| Bauherr: |
Südern GmbH, Darmstadt (D) |
| Architekt: |
dko Architekten, Patrik Dierks, Berlin (D) |
| Lichtplanung: |
Hamburg Design, Hamburg (D) |
| Innenarchitekt: |
Studio Jan Wichers, Hamburg (D)
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Augenblicke des Lichts
Ganz im Süden der nordfriesischen Insel, wo einst Hexen getanzt und sich die Geister ehemaliger Schiffbrüchiger herumgetrieben haben sollen, liegt die große Düne Budersand Berg. Sie ist nicht nur der Namensgeber des neu eröffneten Budersand Hotel Golf & Spa, sondern scheint auch das natürliche Modell für das im Mai 2009 fertig gestellte Gebäude zu sein. Ähnlich einer Sandformation erhebt sich das aus vier Häusern bestehende Ensemble, um sich sanft in die Landschaft zu schmiegen. Unterschiedliche Gebäudehöhen, Einschnitte und Höfe prägen den Baukörper, das Auge langweilt sich nicht an Regelmäßigkeit. Während eine ausgedehnte Landschaftsterrasse den Übergang zum ebenfalls neu geschaffenen Golfplatz vermittelt, gruppieren sich Gastronomie, Banketträume sowie der über 1000 m² große Spa-Bereich um das imposante Hotelfoyer. 79 Zimmer und Suiten mit Größen zwischen 21 und 65 m² verteilen sich auf vier einzelne zwei- bis dreigeschossige und über Brücken verbundene Häuser mit spektakulärem Ausblick auf das Meer, die Dünen oder den Hafen.
Die Natur ist Teil der Inszenierung und gleichzeitig auch der Maßstab an dem sich das Budersand Hotel messen lassen muss. Nahezu alle Farben, Materialien und Formen finden sich in der direkten Umgebung wieder und schaffen so eine harmonische Verbindung zwischen Gebäude und Natur. So ist es auch kein hochglänzender Marmor, auf den der Gast im Zimmer seinen Fuß setzt, sondern sind es wunderbar haptisch anmutende Eichendielen, welche die Reflexzonen stimulieren. Freistehende Badewannen, geflochtene Betten, gewebte Gardinen, schlichte Holz- und Ledermöbel – Innenarchitektur ohne Schnörkel nennt Jan Wichers seine Kreationen.
Mit seiner Reduktion auf das Wesentliche hat Jan Wichers die Basis für das harmonische Zusammenspiel von Natur und Raumerlebnis geschaffen. Nun galt es dieses zu beleuchten und in Szene zu setzen. In den öffentlichen Bereichen, dem Restaurant, der Bibliothek und dem SPA-Bereich sorgt das Lichtmanagementsystem LITENET-FLEXIS für die perfekte Beleuchtung. Lichtsensoren ermitteln die benötigte Lichtmenge und steuern die angeschlossenen Leuchten. Für die Zimmer und Suiten fand Harry Mayer die Lösung in der ZBOX. An markanten Stellen – am Schreibtisch, neben dem Bett, an den Waschtischen – sorgen schlichte viereckige Kästchen, so genannte Circle Control Points, für die perfekte Beleuchtung. Der Gast drückt lediglich auf eine der Symboltasten, um eine programmierte Lichtstimmung abzurufen. Die ZBOX zaubert dann das optimale Licht zum Schminken, Fernsehen, Lesen, Baden oder Ruhen. Luxus bedeutet eben auch, sich um nichts kümmern zu müssen, nicht mal um das Licht.