EYE Film Instituut Nederland
Militärhistorisches Museum
HARPA Reykjavik | Bauherr: | EYE Film Instituut Nederland, Amsterdam (NL) |
| Architekt: | Delugan Meissl Associated Architecs, Wien (AT) |
| Lichtplanung: | Arena: Die Lichtplaner, Limburg (DE) in Kooperation mit Symetrys, Lustenau (AT) |
Eine weitere Besonderheit des Gebäudes ist die 1.200 qm große Arena, die den Besucher direkt nach Betreten des futuristischen Gebäudes aufnimmt. Vorwiegend in Holz verkleidet, mit hochwertigem Eichenparkett und direktem Blick über den Fluss und auf die Stadt verströmt das Foyer eine offene, freundlich-warme Atmosphäre. Das Ambiente heißt die Gäste willkommen und lädt in Café, Restaurant und Bar zum Einstimmen und Verweilen ein.
„Das räumliche Herzstück des Gebäudes, die „Arena“, lädt Besucher des Museums dazu ein, sich dort aufzuhalten. Der Raum weist eine einzigartige Geometrie auf, die der sozialen Interaktion in hohem Maße entgegenkommt", betont Roman Delugan. Maßgeblich trägt dazu die STARBRICK Installation bei. STARBRICK zählt zu den Zumtobel Masterpieces, einer Serie von exklusiven Lichtkunstwerken, die der Leuchtenhersteller mit renommierten Partnern weltweit entwirft. Der Künstler Olafur Eliasson hat das Lichtmodul, das vielseitig einsetzbar ist, in Kooperation mit Zumtobel entworfen. „Der STARBRICK ist ein raumschaffendes Lichtmodul. Bei der gemeinsamen Entwicklung mit Zumtobel ist es uns gelungen, ihn für den Einsatz im Alltagsleben tauglich zu machen. Ich freue mich sehr darüber, ihn in einem öffentlichen Gebäude installiert zu sehen. Da sich hinter dem geometrischen Design ein erweiterbares System verbirgt, können die STARBRICKS in alle Richtungen wachsen. Im Foyer des neuen EYE Museums präsentieren sich die Module als leuchtende wolkenähnliche Gebilde, die die Atmosphäre eines Kinos heraufbeschwören – Stars für die Stars“, erklärt der Künstler Olafur Eliasson.
Zumtobel. Das Licht.
| Bauherr: | Staatsbetrieb Sächs. Immobilien- und Baumanagement, Dresden (DE) |
| Architekt: | Studio Daniel Libeskind AG, Zürich (CH) |
| Lichtplanung: | DELUX AG, Zürich (CH) |
| Elektroplanung: | IPRO Dresden, Dresden (DE); INNIUS GTD, Dresden (DE) |
| Elektroinstallation: | Elektro Dresden West, Dresden (DE); FAE Elektrotechnik GmbH & Co, KG, Heidenau (DE) |
Durch eine optimale Integration der hochmodernen LED-Leuchten RESCLITE in das TECTON Schienensystem bleibt die Sicherheitsbeleuchtung im alltäglichen Museumsbetrieb unsichtbar. Im Notfall sorgen die mit einer Erkennungsweite von 16 Metern effizienten LEDs für sicheres Geleit.
Zur Ausleuchtung der Vitrinen kamen spezielle Faserlichtauslässe mit unterschiedlichen Ausstrahlungscharakteristiken und UV-/IR-Sperrfiltern zum Einsatz. Entsprechend den Anforderungen des Nutzers ist als Lichtquelle ein STARFLEX Lichtgenerator mit einer 100W QR-CB Halogenlampe mit dichroitischen Glasreflektor zur optimal Lichteinkopplung eingebaut. Spezielle Tischvitrinen sind mit der Zumtobel Lichtleiste LINARIA ausgeleuchtet. An den Rückwänden deckenbündig installiert, stört die schmale Lichtlinie das Erscheinungsbild nicht und leuchtet den Vitrinenraum angenehm gleichmäßig aus.
Zumtobel. Das Licht.
| Bauherr: | Städelsches Kunstinstitut, Frankfurt am Main (DE) |
| Architekt: | schneider+schumacher, Frankfurt am Main (DE) |
| Lichtplanung: | Licht Kunst Licht AG, Bonn/Berlin (DE) |
| Elektroplanung: | Delta-Tech, Weiterstadt (DE) |
| Elektroinstallation: | Imtech, Rüsselsheim (DE) |
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„Zum guten Gelingen gehört eine ungestörte, kritische und bisweilen in der Sache auch leidenschaftliche Kommunikation zwischen Hersteller und Planer. Das überragende Ergebnis zeigt, wie gut dies funktioniert hat." Andreas Schulz, Geschäftsführer, Licht Kunst Licht |
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„So wie wir das Gebäude geplant haben, bleiben alle Vorteile, die das Städel-Ensemble vorher schon hatte, erhalten. Zusätzlich sind die neuen Räume durch die Wölbung des Rasens und die Oberlichter auf eine spektakuläre Art im Straßenraum sichtbar. Technisch gesehen, tragen die Klimatechnik sowie vor allem auch das Licht mit der LED-Technik und dem großen Anteil an Tageslicht zur Nachhaltigkeit bei.“ Michael Schumacher, Architekt, schneider+schumacher |
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„Unsere Aufgabe war es, die komplexen Anforderungen u.a. an die Lichtqualität, die Farbwiedergabe und die Beleuchtung unter konservatorischen Aspekten mit einer ganzheitlichen Lichtlösung zu beantworten. Unsere Fähigkeit maßgeschneiderte Lösungen zu entwickeln sowie die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Lichtplanern und Architekten ermöglichte uns die Entwicklung dieser Sonder-LED-Lichtlösung. Durch die Kombination von intelligenter Steuerung mit modernster LED-Technologie konnten wir ein absolut individuelles und anpassungsfähiges Beleuchtungskonzept erstellen, das jederzeit bestes Licht für uneingeschränkten Kunstgenuss ermöglicht.“ Reinhardt Wurzer, Leiter International Projects, Zumtobel Lighting |
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| Bauherr: | Technisches Museum, Wien (AT) |
| Lichtplanung: | Pokorny Lichtarchitektur, Wien (AT) |
| Elektroinstallation: | Brüder Gros, Wien (AT) |
| Bauherr: | Comune di Milano, Mailand (IT) |
| Architekt: | Italo Rota, Fabio Fornasari, Mailand (IT) |
| Lichtplanung: | Allessandro Perdetti, Mailand (IT) |
| Elektroinstallation: | Cooperativa Cellini Impianti Tecnologici, Prato (IT) |
| Fotos: | Jürgen Eheim |
| Wettbewerb und Ausführungsplanung: | Gruppo Rota: Italo Rota, Fabio Fornasari, Emmanuele Auxilia, Paolo Montanari |
Lange Zeit führte der Palazzo dell’Arengario auf Mailands Domplatz ein Schattendasein. Nach dem Umbau zum Museum für italienische Kunst des 20. Jahrhunderts strahlt er nun in neuem Licht. Der formenstrenge Bau aus den 1930-Jahren verwandelte sich in ein facettenreiches Kunstmuseum. Der Rundgang durch die 400 Werke umfassende Sammlung von Futurismus bis zur Arte Povera wird zum Spaziergang durch die Stadtgeschichte: Bewusst wie Bilder platzierte Ausblicke inszenieren die Stadt wie ein Stillleben.
Obwohl in der Fassade kaum verändert – nur die vermauerten Rundbogenfenster im Mittelgeschoss wurden verglast – wirkt der turmartige Bau wie ein transparentes Gehäuse, das wie hinterleuchtet erscheint und Einblicke in sein neues Innenleben gewährt. Hinter der großflächigen Verglasung strahlt Lucio Fontanas Lichtinstallation „Struttura al neon“ bis auf den Domplatz.
Für diese neue Offenheit wurde der Bau großteils entkernt. Nun schraubt sich eine spiralförmige Rampe nach oben und führt die Besucher zu den Ausstellungsräumen. Die Glasfassade, welche die Rampe umhüllt, gibt Ein- und Ausblicke frei, die sich ähnlich einer Filmsequenz bei jedem Schritt verändern. Punktförmige Leuchten folgen den geschwungenen Flächen auf zwei Ebenen: Deckenintegrierte Downlights zeichnen den Weg nach und beleuchten die Rampenfläche, kleine LED-Spots an der Brüstung strahlen blau-grünes Licht nach innen.
Licht als Gestaltungsmittel spielt auch an den Nahtstellen der unterschiedlichen Museumsbereiche eine wichtige Rolle. So kennzeichnen „Lichtportale“ die Eingänge in die Ausstellungssäle. Flächige Lichtmodule fungieren hierbei als Türrahmen und betonen die Übergänge in die introvertierten Galerieräume. Hier sorgt die modulare Lichtdecke CIELOS für eine gleichmäßige, diffuse Grundbeleuchtung und überlässt dabei den Kunstwerken die Hauptrolle. Die CIELOS Module sind in Abhängigkeit von den Raumgrundrissen als lineare Lichtbänder oder quadratisch angeordnet, geregelt werden sie über das zentrale LUXMATE Lichtsteuerungssystem. Im Unterschied zum flächigen Deckenlicht der Galerien sind die Erschließungsbereiche mit vertikalen Lichtlinien erleuchtet, die flächenbündig in die Wände integriert sind.
Zumtobel. Das Licht.
| Bauherr: | Städtischer Museumsverein, Frankfurt (DE) |
Für eine gleichmäßige Grundbeleuchtung wurden die in vielen Räumen vorhandenen Lichtdecken von Grund auf erneuert. TECTON Leuchten mit warmweißen und tageslichtweißen Leuchtstofflampen hinter Milchglasplatten erzeugen einen tageslichtähnlichen Eindruck. Ausstellungsobjekte werden zusätzlich durch die extrem energiesparenden LED SUPERSPOTS ausgeleuchtet. So entfalten die Skulpturen eine fokussierte Raumwirkung, ohne dass voluminöse Halogenstrahler den Gesamteindruck des Raumes beeinträchtigen. Die Objekte werden aus einer Höhe von fünf bis sechs Metern optimal ausgeleuchtet – mit nur 2,5 Watt pro Strahler bzw. 5 Watt bei zwei Strahlern; bisher waren dafür 50 Watt notwendig.
In Dreiergruppen in das umlaufende TREN Schienensystem eingesetzt, geben die mehr als 2.000 steuerbaren LED-Spots ein hohes Maß an Flexibilität für ausstellungsspezifische Anpassungen.
Dieses TREN Schienensystem wurde in Räumen ohne Lichtdecke mit einer zusätzlichen Indirektkomponente ausgestattet. Leuchtstofflampen hellen die Decken auf und vermitteln so eine neue Raumdimension. Pendelleuchten wurden durch technisch aufgewertete Kugelpendelleuchten ersetzt. Diese Integration der LED SUPERSPOTS bereichert die Allgemeinbeleuchtung und ermöglicht eine elegante Betonung der Skulpturen.
Die Steuerung erfolgt durch das Lichtmanagementsystem LUXMATE Professional. Um die tageslichtähnliche Raumatmosphäre zu perfektionieren, werden Helligkeit und Farbtemperatur der Lichtdecken über eine zeitabhängige Programmierung an die Tageszeit angepasst.
Zumtobel. Das Licht.
| Bauherr: | Denmarks Radio, Kopenhagen (DK) |
| Architekt: | Ateliers Jean Nouvel, Paris (FR) |
| Lichtplanung: | Atelier Yann Kersalé, Paris (FR) |
| Fotos: | Bjarne Bergius Hermansen/DR, Kopenhagen (DK); Agnete Schlichtkrull/DR, Kopenhagen (DK); Torben Petersen (DE) |
Kopenhagen und die internationale Kulturwelt erhielten mit dem Danish Radio Koncerthuset eine Symphonie aus zeitgemäßer Architektur, innovativer Beleuchtung und einzigartigem Musikerlebnis. Das Gebäude vereinigt vier unterschiedlich große Konzertsäle in einem blau ummantelten Kubus. In den Dämmerungs- und Nachtstunden der langen Wintermonate erwacht diese als Projektionsfläche genutzte Fassade zum Leben. Unerwartet funkelt quirliges Musikleben hervor. Eine Hauptrolle bei der raffinierten Inszenierung spielen die speziell entwickelten, kissenähnlichen Milieu-Flächenleuchten CONCRETE LIGHTS. Ihr Licht scheint aus dem Beton herauszuquellen und steht beispielhaft für die Poesie dieses Gesamtkunstwerks mit seinen atemberaubend inszenierten Lichtstimmungen.
Wie ein Garagentor ist der riesige Musikquader für den Besucher aufgeklappt. Hier stimmt der Kopenhagener Sternenhimmel auf das kommende Erlebnis ein. Das funkelnde Himmelszelt aus 1.600 LEDs in der 300 m² großen Akustik-Lochdecke wurde in Zusammenarbeit mit LEDON realisiert. Abstrakte Projektionen von Motiven aus der Musikwelt und kleine Filmsequenzen beleben das Foyer, selbst wenn gerade keine Veranstaltung stattfindet. Um diese Projektionen in der notwendigen Intensität zu ermöglichen, ließ Zumtobel einen besonders leistungsfähigen Gobo-Projektor entwickeln.
Der große Konzertsaal ist ganz in warmen Holztönen ausgekleidet. Hier wird die Architektur zur Kulisse, der Raum zur Landschaft. Terrassenartige Ränge prägen das Bild des Saales, über dem wie ein Fels die Orgel trohnt. Die visuelle Inszenierung erlebt durch das Licht ihren Höhepunkt. Feierlich gedämpftes Licht taucht den Konzertsaal in eine virtuelle Abendsonne. Sanftes Kerzenlicht untermalt während dem Konzert das akustische Vergnügen. Derart subtile Lichtstimmungen wurden durch eine ganze Reihe Sonderlösungen möglich: Eine Bodeneinbauleuchte strahlt die Balkone an und flutet sie tief mit weichem Licht. Entlang der äußeren oberen Raumkante simuliert ein Lichtband einen Tageslichteinfall und setzt gleichzeitig ein überdimensionales Wandgemälde in das richtige Licht. Indirektfluter auf dem riesigen Schallreflexionssegel in der Raummitte fluten den Saal mit feierlichem Halogenlicht. Insgesamt sind es über 800 einzeln steuerbare Leuchten oder Leuchtengruppen, die über das Lichtmanagementsystem LUXMATE die gewünschte Lichtstimmungen komponieren. Wesentlich half bei der Lösungssuche das interaktive Planungsprogramm Vivaldi, mit dem die Lichtstimmungen bereits im Vorfeld mit Architekt und Nutzer abgestimmt wurden. Ein erstes virtuelles Konzert in einer dreidimensionalen Simulation des Konzertsaals war der Höhepunkt dieser Arbeiten. Architekten, Planer, Vertreter des Nutzers und der Chefdirigent applaudierten erwartungsfroh.
Zumtobel. Das Licht.
| Bauherr: | Autonoom Gemeentebedrijf Museum, Leuven (BE) |
| Architekt: | Stéphane Beel Architecten, Gent (BE) |
| Elektroplanung: | RCR studiebureau, Herent (BE) |
| Elektroinstallation: | Spie NV, Zaventem (BE) |
| Fotos: | Toon Grobet |
Mit einer Sammlung von 46.000 Objekten mittelalterlicher oder zeitgenössischer Kunst fungiert das Museum M als Brücke zwischen der Geschichte und der Gegenwart. „Jahrhundertealt und quicklebendig“, der Leitsatz der Stadt Leuven gilt auch für das neue Museum: Der weitläufige Komplex öffnet sich mit mehreren Eingängen zur Altstadt, vereint unterschiedliche Baustile und Epochen in sich und zeigt sich als belebtes, vielschichtiges Kunstareal.
Das frühere Akademiegebäude und das Vander Kelen-Mertens-Palais – beide Häuser sind in das Museum M integriert – wurden nach den Regeln der Denkmalpflege sorgfältig renoviert und über eine Brücke mit einem modernen Neubau verbunden. Insgesamt 6.500 Quadratmeter Ausstellungsfläche sind in diesem labyrinthartigen Museumskomplex verteilt. Während sich in den Altbauten die farbige Pracht vergangener Zeiten in kleineren Kabinetten mit Holzdecken und Wandvertäfelungen ausbreitet, zeigt sich der Neubau in nüchterner Zurückhaltung.
Statt monotoner, isolierter Räume gestaltete der Architekt einen abwechslungsreichen und vielseitig nutzbaren Museumsparcours mit großzügigen und hohen, dann wieder kleineren und niedrigeren Sälen. Das Lichtkonzept trägt dem Charakter der einzelnen Säle Rechnung und reagiert sensibel auf ihre konkreten räumlichen Voraussetzungen. So werden die denkmalgeschützten Kunstkabinette der Bestandsbauten durch filigrane SUPERSYSTEM Schienen erhellt, die an kaum sichtbaren Seilen unter der alten Holzdecke schweben. Je nach Bedarf sorgen vertikale Wandfluter für eine flexible, expressive Akzentuierung der Ausstellungsobjekte. Für die allgemeine, kompakte und flexibel gehaltene Beleuchtung sind Dreiphasenschienen mit Strahlern eingesetzt. In den deutlich geräumigeren White-Cube-Räumen des Neubaus sind die TECTON Schienen zusätzlich mit TEMPURA Spotlights in LED-Technologie ergänzt. Deren Farbtemperatur lässt sich, je nach den Bedürfnissen der Kunst, im Bereich von 2.700 bis 6.500 Kelvin einstellen. Das LED-Licht vermeidet außerdem eine Schädigung der Kunstobjekte durch Wärme- oder UV-Strahlung.
Zumtobel. Das Licht.
| Bauherr: | Italienisches Kultusministerium, Rom (IT) |
| Architekt: | Zaha Hadid Architects, Zaha Hadid und Patrik Schumacher, London (GB) |
| Lichtplanung: | Equation Lighting, London (GB) |
| Elektroplanung: | Max Fordham and Partners, OK Design Group, London (GB) |
| Elektroinstallation: | Ciel Spa, Rom (IT) |
Wie eine Skulptur mit nuancenreichem Licht- und Schattenspiel wirkt das Sichtbetongebäude des Museo nazionale delle arti del XXI secolo – MAXXI. Durch Einschnitte und Durchblicke zeichnet das Sonnenlicht helle Muster, Schattenlinien wandern über den weiten Vorplatz, Innen und Außen sind auf subtile Weise verknüpft. Als Vordächer leiten die auskragenden Baukörper den Besucher in das gebäudehohe Foyer. Hier verbinden sich kreuzende Treppen und Stege die fünf Ausstellungsebenen, eine „vertikale Piazza“ inszeniert den Bewegungsfluss. Natürliches Licht flutet vom Glasdach bis zum Boden, fein austariert von einer speziell entwickelten Lichtdecke, in die auch eine indirekte, bei Bedarf zuschaltbare Beleuchtung aus Leuchtstofflampen integriert ist. Dieses kombinierte System sorgt für eine homogene Grundbeleuchtung. Daneben wird Kunstlicht bewusst als Gestaltungsmittel eingesetzt, um die Dynamik der Wegeführung zu betonen. Treppen und Stege werden zu Lichtträgern. Wie Leuchtkästen wirken ihre transluzent schimmernden Unterseiten, die mit Leuchtstofflampen hinter lichtstreuender Folie und Acrylglas bestückt sind.
In den Ausstellungssälen setzt sich die Großzügigkeit der Eingangshalle fort. Mit geraden, gebogenen, geneigten Wänden, mit Gängen, Rampen und Terrassen entwickeln sich die Raumfolgen so überraschend wie vielschichtig. Die Säle verlaufen parallel, kreuzen sich, verschränken sich, bilden kaskadenartige Ebenen, mäandern in verschiedene Richtungen weiter, um dann wieder aufeinanderzutreffen. Die Hauptrolle des Lichtkonzeptes spielt das natürliche Licht. Ergänzend dazu machen komplexe Lichtdecken Farben und Oberflächen naturgetreu wahrnehmbar. In die schmalen Dachträger – mit Betonelementen verkleidete Stahlfachwerkträger – sind alle technischen Elemente integriert: Sie tragen die außen liegenden Gitterroste, die als Sonnenschutz und zur Lichtstreuung dienen, die beiden Glasebenen und die Verdunkelungsrollos. Für eine gleichmäßige Allgemeinbeleuchtung sorgen die auf beiden Seiten der Rippenträger über die gesamte Länge eingebauten, dimmbaren Leuchtstofflampen hinter lichtstreuendem transluzentem Acrylglas. Sonnenblenden und Lichtleistung werden je nach Sonnenstand und gewünschter Beleuchtungssituation vom Lichtmanagementsystem LUXMATE Litenet reguliert. An dem in der Trägerunterseite integrierten Schienensystem können weitere Strahler für die Akzentbeleuchtung, aber auch Beamer und leichte Trennwände montiert werden.
Zumtobel. Das Licht.
| Bauherr: | Dänisches Kulturministerium, Kopenhagen (DK) |
| Bauherr: | Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen, München (DE) |
König Ludwig II. wäre begeistert. Der Monarch, der technischen Neuerungen gegenüber sehr aufgeschlossen war, realisierte auch beim Bau von Schloss Neuschwanstein viele technische Sensationen. Mit einer LED-Beleuchtung macht das Schloss nun den Schritt in das 21. Jahrhundert. So werden die Prunkräume effizient und vor allem schonend beleuchtet. Alle für Besucher zugänglichen Bereiche werden sukzessive mit individuellen LED-Lichtlösungen ausgestattet.
Die größte Sorge der Verantwortlichen ist die starke Belastung der historischen Möbel, Textilien und Malereien durch UV- und Infrarotstrahlung. Um den historischen Raumeindruck nicht zu stören, gilt es so weit wie möglich auf sichtbare Lichtquellen zu verzichten. Eine weitere Vorgabe lautet, bereits vorhandene Befestigungspunkte zu nutzen oder mit Klemmvorrichtungen zu arbeiten, um keinerlei Eingriff in die historische Substanz vornehmen zu müssen.
Vor allem die reduzierten Abmessungen und das UV-strahlungsfreie Licht haben die Verantwortlichen von SUPERSYSTEM sehr schnell überzeugt. Das LED-Lichtsystem ist architektonisch zurückhaltend und setzt gleichzeitig sehr attraktive Akzente – auch aus größeren Abständen. Durch verschiedene optische Aufsätze erzeugen die LED-Spots mit nur 2,5 Watt unterschiedliche Lichtverteilungen. Die prächtigen Farben in der Kuppel des Thronsaals werden mit dem LED-Strahler TEMPURA wirkungsvoll beleuchtet. Durch die Wahl der Farbtemperatur zwischen warmweißem Licht mit 3.000 Kelvin und kaltweißen 6.500 Kelvin lassen sich die Details perfekt betonen und die Museumsverantwortlichen haben so immer die Möglichkeit der Nachjustierung.
Zumtobel. Das Licht.
| Bauherr: | Freistaat Bayern, Bayrisches Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, München (DE) |
| Architekt: | Sauerbruch Hutton, Berlin (DE) |
| Elektroplanung: | Zibell, Willner und Partner, München (DE) |
Buntschillernd und farbenprächtig belebt die Sammlung Brandhorst die Münchner Kunstszene. Auf drei Etagen und 3.200 Quadratmetern erleben Liebhaber der modernen Kunst bei über 700 Bildern, Skulpturen und Installationen einen Genuss der besonderen Art.
Der Bauherr wünschte sich ein Tageslichtmuseum, gebaut nach den neuesten Erkenntnissen der Energieeffizienz, aber ohne Fenster. Die Antwort der Architekten ist ein Konzept, das vertikales Tageslicht in alle Stockwerke einfallen lässt. Die überwiegend geschlossene Gebäudehülle verdankt ihre Lebendigkeit den 36.000 glasierten Keramikprofilen in 23 Farben. Diese Außenfassade mit extravaganter Optik leistet auch ein Beitrag zur Energieeffizienz: Die glasierten Keramikstäbchen reflektieren das Sonnenlicht und verhindern so ein Aufheizen des Gebäudes.
Alle Galerien sind mit weißen Wänden und einem massiven Dielenboden aus dänischer Eiche ausgestattet. Sie bilden damit einen unaufdringlichen Hintergrund, für die – vorwiegend an den Wänden hängenden – Kunstwerke. Vertikal zur Fensterfront installierte TECTON Lichtbandleuchten verleihen der sieben Meter hohen Quergalerie eine besondere Ausstrahlung. Im Obergeschoss kann das Tageslicht ungehindert einfallen und transluzente Textildecken bilden einen sanften Abschluss. Auch der sieben Meter hohe Saal im Souterrain wird mit Tageslicht erhellt. Möglich wird dies durch eine Verschiebung des Grundrisses. Ergänzend lenken TECTON Lichtbandleuchten das Licht homogen in den Raum. In den anschließenden Kabinetten machen farbtemperaturveränderliche TEMPURA LED-Strahler die Werke in ihrer ganzen Pracht erlebbar und beleuchten dabei die wertvollen Skulpturen und Bilder schonend – frei von UV- und IR-Strahlung. Das kleine Restaurant im Foyer lädt zur Erholung ein. Unter filigran von der Decke abgehängten LED-Lichtlinien lässt sich das Gesehene in Ruhe Revue passieren. Die designorientierte LED-Sonderleuchte wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro entworfen.
Zumtobel. Das Licht.
| Bauherr: | Marianne Langen, Meerbusch (DE) |
| Architekt: | Tadao Ando, Osaka (JP) |
| Elektroplanung: | Hans-Peter Bayer Ingenieurbüro, Kaarst Büttgen (DE) |
| Elektroinstallation: | Jürgen Lassig Gmbh & Co. KG, Geilenkirchen (DE) |
| Fotos: | Udo Kowalski, Wuppertal/D, Bernie Boess, Wenen (AT) |
XENO
PANOS
| Bauherr: | Siegfried Weishaupt, Ulm (DE) |
| Architekt: | wwa, Wöhr Heugenhauser, München (DE) |
| Lichtplanung: | a·g Licht, Bonn (DE) |
Mit der Eröffnung der Kunsthalle Weishaupt wird eine der bedeutendsten deutschen Privatsammlungen zeitgenössischer Kunst der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Der beeindruckende Neubau schließt die Neugestaltung des Stadtzentrums Ulm erfolgreich ab. Dabei fügt sich das dreigliedrige Gebäude trotz seiner Größe elegant in das Umfeld ein. Dies gelingt vor allem auch durch die rundum verglaste Eingangshalle, die den Passanten einen Einblick in das Kunstgeschehen gewährt.
Bei der Entwicklung des Lichtkonzeptes wurde auf eine Beleuchtung Wert gelegt, die sich zurückhaltend aber wirkungsvoll in die Gebäudearchitektur integriert. Im Mittelpunkt stand die bevorzugte Nutzung von Tageslicht, das bei Bedarf mit Kunstlicht ergänzt werden kann. Dazu wurde ein Shed-Dach konzipiert, das direktes Tageslicht überwiegend ausblendet und die Menge an einfallendem Tageslicht jederzeit beeinflussbar macht. Die künstliche Beleuchtung wurde mit freistrahlenden TECTON TETRIS Lichtbändern realisiert. In die Shed-Dächer integriert, erreichen diese Leuchten über indirekte Abstrahlung eine dem Tageslicht ähnliche Lichtwirkung. Über ein Steuerungssystem wird das Kunstlicht bei Dämmerung langsam zugeschaltet und übernimmt bei Dunkelheit die Allgemeinbeleuchtung komplett.
Die indirekte Allgemeinbeleuchtung wird durch eine akzentuierte Betonung der Kunstobjekte mit VIVO Strahlern ergänzt. Durch die Kombination aus diffuser Allgemeinbeleuchtung mit der Akzentbeleuchtung entsteht ein spannungsreiches Lichtspiel, das die Kunstwerke optimal in Szene setzt. In Sonderausführung sind einige Strahler auch mit Kameras bestückt. Auf diese elegante Art lassen sich die notwendigen Überwachungsaufgaben ohne störende Zusatzelemente realisieren.
In der unteren Ebene wird das Beleuchtungskonzept des Shed-Daches durch Deckenschlitze nachempfunden, die indirekt mit TECTON TETRIS Lichtbändern beleuchtet werden. In diese Deckenschlitze sind wiederum VIVO Strahler für die Akzentbeleuchtung integriert.
Zumtobel. Das Licht.
| Bauherr: | Dornier Stiftung für Luft- und Raumfahrt, München (DE) |
| Architekt: | Allmann Sattler Wappner Architekten, München (DE) |
| Lichttechnik: | Belzner Holmes, Heidelberg (DE) |
| Elektroplanung: | Rable + Partner, Reutlingen (DE) |
Im Museum heißt ein helles Foyer den Besucher willkommen. TECTON Lichtbänder und VIVO Pendelleuchten sorgen für eine einladende Atmosphäre. Aus dem geräumigen Eingangsbereich mit Cafeteria und Shop gelangt der Besucher in die darüber liegende Museumsbox, die in elf Räumen die Geschichte des Unternehmens Dornier und Stationen der Luftfahrt beleuchtet. Modellflugzeuge, Zeichnungen und andere historische Exponate werden in Glasvitrinen mit Lichtleisten und kompakten LED-Spots punktgenau beleuchtet. Die Lichtplanung kommt ohne Fenster aus und strukturiert die Ausstellungsräume in hellere und dunklere Zonen, die für Abwechslung beim Rundgang sorgen und verschiedene Exponate zu Highlights machen. Im Hangar breitet sich das Herzstück des Museums aus – eine große Halle mit den historischen Flugzeugen, unter denen sich viele Raritäten befinden. SLOTLIGHT Leuchten mit einem Sonderraster sorgen hier für eine verschattungsfreie, gleichmäßige Ausleuchtung.
Für die nächtliche Inszenierung der Außenfassade realisierte James Turrell ein Licht-Kunstwerk, das mit seinem harmonischen Farbverlauf die Wahrnehmung der Besucher in neue Dimensionen führt. Dank einer innovativen 16 bit-Ansteuerung lässt sich der Farbraum der Leuchten auf mehrere Millionen Farben erweitern und bietet einen nahezu unbegrenzten Freiraum in der Lichtkomposition.
Zumtobel. Das Licht.
| Architekt: | Henning Larsen Architects, Kopenhagen (DK) |
| Lichtplanung: | Studio Olafur Eliasson, Berlin (DE) |
Wie ein geschliffener Kristall bäumt sich die Kulisse des neuen Konzerhauses »Harpa« vor dem zerklüfteten Küstensaum am Hafen in Reykjavik auf. Die wabenartigen Elemente der Fassade verdichten sich zu einem schillernden Meer aus verschiedenfarbigen Glanzlichtern. Spiegelungseffekte auf der Wasseroberfl äche stärken die Assoziation eines Naturphänomens und lassen an geheimnisvolle Nordlichter denken. Gemeinsam mit dem dänisch-isländischen Künstler Olafur Eliasson, welcher der Außenhülle ihr charakteristisches Gesicht gab, ist Henning Larsen Architects ein Entwurf gelungen, der die kosmopolitische Hauptstadt Islands um ein funkelndes Konzert- und Konferenzzentrum bereichert. Blaues Licht aus verborgenen Lichtquellen taucht den Vorplatz in eine mystische Stimmung und dringt durch die Glasfelder bis in die Innenräume. Gemeinsam mit Olafur Eliasson entwickelte Zumtobel einen neuen Leuchtentyp, der sich in Form und Farbe fast unsichtbar in die Prismenstruktur der Fassade integriert und sie mit LEDs zum Leuchten bringt. Hinter der kristallinen Außenhülle erwarten die Besucher Musikerlebnisse in einer neuen Dimension. Mit seinen drei Rängen glüht der große Konzertsaal in loderndem Rot und wurde nach einem der schönsten Vulkane auf Island »Eldborg« genannt, was soviel wie »Feuerburg« bedeutet.
Zumtobel. Das Licht.
