der Wunsch des Bauherrn, einen Zuschauerraum entstehen zu lassen, in dem sich Magie entfalten und die Handlung des Stücks auf intime Weise vermittelt werden kann. PASO II-Bodenleuchten tauchen die groben Wände in ein mysteriöses Licht; zusätzlich lassen die mit rotem Velours bezogenen Sitze den Raum noch intensiver wirken. Die Zumtobel-Downlights kamen auch in der Erschließungszone der kleineren Bühnen und in den nicht-öffentlichen Teilen des Bühnengebäudes zum Einsatz. In den Proberäumen und anderen Backstage-Bereichen, die eine intensivere Beleuchtung benötigen, setzten die Planer auf die hochwertige Lichtqualität des TECTON-Lichtbandsystems.

Mehr Aufmerksamkeit als sonst bei derartigen Gebäuden üblich erhält beim Schauspielhaus des Königlichen Theaters die „dienende Zone“, die sich als Scheibe mit quadratischem Grundriss auf das Gebäude legt. Dieses zum Teil leicht vorspringende Dachgeschoss beherbergt unter anderem die künstlerischen Abteilungen, die Verwaltung und die Kantine. Für ausreichend Licht sorgen in diesen Bereichen über fünfhundert Copa-Hängeleuchten, die in den Erschließungszonen von XENO-Strahlern an 3-Phasen-Stromschienen ergänzt werden.
Lichtlösung
Schloss Neuschwanstein
Füssen, Deutschland
Bauherr: Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen, München (D)
Königliches Licht

König Ludwig II. wäre begeistert! Der Monarch, der technischen Neuerungen gegenüber immer sehr aufgeschlossen war, realisierte auch beim Bau von Schloss Neuschwanstein im 19. Jahrhundert viele  technische Sensationen. Diese, aber vor allem die hochwertige künstlerische Ausstattung der Prunkräume, werden nun mit LED-Licht von Zumtobel effizient und vor allem schonend akzentuiert. So funkeln das LED-Lichtsystem SUPERSYSTEM und die LED-Strahler TEMPURA seit kurzem im prächtigen Thronsaal. Es ist geplant, in diesem Jahr weitgehend alle für Besucher zugänglichen Bereiche sukzessive mit individuellen LED-Lichtlösungen von Zumtobel neu zu beleuchten. Damit überspringt die Bayerische Schlösser- und Seenverwaltung gleich einige Entwicklungsstufen der Lichttechnik und steigt direkt beim innovativsten Leuchtmittel, der LED, ein.

Vor allem die reduzierten Abmessungen und das UV-strahlungsfreie Licht haben die Verantwortlichen überzeugt. Dazu Heiko Oehme von der Bauabteilung der Bayerischen Schlösserverwaltung: „Die LED-Leuchten sind hervorragend für unsere historischen Räume mit den sehr empfindlichen Möbeln, Textilien und Malereien geeignet. Sie bleichen unsere wertvollen Exponate nicht aus und bieten die Möglichkeit, mit ihrem brillanten Licht die Räume perfekt zu akzentuieren. Durch die Wahl der Farbtemperatur zwischen warmweißem Licht mit 3.000 Kelvin und kaltweißen 6.500 Kelvin lassen sich die Details perfekt betonen.

Um den historischen Raumeindruck nicht zu stören, soll so weit wie möglich auf sichtbare  Lichtquellen verzichtet werden. Die Wahl für das SUPERSYSTEM von Zumtobel fiel leicht, da dieses Lichtsystem architektonisch zurückhaltend und gleichzeitig sehr wirkungsvoll auch aus größeren Abständen attraktive Akzente setzt. Die LED-Spots mit nur 2,5 Watt sind durch verschiedene optische Aufsätze auf unterschiedliche Lichtverteilungen anpassbar. Beim LED-Strahler TEMPURA, der nun die prächtigen Farben in der Kuppel des Thronsaals wirkungsvoll beleuchtet,  lässt sich die Farbtemperatur im Bereich von 2.700 bis 6.500 Kelvin einfach per Knopfdruck verändern. Die Museumsverantwortlichen haben so immer die Möglichkeit der Nachjustierung.
Lichtlösung
Brandhorst Museum
München, Deutschland
Bauherr: Freistaat Bayern, Bayrisches Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, München (D)
Architekt: Sauerbruch Hutton, Berlin (D)
Elektroplanung: Zibell, Willner und Partner, München (D)
Kunstoase in München

Ein Tageslichtmuseum, gebaut nach neuesten Erkenntnissen der Energieeffizienz sollte es sein, aber ohne Fenster, so der Wunsch des Bauherrn. Die Architekten Sauerbruch Hutton entwarfen daher eine architektonische Lösung, die vertikales Tageslicht in alle drei Stockwerke einfallen lässt. Auf lediglich 100 x 34 Metern errichtet, setzt sich das Brandhorst Museum aus zwei Baukörpern zusammen – einem zweigeschossigen rechteckigen Langbau und einem deutlich höheren und nach Norden verbreiterten Kopfbau. Beide Teile verbindet ein durchgängiges Fensterband, das schließlich in einer großzügigen Verglasung des Haupteingangs endet. Die überwiegend geschlossene Gebäudehülle verdankt ihre einmalige Lebendigkeit den 36.000 vertikal eingesetzten und glasierten Keramikprofilen in 23 Farben.

Im Inneren führt das übersichtlich gehaltene Foyer mit Empfang und kleinem Restaurant direkt in die mittlere der drei Ausstellungsebenen. Eine skulpturale, mit Eichenholz verkleidete Treppe empfängt den Gast und weist ihm den Weg in die anderen Stockwerke. Das gleichmäßig abstrahlende Licht der, vertikal zur Fensterfront, installierten Lichtbandleuchten verleiht der sieben Meter hohen Quergalerie Ausstrahlung. Die reine Atomsphäre aus Licht und Architektur lässt dem Besucher die Möglichkeit, sich ganz auf die Exponate, die das Unternehmerehepaar Brandhorst dem Freistaat Bayern als Dauerleihgabe überlassen hat, einzustimmen.

Auch im Souterrain wird der zentrale 460 qm große und sieben Meter hohe Saal mit Tageslicht erhellt. Möglich wird dies durch eine Verschiebung des Grundrisses. Zusätzlich lenken die TECTON Lichtbandleuchten das Licht homogen in den Raum. In harmonischer Fortsetzung zur Quergalerie fügen sich die Lichtbänder in die stringente Architektur ein und leiten das Licht in einem angenehmen Maß zu den Ausstellungsstücken. Kleine Kabinette schließen sich an die große Galerie an. Die hier eingesetzten LED-Strahler ermöglichen durch ihre UV- und IR-freie Strahlung eine schonende Beleuchtung der wertvollen Skulpturen und Bilder. Mit der präzisen Einstellung der Farbtemperatur zaubern die TEMPURA-Strahler Lichtfarben-Variationen hervor, die die Werke in ihrer ganzen Pracht erlebbar machen. So transportiert das Licht die Botschaft der ausgestellten Werke und macht Kunst im Brandhorst Museum zu einem erfahrbaren Erlebnis.

Zurück im Foyer lädt das kleine Restaurant zur Erholung ein. Unter filigran von der Decke abgehängten LED-Lichtlinien lässt sich das Gesehene in Ruhe Revue passieren. In enger Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro hat Zumtobel die designorientierte LED-Sonderleuchte entworfen, die dem hohen inhaltlichen Anspruch des Gebäudes gerecht wird. Wer das Brandhorst Museum besucht, wird nicht nur einen nachhaltigen Eindruck der modernen Kunst, sondern auch moderner Architektur sowie Licht- und Gebäudetechnik mit nach Hause nehmen.
Lichtlösung
Langen Foundation
Neuss, Deutschland
Bauherr: Marianne Langen, Meerbusch (D)
Skulptur aus Licht und Raum

Harmonisch in die Landschaft eingebettet präsentiert sich die Langen Foundation als eine von Erdwällen umgebene Anlage aus Stahlbeton, Glas und Stahlträgern. Das neue Kunst- und Ausstellungshaus wurde auf dem Gelände der ehemaligen Raketenstation nach den Plänen des japanischen Stararchitekten und Pritzker-Preisträgers Tadao Ando errichtet. Präsentiert werden auf 900 m2 Fläche Wechselausstellungen und die Werke der Sammlung Langen. Bewusst nutzt Tadao Ando die alten Schutzwälle der Abschussrampen, um dahinter einen „Kosmos der Stille“ zu schaffen.

Die um den Baukörper umlaufenden Lichtleisten verleihen dem Gebäude Leichtigkeit. Unterstützt durch die Spiegelungen im See entsteht so fast eine Art von Schwerelosigkeit.
Im so genannten Japanraum werden die Ausstellungsstücke vom Strahlersystem XENO in Szene gesetzt, die im Einklang mit der Tradition des Museums stehen. Im Eingangsbereich und der Rezeption sorgen das Downlight-System PANOS für eine gute, gleichmäßige Beleuchtung.
Lichtlösung
Kunsthalle Weishaupt
Ulm, Deutschland
Bauherr: Siegfried Weishaupt, Ulm (D)
Architekt: wwa, Wöhr Heugenhauser, München (D)
Lichtplanung: a·g Licht, Bonn (D)
Schaufenster für die Kunst

Mit dem beeindruckenden Neubau ist die Neugestaltung des Stadtzentrums erfolgreich abgeschlossen. Der Bauherr Siegfried Weishaupt legte bei der Architektur vor allem Wert darauf, dass die Kunst, nicht die Architektur im Mittelpunkt steht. Dies wurde von dem Münchner Architekturbüro wwa, Wöhr Heugenhauser Architekten, konsequent umgesetzt. Schon heute ist die Stadt von dem Gebäude begeistert. So nannte der Ulmer Oberbürgermeister  das neue Gebäude bei der Eröffnungsfeier „einen Glücksfall für die Stadt“.
„Einfach sehen“, diesseits von strengen kunsthistorischen Richtlinien, lautet das Leitmotiv der Eröffnungsausstellung, die rund 80 Werke auf 1270 Quadratmetern Gesamtfläche zeigt. Auf den zwei Galerie-Etagen ist ein Querschnitt aus der Sammlung  der Familie Weishaupt ausgestellt. Im Mittelpunkt steht eine große Zahl internationaler Klassiker von der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts bis in die unmittelbare Gegenwart.

Bei der Entwicklung des Lichtkonzeptes wurde auf eine Beleuchtung Wert gelegt, die sich zurückhaltend aber wirkungsvoll in die Gebäudearchitektur integriert.  Im Mittelpunkt stand die bevorzugte Nutzung von Tageslicht, das bei Bedarf mit Kunstlicht ergänzt werden kann.  Dazu entwickelte das beauftragte Lichtplanungsbüro a-g Licht ein spezielles Konzept für ein Shed-Dach der Halle in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro. Die Elemente wurde so konzipiert, dass sie direktes Tageslicht überwiegend ausblenden und die Menge an einfallendem Tageslicht jederzeit beeinflussbar bleibt.  Die künstliche Beleuchtung wurde mit freistrahlenden TECTON-Tetris Lichtbändern realisiert, die in die Shed-Dächer integriert wurden. Die Leuchten bewirken über eine indirekte Anstrahlung der Shedflächen eine indirekte Abstrahlung, die der Wirkung des Tageslichtes nahe kommt. Über ein Steuerungssystem wird das Kunstlicht bei Dämmerung langsam zugeschaltet und übernimmt bei Dunkelheit die Allgemeinbeleuchtung komplett.

Die indirekte Allgemeinbeleuchtung wird durch eine akzentuierte Betonung der Kunstobjekte mit VIVO-Strahlern ergänzt. Durch die Kombination aus diffuser Allgemeinbeleuchtung mit der Akzentbeleuchtung entsteht ein spannungsreiches Lichtspiel, das die Kunstwerke optimal in Szene setzt. In Sonderausführung sind einige Strahler auch mit Kameras bestückt. Auf diese elegante Art lassen sich die notwendigen Überwachungsaufgaben ohne störende Zusatzelemente realisieren. In der unteren Ebene wird das Beleuchtungskonzept des Sheddaches durch Deckenschlitze nachempfunden, die indirekt mit TECTON-Tetris Lichtbändern beleuchtet werden. In diese Deckenschlitze sind wiederum VIVO Strahler für die Akzentbeleuchtung integriert. Besondere Merkmale der VIVO-Strahler, die in Zusammenarbeit mit dem Designbüro EOOS entstanden,  sind das geradlinige Design das in seiner Bewegungsfreiheit dem menschlichen Handgelenk nachempfunden ist.  Das eingebaute Kugelgelenk ermöglicht eine außergewöhnliche Bewegungsfreiheit in alle Richtungen. So lassen sich mit dem VIVO-Strahler besonders einfach und schnell immer neue Beleuchtungssituationen realisieren. Auch die Wartung gestaltet sich durch den funktional durchdachten Strahleraufbau sehr unkompliziert.
Lichtlösung
Dornier Museum
Friedrichshafen, Deutschland
Bauherr: Dornier Stiftung für Luft- und Raumfahrt, München (D)
Architekt: Allmann Sattler Wappner Architekten, München (D)
Lichttechnik: Belzner Holmes, Heidelberg (D)
Elektroplanung: Rable + Partner, Reutlingen (D)
Spannend und lehrreich

Das Museum entstand nach einem Entwurf der Münchner Architekten Allmann Sattler Wappner, die Ausstellungsgestaltung wurde vom Atelier Brückner realisiert. Zumtobel lieferte für die 5.000 Quadratmeter große Ausstellung mehr als 200 individuell steuerbare Leuchten und Systeme.  So entsteht eine faszinierende Vielfalt in der Beleuchtung, die den Traum vom Fliegen sinnlich erfahrbar macht.

Das Gebäude in Form eines Hangars lässt über große Fensterflächen großzügig Tageslicht herein, das nur bei Bedarf durch Kunstlicht ergänzt wird. Bei Dunkelheit wird das Gebäude selbst zu einem aus sich heraus strahlenden Leuchtpunkt in der Nacht ergänzt durch eine Lichtkunstinszenierung von James Turrell.

Im Museum heißt ein helles Foyer mit zusätzlich beleuchteten Bereichen wie den Ticketschaltern den Besucher willkommen. Lichtbänder unter der abgehängten Gitterrostdecke und VIVO-Pendelleuchten sorgen für eine einladende Atmosphäre.  Aus dem geräumigen  Foyer mit Cafeteria und Shop gelangt der Besucher in die darüber liegende Museumsbox, die in elf Räumen die Geschichte des Unternehmens Dornier und Stationen der Luftfahrt beleuchtet. Modellflugzeuge, Zeichnungen und andere historische Exponate werden in Glasvitrinen mit Lichtleisten und kompakten LED-Spots punktgenau beleuchtet.

Verlässt man die Museumsbox, so erfährt man auf der Galerie technische Hintergründe zur Flugphysik – der Blick wird aber schon magisch von den Exponaten im Hangar angezogen, auf die man hinunterschauen kann. Hier breitet sich nun das Herzstück des Museums aus – eine große Halle mit den historischen Flugzeugen. SLOTLIGHT-Leuchten mit einem Sonderraster, die an Schienen installiert sind, sorgen für eine verschattungsfreie, gleichmäßige Ausleuchtung des Hangars.

Für die Inszenierung der Außenfassade bei Nacht hat die Dornier Stiftung den amerikanischen Lichtkünstler James Turrell gewinnen können. James Turrell, selbst ein passionierter Pilot, realisierte mit einer beeindruckenden Lichtchoreographie ein Licht-Kunstwerk, das in seinem harmonischen Farbverlauf die Wahrnehmung der Besucher in neue Dimensionen führt. 
Lichtlösung

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