Referenzen

Mathematisch-Physikalischer Salon im Zwinger
Dresden, Deutschland
Bauherr: Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB), Dresden (DE)
Architekt: Ausstellung: Holzer Kobler Architekturen GmbH, Zürich (CH); Hochbau: Büro Lungwitz, Dresden (DE)
Lichtplanung: Lichtvision Design & Engineering GmbH, Berlin (DE)
Elektroplanung: Elektro Ing-Plan GmbH, Dresden (DE)
Elektroinstallation: Elektro Dresden West, Dresden (DE)
Nach sechs Jahren Sanierung ist der Mathematisch-Physikalische Salon im Dresdner Zwinger seit April 2013 wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. Das Experimentalkabinett des sächsischen Kurfürsten wurde 1728 gegründet und ist heute das älteste Museum innerhalb des Gebäudekomplexes. Die neue Ausstellungsgestaltung von Holzer Kobler unterstreicht die Architektur des barocken Gebäudes und bietet fast doppelt so viel Raum für die faszinierende Sammlung der historischen wissenschaftlichen Instrumente.

Große Exponate werden freistehend präsentiert, während vor allem kleine und besonders empfindliche Objekte von Glasvitrinen geschützt sind. Die Lichtlösung übernimmt vor diesem Hintergrund eine wichtige Rolle: Sie begleitet den Besucher durch die Galerien und Pavillons, erleichtert die Orientierung und sorgt gleichzeitig mit einer gezielten und schonenden Inszenierung für das authentische Erleben der Objekte. Eine bedeutende Veränderung im Rahmen der Neukonzeption war die Entscheidung für eine 100-prozentige LED-Lichtlösung.

Die minimalistischen LED SUPERSYSTEM-Spots integrieren sich zurückhaltend und überzeugen mit geringem Energieverbrauch sowie hervorragender Lichtqualität. Dadurch, dass die neue Generation LED-Leuchten deutlich weniger Wärme abstrahlt und ihr Licht nahezu frei von IR- und UV-Strahlen ist, werden höchste konservatorische Aspekte erfüllt. Eine ausgezeichnete Farbwiedergabe von über Ra 90 ermöglicht das natürliche Erleben der Exponate in ihrer unterschiedlichen Materialisierung und Farbigkeit. Je nach Beleuchtungsaufgabe wurde SUPERSYSTEM in allen Ausstellungsräumen sowie den öffentlichen Bereichen als Deckeneinbau-, Anbau- oder Pendelleuchte eingesetzt.

Ein weiteres charakteristisches Element der neuen Lichtlösung ist das Zusammenspiel von Tages- und Kunstlicht. Dank integrierter DALI-Einheit ist SUPERSYSTEM mit diversen Lichtmanagementsystemen kompatibel. So können die Spots in sinnvollen Steuerungsgruppen auf die vorherrschende Lichtsituation und auf die für die jeweiligen Objektkonstellationen idealen Lichtstärken eingestellt werden.

Zumtobel. Das Licht.

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Lichtlösung
Museo Jumex
Mexiko City, Mexiko
Bauherr: Eugenio Lopez, Mexico City (MX)
Architekt: David Chipperfield Architects, London (UK)
Lichtplanung: Arup, London (UK)
Ausführungsplanung: TAAU –Taller Abierto de Arquitectura y Urbanismo, Mexico City (MX)
Zur Architekturelite gehört David Chipperfield längst. Durch den ihm eigenen Umgang mit Raum, Material und Licht schafft er Gebäude von besonderer Klarheit und Ruhe. Spätestens mit dem Neuen Museum Berlin, seinem bislang umfassendsten Projekt, gilt der Brite weltweit als Spezialist für komplexe Museumsbauten. Für die bedeutende Kunstsammlung Jumex hat Chipperfield nun in Mexico City ein Museum fertiggestellt, das mit fließenden Räumen und gekonnter Lichtführung überzeugt. Polanco, im Westen Mexico Citys gelegen, ist eines der gehobenen Viertel der Hauptstadt. Dort wurde in den vergangenen Jahren im Rahmen der Umsetzung eines umfassenden städtebaulichen Masterplans ein ehemaliges Industrieareal am Rande des Gebietes neu erschlossen. Zwischen den Glasfassaden von Geschäftsgebäuden und Apartmentblöcken, die hier das Stadtbild prägen, fällt ein zurückhaltend monolithischer Bau mit gezackter Dachstruktur ins Auge: David Chipperfields Entwurf, welcher der Privatsammlung des mexikanischen Fruchtsaftimperiums Jumex ein neues Zuhause gibt.

Edle Hülle für die Kunst
Formal erinnert das Gebäude an Industriehallen, wie sie in Ecatapec am Rande der Stadt stehen. Dort wurde die Privatsammlung – sie gilt als die größte zeitgenössischer Kunst in Lateinamerika mit Arbeiten von Jeff Koons, Andreas Gursky und Gabriel Orozco – bislang in einer Halle auf dem firmeneigenen Werksgelände ausgestellt. Während der Großteil der Verwaltung und das Depot dort geblieben sind, fungiert Chipperfields Bau im Stadtzentrum als neuer Satellit mit 4.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche.

Die räumliche Trennung der beiden Funktionsbereiche kommt dem Museumskonzept, bei dem Flexibilität eine zentrale Rolle spielt, zugute: Ein deutlich verschlankter Verwaltungsbereich ist zusammen mit den temporären Lager- und Funktionsräumen im Untergeschoss des insgesamt vierstöckigen Gebäudes untergebracht. Alle weiteren Etagen können damit komplett für Ausstellungsaktivitäten genutzt werden. Die angenehmen klimatischen Bedingungen Mexico Citys spiegeln sich vor allem im offenen Charakter des Erdgeschosses wider: Außen und Innen verschmelzen hier, denn das Gebäude sitzt auf einer Säulenstruktur, die den Besuchern einen Zugang von allen Seiten ermöglicht. Großflächige Verglasungen und breite Holztore, die den Eingang definieren, geben den Blick auf die Umgebung frei.

Präzise Mischung von Kunst- und Tageslicht
Das Beleuchtungskonzept folgt David Chipperfields Gefühl für die präzise Mischung von natürlichem und artifiziellem Licht. Punktuell führt er den Blick des Besuchers nach draußen und konzentriert im Gegenzug die Lichtquellen auf allen Etagen bedacht auf die Ausstellungsflächen. In Bezug auf die Planung und Umsetzung eines idealen Lichtdesigns stellte das flexible Raumkonzept des Museums eine besondere Herausforderung dar. In enger Zusammenarbeit mit Planungsteams von Arup und Zumtobel erarbeitete das Büro Chipperfield konkrete Beleuchtungsszenarien für unterschiedlichste Ausstellungsituationen. Mit dem Ziel, ein System zu konfigurieren, das dem schlichten Charakter des Gebäudes entsprechend effizient und einfach zu bedienen ist.

So liegt der Schwerpunkt im Erdgeschoss und im ersten Stock auf einer variablen Gesamtbeleuchtung. Für das Bespielen mit Veranstaltungen, Konferenzen und Workshops konzipiert, werden diese zwei Etagen durch spezielle, in die Decke eingelassene ARCOS-Leuchten illuminiert. Sie ermöglichen einerseits eine zurückhaltende, homogene Installation, andererseits eine spezifische Ausleuchtung einzelner Bereiche. Sollen zusätzlich temporär Exponate oder dreidimensionale Objekte wie Skulpturen beleuchtet werden, können LED-Downlights gegen die ARCOS-Leuchten ausgetauscht werden.

LED-Strahler ARCOS
Die zwei oberen Etagen sind jeweils in vollem Umfang als Ausstellungsfläche angelegt und entsprechend mit Lichttechnik ausgerüstet. Mit fünf Metern Raumhöhe kann der zweite Stock durch Zwischenwände unterteilt werden. Tageslicht gelangt durch ein nach Norden gerichtetes Fenster mit Terrassenzugang in den Raum, textile Vorhänge schützen bei Bedarf vor Blendung und ermöglichen dennoch den Blick nach draußen. Die Etage wird zusätzlich über ein in die Decke eingelassenes Schienensystem ausgeleuchtet, das auf jedwede Ausstellungssituation angepasst werden kann. Spots lassen sich ausrichten und regulieren und ermöglichen sowohl eine Grund- als auch eine Akzentbeleuchtung.

Hier kommt ARCOS mit einer eigens für dieses Projekt entwickelten technischen Ausrüstung zum Einsatz: Den Strahler mit minimaler Baugröße hat David Chipperfield 2008 für Zumtobel entworfen und 2013 überarbeitet. Um eine gestalterisch wie technisch innovative Leuchte für höchste konservatorische Anforderungen zu entwickeln, brachte der Architekt seine umfassende Erfahrung im Museumsbau ein. Die Erprobung im Raum war ihm dabei besonders wichtig. Außerdem stets im Fokus: die Perspektive des Benutzers, die Chipperfield selbst einnahm.

Kooperativer Designprozess
Mit dem Jumex Projekt nahmen Zumtobel und David Chipperfield den kooperativen Designprozess für einige Individuallösungen wieder auf: Für die beiden Ausstellungsetagen konzipierte das Leuchten-Entwicklungsteam für ARCOS einen verlängerten Arm, Einzelfassungen und LED-Versionen mit einer exzellenten Farbwiedergabe (Ra 90) und 4.000 K Farbtemperatur. Diese werden auch im 3. Obergeschoss zur Akzentbeleuchtung eingesetzt. Ein Lichtbandsystem sorgt für die gleichmäßige Ausleuchtung der Etage – denn die komplexe Dachgeometrie erfordert ein detailliert ausgearbeitetes Szenario für das Zusammenspiel von natürlichem und künstlichem Licht. Durch Oberlichter in den sägezahnähnlichen Zacken fällt Tageslicht in das Geschoss. Mittels eines mehrlagigen Systems aus mattem Glas und semitransparentem Acryl wird es gestreut und über mattweiße Jalousien in den Raum geleitet.

Bei Nacht und geringerer Lichtintensität stellen das in den Oberlichtern angebrachte Lichtbandsystem ZX2 und die konfigurierten ARCOS-Strahler mit speziellen Linsen und Filtern eine bestmögliche Lichtqualität im Sinne einer homogenen Ausleuchtung der Exponate sicher. Auch hier kann die Raumdramaturgie der insgesamt 860 Quadratmeter flexibel verändert und unterteilt werden, ohne dass die Großzügigkeit verloren geht. Für eine zusätzliche, akzentuierte Beleuchtung von Einzelobjekten im Raum sind weitere Lichtleisten eingepasst. Die jeweilige Regulierung der Leuchten in den Galerie- und Büroräumen erfolgt über das Lichtmanagementsystem LUXMATE BASIC.

Zumtobel. Das Licht.

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Lichtlösung
Museo del Duomo
Mailand, Italien
Bauherr: Veneranda Fabbrica del Duomo, Mailand (IT)
Architekt: CanaliAssociatisrl, Parma (IT)
Lichtplanung: CanaliAssociatisrl, Parma (IT)
Der Mailänder Dom ist eine der architektonisch bedeutendsten Kirchen Europas. Das Dom-Museum im Palazzo Reale erzählt die Geschichte des Doms – von der Grundsteinlegung im Jahr 1386 bis in die Gegenwart. Im Hinblick auf die Expo 2015 und um die umfassende Sammlung, bestehend aus wertvollen Skulpturen, Malereien, Kirchenfenstern und Modellbauten des Doms, in ihrer Komplexität zugänglich zu machen, wurde das Museum für einige Jahre geschlossen und restauriert. Mit der Wiedereröffnung im November 2013 hat die Ausstellung mehr Raum erhalten und präsentiert sich in einem neuen Licht.

Auf rund 2.200 qm, unterteilt in 27 Säle mit 13 Themenbereichen, begibt sich der Besucher auf eine spannende Zeitreise. Mit einer zurückhaltenden Formensprache und präzisen Anpassungsfähigkeit der Lichtlösung stellt Zumtobel die Weichen für das authentische Erleben und blendfreie Entdecken der Exponate.

Historische Lichtblicke
Das Herzstück der Ausstellung sind die Modellbauten des Doms aus unterschiedlichen Materialien wie Gips, Bronze und Holz, darunter das größte, begehbare und zugleich älteste Modell aus Holz im Maßstab 1:20. Mit akzentuierten Bereichen aus Licht und Schatten wird das natürliche Sonnenlicht nachempfunden und das historische Modell aus dem Jahr 1519 zum Leben erweckt.

Diese gelungene Inszenierung basiert in erster Linie auf den höchst effizienten ARCOS Xpert LED-Strahlern. Mit der direkt am Strahler anpassungsfähigen Farbtemperatur und einstellbaren Wechseloptiken tragen sie der Vielseitigkeit und unterschiedlichen Materialisierung der Exponate Rechnung. Um die Plastizität der Skulpturen herauszuarbeiten und harte Schatten zu vermeiden, wurde beispielsweise mit Weichzeichnerlinsen und akzentuiertem Licht aus verschiedenen Positionen gearbeitet. Hinzu kommt die exzellente Farbwiedergabe von Ra 94 und das UV- und IR-freie LED-Licht, das die Exponate schont. Darüber hinaus treten die Leuchten durch ihr puristisches Design in den Hintergrund und überlassen den Exponaten die Bühne.Während in den Ausstellungsräumen in erster Linie ARCOS Xpert Strahler die Inszenierung der Exponate übernehmen, kamen in den Nebenräumen die hocheffizienten LED-Downlights PANOS Infinity zum Einsatz sowie das Lichtbandsystem TECTON und die Lichtlinie LINARIA.

Die Organisation Veneranda Fabbrica war vor über 600 Jahren gegründet worden mit dem Auftrag, den Bau des Mailänder Doms zu überwachen. Heute stellt sie in erster Linie den Erhalt und die Restaurierung sicher. Einer ihrer wohlbehüteten Juwelen ist neben dem Museum das Archiv in dem Gebäude gegenüber des Doms. Über 500.000 Zeitzeugnisse und Dokumente, die bis ins Jahr 1145 zurückgehen, sind hier in der Piazza Duomo 20 zu sehen. Für die lichtempfindlichen Dokumente schafft die Einbauleuchte PERLUCE ein schonendes Licht, das gleichzeitig den Mitarbeitern ideale Lichtverhält-nisse für ihre Arbeit bietet.

Mit diesem Zusammenspiel von Flexibilität und Lichtqualität, der Erfüllung konservatorischer Aspekte ebenso wie der hohen Energieeffizienz überzeugte die Lichtlösung Bauherren und Architekten gleichermaßen. In einer intensiven Planungsphase und mit Hilfe mehrerer Musteraufbauten wurde gemeinsam ein individuelles Beleuchtungskonzept entwickelt, das mit einem brillanten Ergebnis begeistert.

Zumtobel. Das Licht.

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Lichtlösung
Kunstkammer Wien
Wien, Österreich
Bauherr: Kunsthistorisches Museum Wien, Wien (AT)
Architekt: HG Merz, Stuttgart, Berlin (DE)
Lichtplanung: Die Lichtplaner, Limburg (DE); Symetrys, Lustenau (AT)
Elektroinstallation: IB Süd, Wien (AT)
Mit dem Ziel, die Geschichte der habsburgischen Sammlung und ihrer wichtigsten Persönlichkeiten einem interessierten Publikum von heute nahezubringen, wurde die Kunstkammer im März 2013 nach über 10 Jahren der Schließung wiedereröffnet. Höchste konservatorische Anforderungen, inhaltlich-didaktische Kriterien, aber auch emotionale und ästhetische Faktoren spielten bei der Neuaufstellung der Kunstkammer gleichermaßen eine wichtige Rolle. Dabei könnten die rund 2.000 Objekte in ihrer Beschaffenheit nicht unterschiedlicher sein: Zu den Höhepunkten zählen herausragende Goldschmiedearbeiten wie die berühmte Saliera von Benvenuto Cellini, ausgewählte Skulpturen wie die Krumauer Madonna, meisterhafte Bronzestatuetten, filigrane Elfenbeinarbeiten, aber auch wertvolle Uhren, Spiele und wissenschaftliche Instrumente.

Mit einer maßgeschneiderten LED-Lichtlösung ist es Zumtobel gelungen, eine fein differenzierte, schonende und effektvolle Beleuchtung der verschiedenen Exponate zu erzielen. Das Herzstück der Lichtlösung ist das gemeinsam mit dem dänisch-isländischen Künstler Olafur Eliasson entwickelte Zumtobel Masterpiece Starbrick. Mit schlichter Eleganz und Multifunktionalität ist der Starbrick der einzige Vertreter zeitgenössischer Kunst und modernster Technologie in den erstmals 1891 eröffneten Räumen des Museums. Insgesamt 51 Starbrick-Formationen bestehend aus je vier Starbrick-Modulen wurden installiert, wobei es sich um eine Sonderanfertigung für die Inszenierung der einzigartigen und sensiblen Kunstobjekte handelt. Integrierte Supersystem Spots sorgen für zusätzliches Direktlicht, während ein Panos Infinity Modul das Indirektlicht unterstützt und eine nach unten strahlende Fläche des Starbricks gleichzeitig als Sicherheitsbeleuchtung dient.

Neben den LED-Supersystem Wandstrahlern kamen auch in den Vitrinen Supersystem Einzelspots zum Einsatz. Gerade in den Vitrinen, jede ein hochsensibles geschlossenes System, machen sich die Vorzüge der LED-Technologie bemerkbar. So punkten die Leuchtdioden nicht nur mit einer hohen Lebensdauer und Energieeffizienz verbunden mit geringem Wartungsaufwand, sondern garantieren auch eine wirkungsvolle und gleichzeitig schonende Präsentation. Zudem lassen sich die Lichtfarben individuell auf Farbe und Materialität der Exponate abstimmen, so dass sie ihre ganze Magie entfalten können und für den Besucher authentisch erlebbar sind.

Dr. Sabine Haag   „Wir wollten diese einzigartige Sammlung buchstäblich ins rechte Licht rücken.“
Dr. Sabine Haag, Generaldirektorin Kunsthistorisches Museum Wien

Bereits das Kunsthistorische Museum selbst ist ein begehbares Gesamtkunstwerk. Hinzu kommt die Einzigartigkeit und Vielseitigkeit der Sammlung, die den Erfolg und die Faszination der Kunstkammer Wien ausmachen. Im Hinblick auf die Neu-Aufstellung lag die Herausforderung vor allem darin, eine zeitgemäße Inszenierung zu schaffen, diese aber nicht vordergründig werden zu lassen, sondern in den Dienst der Objekte zu stellen.

So ist eine Sammlung, die elf Jahre lang nicht für die Öffentlichkeit zugänglich war, heute in ihrer Modernität, Vielschichtigkeit und absoluten Qualität erlebbar. Durch die intelligente Integration des Tageslichts ergibt sich zudem eine sanfte Modulation, so dass sich die Sammlung im Sommer in einer anderen Lichtstimmung präsentiert als im Winter, respektive im Morgenlicht dem Besucher eine andere Erfahrung bietet als abends.

„Was die Objekte aus dem 16. Jahrhundert bereits zeigen, findet eine Fortführung in den Starbrick-Lustern.“

Voraussetzung für die Installation der Luster war die Funktionalität, weshalb der Starbrick gemeinsam mit Olafur Eliasson für die tatsächlichen Räumlichkeiten modifiziert wurde. Natürlich waren sich Frau Dr. Haag und ihr Team bewusst, dass die Integration eines zeitgenössischen Elements in ein historisches Gesamtkunstwerk polarisieren könnte. Aber schließlich spiegelt der Starbrick vieles wider, was sich auf der Ebene der Exponate bereits entwickelt hat. Wie die Objekte aus dem 16. Jahrhundert repräsentiert er die Verbindung aus modernster Technologie, Kunst, absoluter Perfektion und einer ansprechenden Ästhetik, nicht zuletzt ist die kristalline Form auch in vielen der Objekte zu finden. Und so entsteht auf einer Raumhöhe von sechs Metern eine zweite Ebene mit Kunstwerken, die anders als die Ausstellungsstücke eine tatsächliche Funktion übernehmen.

„Für uns war klar, dass wir für die beste Sammlung weltweit auch nur mit den besten Partnern zusammenarbeiten wollten.“

Selbstverständlich war die nachhaltige Sicherung der Objekte von oberster Priorität. Die Entscheidung für eine schonende und authentische LED-Beleuchtung lag vor diesem Hintergrund auf der Hand. Neben dem Bestreben gemeinsam etwas Innovatives, Zukunftsweisendes zu schaffen, das im Gegensatz zu einer Sonderausstellung für Jahrzehnte Gültigkeit bewahren soll, waren es vor allem das Vertrauen in die Kompetenz der Partner und deren Bekenntnis zu einer kompromisslosen Qualitätsbereitschaft, welche die Zusammenarbeit in diesem Projekt geprägt haben.


HG Merz   „Diese Sammlung ist mit das Wichtigste, das ich in meinem Berufsleben ausstellen werde.“
HG Merz, Architekt und Museumsgestalter


Während die fachliche Seite durch die Wissenschaftler abgedeckt wird, ist es für HG Merz wichtig, bei der Konzeption einer solchen Ausstellung auch auf die Seite des Besuchers zu wechseln. Dabei schätzt er die Möglichkeiten, die sich aus den neuen Medien ergeben, um die Geschichte hinter den Exponaten zu erzählen und dadurch auch eine Ausstellung auf mehreren Ebenen zugänglich zu machen.

„Die Magie dieser architektonisch außergewöhnlichen Räume ist sehr stark abhängig vom Licht.“

Auch beim Licht versetzt er sich in die Rolle des Besuchers. Die Lichtgestaltung ist maßgeblich dafür verantwortlich, dass die Magie der Objekte und der Räume bewahrt wird. So wurde mit unterschiedlichen Lichtstimmungen gearbeitet: Einerseits um auf die bestehende Architektur der Kunstkammer einzugehen und ihre expressive Deckengestaltung, Farben und Materialien hervorzuheben, andererseits um die Gegenstände selbst in den Mittelpunkt zu rücken. Neben den Räumlichkeiten, die ursprünglich nicht als eine klassische Kunstkammer genutzt wurden und ihrer Möblierung lag die Herausforderung vor allem in der Vielzahl und der Heterogenität der Exponate.

„Licht soll sichtbar sein.“

Während bei der Lichtlösung für die Ausstellungsmöbel der dienende Charakter im Vordergrund stand, waren die Anforderungen an einen Luster weit vielschichtiger. Er sollte nicht einfach nur Licht in den Raum bringen, sondern auch Funktionen übernehmen. Mit dem Starbrick von Eliasson ist es gelungen, ein Kunstobjekt zu integrieren, das sämtliche Anforderungen erfüllt und gleichzeitig eine andere, zeitgenössische Ebene in die Räume bringt.


Franz Kirchweger   „Die große Bereitschaft auf allen Seiten, auf den anderen zuzugehen, um gemeinsam das Bestmögliche als Team zu schaffen, macht den Erfolg dieses Projekts aus.“
Dr. Franz Kirchweger, Kurator Kunsthistorisches Museum Wien

Die Neuaufstellung der Kunstkammer war mit einem gewissen Spannungsfeld verbunden, denn der historische Bau aus dem 19. Jahrhundert war nie wirklich an die Bedürfnisse eines modernen Museum adaptiert worden, was diverse Anpassungen in der Bausubstanz erforderte. Zudem sollte die Präsentation gleichermaßen wissenschaftlichen, konservatorischen als auch ästhetischen Anforderungen gerecht werden und dabei den Besucher in ihren Bann ziehen. Gemeinsam mit HG Merz wurde ein Ausstellungskonzept entwickelt, das die historische Architektur berücksichtigt, aber auch inhaltlich neue Akzente und Themenschwerpunkte setzt, so dass der Besucher einen neuen Zugang zu den wertvollen Ausstellungsstücken bekommt.

„Das Kunstlicht soll das authentische Erlebnis der Objekte ermöglichen: Holz, das aussieht wie Holz, ein Bergkristall, der in seiner ganzen Vielschichtigkeit aufstrahlt und nicht nur aussieht wie Glas.“

Aus dem Bestreben die ursprüngliche Idee des Gebäudes als Tageslichtmuseum aufrecht zu halten, ergaben sich für die Lichtgestaltung einige Besonderheiten. Zudem erforderte die Architektur mit ihren hohen Decken und sehr großen Sälen einen innovativen Ansatz, um eine angenehme und einladende Atmosphäre zu erzielen. Durch die Installation der Luster ist es gelungen ein allgemeines Raumlicht zu schaffen, das gleichzeitig auch als hochwertiges funktionelles Licht dient. Insbesondere bei den Skulpturen, die aufgrund ihrer Dreidimensionalität ganz andere Bedürfnisse an das Licht stellen als Gemälde, werden diese Vorzüge sichtbar.

Als in der Planungsphase die Entscheidung für das Leuchtmittel getroffen werden musste, war bereits abzusehen, dass es möglich ist, mit LED ein sehr gutes Ergebnis zu erzielen. Durch den technologischen Fortschritt in den letzten Jahren übertrifft das Ergebnis sogar die Erwartungen: Die Materialität und die Farbigkeit der Objekte ist authentisch erlebbar und wird bestmöglich zur Geltung gebracht, gleichzeitig wird die LED den konservatorischen und nahhaltigen Ansprüchen gerecht.


Olafur Eliasson   „In der Geschichte der Kunst wurden schon oft Gesetzmäßigkeiten und die Herstellung von Wirklichkeit hinterfragt, deshalb passt der Starbrick sehr gut in die Kunstkammer.“
Olafur Eliasson

Kunst und Industriedesign haben mehr gemeinsam als man denkt. Kunst ist die Sprache, deren Anspruch und Qualität davon abhängen, was man mit ihr sagt. Industriedesign ist für Eliasson vielmehr eine Methode, um eine künstlerische Aussage zu treffen. Der Starbrick ist ein Kunstwerk, das sich von dem elitären Status der Kunst löst und über das Prinzip der Vervielfältigung deutlich zugänglicher ist. Als System, das aus einzelnen Modulen zusammengesetzt wird, ist der Starbrick ein Werk, das nie endet und immer weiter und aufs Neue geformt werden kann. So ist der Starbrick ein Element, das sich kombinieren und ergänzen lässt, aber auch eine Leuchte, die Teil eines größeren Ganzen ist. Für die Installation in der Kunstkammer Wien wurde das Licht des Starbrick aufgrund der Deckenhöhe zwar etwas verstärkt, seine Form blieb aber unverändert. Abgestimmt auf die historischen Räumlichkeiten entsteht eine ganz individuelle Starbrick Formation.

Über den Starbrick
Aus der engen Zusammenarbeit mit internationalen Architekten, Designern und Künstlern sind inzwischen vier individuelle Licht-Kunstwerke, die Masterpieces, entstanden. Der Starbrick ist ein vielseitig einsetzbares Lichtmodul. Seine geometrische Grundform besteht aus einem Würfel, auf dessen sechs Grundflächen jeweils weitere Kuben im Winkel von 45° aufgesetzt sind. Diese Kuben können als Verbindungselemente dienen, um mehrere Module miteinander zu kombinieren.

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Zumtobel. Das Licht.

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Lichtlösung
Musiktheater Linz
Linz, Österreich
Bauherr: Land Oberösterreich
Architekt: Terry Pawson Architects, London (UK)
Lichtplanung: Wagner & Partner, Linz (AT)
Elektroplanung: Wagner & Partner, Linz (AT)
Elektroinstallation: Elektrizitätswerk Wels (AT)
Die Stadt Linz schmückt sich mit einem neuen kulturellen Wahrzeichen: Das Musiktheater Linz gilt als eines der modernsten Opernhäuser Europas: Außergewöhnlich gut aufgestellt präsentiert das Haus neben Oper, Schauspiel, Tanz und jungem Theater auch eine Musical-Sparte inklusive fest engagiertem Ensemble. Die imposante Bühne, ein großzügiger Zuschauerraum für 1200 Gäste und Monitore in den Vordersitzen für die Pausenbestellung gestalten den Theaterbesuch künftig noch angenehmer. Nach einem Entwurf des britischen Architekten Terry Pawson erstreckt sich der Gebäudekomplex auf 55.000 Quadratmetern und schließt direkt an den Stadtpark, genannt „Volksgarten“ an. Der Neubau beherbergt neben dem Bühnen- und Zuschauerbereich auch Werk-stätten, Proben- und Lagerräume. Mit Blick auf die vielen verschiedenen Aufgaben vor und hinter der Bühne hat Zumtobel ein effizientes Lichtkonzept entwickelt, welches das Tageslicht mit einbezieht und eine Notbeleuchtung integriert.

Lichtmanagement für höchste Effizienz
Das Musiktheater ist als Niedrigenergiehaus gebaut und dank großzügiger Glasflächen im Erdgeschoss von Tageslicht durchflutet. Die Lichtlösung von Zumtobel unterstützt das energiesparende Konzept durch den Einsatz des Lichtmanagementsystems LUXMATE Litenet in Kombination mit hocheffizienten Leuchten. LUXMATE steuert die Beleuchtung, das Notlicht und den Sonnenschutz des Gebäudes über eine zentrale und leicht zu bedienende Einheit. Ein Tageslicht-Messkopf misst außerdem das einfallende Licht und sorgt dafür, dass in jedem Raum nur so viel Kunstlicht beige-steuert wird, wie es eine optimale Beleuchtung erfordert. Bewegungssensoren unterstützen die Effizienz der Lösung ebenfalls. LUXMATE integriert darüber hinaus die Steuerung der Jalousien. Im automatisierten Betrieb passen sie sich der Sonneneinstrahlung an, so dass Blendung und Überhitzung verhindert werden. Neben Luxmate ermöglicht auch die Wahl der richtigen Leuchte den Energiebedarf der Lichtlösung maßgeblich zu senken und dabei jeden Bereich des Theaters ideal zu beleuchten. So können die Energiekosten um bis zu 50 Prozent verringert werden.

Vielseitige Leuchten für anspruchsvolle Aufgaben
Zumtobel setzt dafür modernste Lichttechnologie und hocheffiziente Leuchten ein. In den Gängen und im Foyer des Musiktheaters sorgen unter anderem die quadratischen Downlights PANOS Q für eine gleichmäßige Ausleuchtung und optimale Lichtverteilung. Die hochwertigen Bilder in diesem Bereich des Hauses setzen die Strahler ARCOS im minimalistischem Design in Szene. Das UV- und IR-freie LED-Licht schont dabei die Kunstwerke. Im Theaterrestaurant positionierte Zumtobel ein dekoratives Highlight. Die kugelförmige Pendelleuchte SCONFINE Sfera schafft eine angenehme Grundbeleuchtung dank eines verspiegelten, bronzefarbenen Leuchtenkörpers. Als Leuchtmittel lassen sich sowohl LED als auch Kompaktleuchtstofflampen verwenden. Die LED-Strahler CARDAN liefern ergänzend dazu eine kräftige und präzise Akzentbeleuchtung unter anderem im Bereich der Tische. Hinter den Kulissen ermöglichen die Lichtlinien Slotlight II ideale Lichtverhältnisse in den Proberäumen. Darüber hinaus erzeugt die Hallenreflektorleuchte VALUE im hinteren Bühnenbereich optimales Licht für den Kulissenaufbau. Die Beleuchtung der Büros übernimmt die Leuchte MILDES LICHT V. Dem Tageslicht ähnlich sorgen die Leuchtstofflampen für eine gleichmäßige Lichtverteilung ohne Blendung und eine angenehm helle Atmosphäre. Ergänzend tritt die Pendelleuchte ECOOS auf, die sowohl indirektes und direktes als auch seitliches Licht in jede beliebige Richtung abgeben kann. Für den Notfall stattete Zumtobel das Theater mit rund 1500 Sicherheits- und LED-Rettungszeichenleuchten aus, dazu gehören unter anderem Resclite und Cubesign zur Fluchtwegmarkierung. Die Notbeleuchtung wird über ein autarkes Stromnetz versorgt und mit Hilfe von DALI ebenfalls über das Lichtmanagementsystem Litenet gesteuert und überwacht. Für eine effektvolle Außenbeleuchtung des Gebäudes setzt Zumtobel die hocheffizienten LED-Strahler PAN und ELEVO ein, die sich besonders für eine akzentuierte Fassadenbeleuchtung eignen.

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Lichtlösung
Vorarlberg Museum
Bregenz, Österreich
Bauherr: Land Vorarlberg (AT)
Architekt: Cukrowicz Nachbaur Architekten, Bregenz (AT)
Lichtplanung: conceptlicht at, Manfred Draxl, Mils (AT)
Elektroinstallation: Hiebeler + Mathis, Hörbranz (AT)
Das neue „vorarlberg museum“ ist ein architektonisches und kulturelles Juwel, das sich im Herzen der Stadt Bregenz einen prominenten Platz erobert hat. Bereits seit 150 Jahren bewahrt es Zeugnisse aus Kunst und Kultur des Landes Vorarlberg. Nun wurde die altehrwürdige Kunstsammlung in ein zeitgemäßes Museum verwandelt, das schon von außen die Neugier der Besucher weckt. Das Konzept der Architekten Cukrowicz Nachbaur beruht auf dem Prinzip des Weiterbauens und verbindet auf faszinierende Weise Tradition und Fortschrift des Landes Vorarlberg. Das denkmalgeschützte Verwaltungsgebäude wurde mit zwei Geschossen vertikal erweitert und um einen fünfgeschossigen Neubau nebenan ergänzt. Der Blick des Betrachters bleibt schnell am ungewöhnlichen Relief der Fassade hängen, das durch die nach dem Zufallsprinzip angeordneten 16.656 Abgüsse von PET-Flaschenböden geprägt ist. Sie stehen exemplarisch für Vorarlberg als Wirtschaftsstandort von internationaler Relevanz, ist hier doch der Hauptsitz von Alpla, Weltmarktführer für Verpackungslösungen. Im Inneren bilden die verschiedenen Ausstellungsbereiche das Herzstück des Museums und stellten bei der Wahl der richtigen Beleuchtung die größte Herausforderung dar. Für die Inszenierung von rund 150 Jahren Geschichte des Landes Vorarlberg setzten die Planer und Architekten deshalb auf die Expertise von Zumtobel.

90 Prozent Sonderlösungen für ideale Beleuchtung
Eine optimale Beleuchtung für die unterschiedlichen Bereiche des Museums, die sich flexibel und schnell anpassen lässt, war ein wichtiger Baustein bei der Neugestaltung des Hauses. Im Hinblick auf bauliche und technische Anforderungen entwarf Zumtobel in Zusammenarbeit mit dem Lichtplaner Manfred Draxl für das Museum ein maßgeschneidertes Lichtkonzept, das eine effiziente und schonende Beleuchtung mit hoher Lichtqualität und idealer Farbwiedergabe verbindet. Alle Bereiche des Museums werden zudem einheitlich mit einer warmweißen Farbtemperatur von 3000 Kelvin ausgeleuchtet – das schafft eine optimale Beleuchtung der Exponate und eine angenehme Atmosphäre für die Besucher und Mitarbeiter gleichermaßen.

Rund 90 Prozent der Lichtlösung sind Sonderanfertigungen, dazu zählen mehr als 1400 Sonderleuchten. Darüber hinaus konstruierte Zumtobel für die Ausstellungsbereiche und das Foyer sogenannte Multifunktions-Monopoints (MMP), durch die trotz leicht-konischem Gebäudegrundriss eine zurückhaltende homogene Installation erreicht werden konnte. Die MMPs sind Betoneinbautöpfe mit einem Durchmesser von 90 Millimetern. Rasterförmig in die Decke eingelassen ermöglichen sie eine flexible Anbindung von Leuchten, Lautsprechern oder Schwerlastelementen. Der MMP erkennt dabei automatisch, ob eine Leuchte montiert ist und vernetzt sie mit dem zentralen Lichtmanagementsystem LUXMATE Litenet. Mit Hilfe von LUXMATE lässt sich die gesamte Lichtlösung des Museums einfach und präzise steuern. Das System verbindet komplexe Eigenschaften zu einer zentralen Einheit, die dank speziell entwickelter grafischer Oberflächen über Smartphones und Tablets bedient und konfiguriert werden kann. Ergänzend dazu entwickelte Zumtobel für die Beleuchtung der Ausstellungsräume ein besonderes Adressierungskonzept für nachträglich installierte Leuchten, die sich damit sofort in die bestehende Lichtlösung integrieren lassen.

Innovative Leuchten für anspruchsvolle Aufgaben
Für eine homogene vertikale Wandbeleuchtung mit dem Lichtschwerpunkt auf Augenhöhe setzt Zumtobel Wallwasher als abgehängte Pendelleuchten mit einer Länge von 470 Millimetern ein. Zwei schwenkbare LED-Leuchten – als einfache Spot-Einbauvariante und als abgehängte Variante mit fünf integrierten Spots – ermöglichen darüber hinaus eine akzentuierte Beleuchtung der Ausstellungsobjekte. Sie zeichnen sich vor allem durch eine hohe Farbwiedergabe (Ra > 90) und hervorragende Lichtqualität aus. Das UV- und IR-freie Licht schont zudem die Ausstellungsstücke. Diese Kombination kommt auch im Schaudepot zum Einsatz, in dem besondere Objekte hinter Glas gezeigt werden. Die Leuchten sind hier jedoch auf einer TECTON-Tragschiene montiert. Tecton ist ein durchgängiges Lichtbandsystem, das die Leuchten dank eines integrierten 11-poligen Stromleitprofils mit sämtlichen Funktionen wie der Stromversorgung oder der Lichtsteuerung verbindet. Das ermöglicht eine beliebige Montageposition und reduziert die Installations- und Wartungskosten. So kann die TECTON-Tragschiene bei Sonderschauen um zusätzliche Leuchten erweitert werden.

Für eine optimale Beleuchtung des Foyers setzt Zumtobel auf eine Kombination aus speziell angefertigten LED-Downlights, LED-Spots, HIT-Downlights und Halogen-Spots. Im lichtdurchfluteten Atrium nebenan verstärken die minimalistischen ARCOS Strahler das Tageslicht mit sanfter indirekter Beleuchtung. Im Museumscafé positionierte Zumtobel außerdem eine dekorative Lichtinstallation aus rund 30 Halogenleuchten mit Stoffschirmen, die gemütliches Licht spenden, das zum Verweilen einlädt. Im Verwaltungsbereich kommen vor allem Leuchten mit Leuchtstofflampen zum Einsatz. So schafft die Leuchte FREELINE als Pendelleuchte dank einer gleichmäßigen Lichtverteilung optimale Lichtverhältnisse in den Büros. In den Veranstaltungsräumen ermöglichen spezielle Lichtsysteme mit Leuchtstofflampen und Halogenlampen sowohl eine punktuelle als auch eine lineare Beleuchtung. Für das Treppenhaus des Neubaus hat Zumtobel darüber hinaus ein weiteres LED-Downlight mit Berücksichtigung der schrägen Decke entwickelt. Im Altbau-Treppenhaus war die Herausforderung, der Kontur der historischen Fensterbögen zu folgen und eine entsprechende Lichtverteilung zu generieren.

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Lichtlösung
EYE Film Instituut Nederland
Amsterdam, Niederlande
Bauherr: EYE Film Instituut Nederland, Amsterdam (NL)
Architekt: Delugan Meissl Associated Architecs, Wien (AT)
Lichtplanung: Arena: Die Lichtplaner, Limburg (DE) in Kooperation mit Symetrys, Lustenau (AT)
Seit dem 5. April 2012 hat das einzige Filmmuseum der Niederlande, das EYE, eine neue Heimat direkt am gleichnamigen Fluss IJ und gegenüber dem Hauptbahnhof. Mit seiner exponierten Lage sticht es dem Betrachter schon von weitem ins Auge. Der kantig geschnittene, glänzend weiß umhüllte Bau hebt sich wie kein anderer aus der Stadtkulisse hervor. Dazu trägt auch die dynamische Formensprache bei, die das verantwortliche Wiener Architekturbüro Delugan Meissl Associated Architects dem Gebäude verliehen hat. Ausgangspunkt der Architekten war die Annahme, dass Film eine Illusion aus bewegtem Licht ist. Dieses Prinzip wurde in die Architektur übersetzt. So soll das Gebäude auf seine Weise selbst zu einer Art Leinwand werden, auf der ein Film gezeigt wird, dessen Protagonisten das Licht, die Stadt und die Landschaft Amsterdams sind.

Eine weitere Besonderheit des Gebäudes ist die 1.200 qm große Arena, die den Besucher direkt nach Betreten des futuristischen Gebäudes aufnimmt. Vorwiegend in Holz verkleidet, mit hochwertigem Eichenparkett und direktem Blick über den Fluss und auf die Stadt verströmt das Foyer eine offene, freundlich-warme Atmosphäre. Das Ambiente heißt die Gäste willkommen und lädt in Café, Restaurant und Bar zum Einstimmen und Verweilen ein.

„Das räumliche Herzstück des Gebäudes, die „Arena“, lädt Besucher des Museums dazu ein, sich dort aufzuhalten. Der Raum weist eine einzigartige Geometrie auf, die der sozialen Interaktion in hohem Maße entgegenkommt", betont Roman Delugan. Maßgeblich trägt dazu die STARBRICK Installation bei. STARBRICK zählt zu den Zumtobel Masterpieces, einer Serie von exklusiven Lichtkunstwerken, die der Leuchtenhersteller mit renommierten Partnern weltweit entwirft. Der Künstler Olafur Eliasson hat das Lichtmodul, das vielseitig einsetzbar ist, in Kooperation mit Zumtobel entworfen. „Der STARBRICK ist ein raumschaffendes Lichtmodul. Bei der gemeinsamen Entwicklung mit Zumtobel ist es uns gelungen, ihn für den Einsatz im Alltagsleben tauglich zu machen. Ich freue mich sehr darüber, ihn in einem öffentlichen Gebäude installiert zu sehen. Da sich hinter dem geometrischen Design ein erweiterbares System verbirgt, können die STARBRICKS in alle Richtungen wachsen. Im Foyer des neuen EYE Museums präsentieren sich die Module als leuchtende wolkenähnliche Gebilde, die die Atmosphäre eines Kinos heraufbeschwören – Stars für die Stars“, erklärt der Künstler Olafur Eliasson.

Zumtobel. Das Licht.

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Militärhistorisches Museum
Dresden, Deutschland
Bauherr: Staatsbetrieb Sächs. Immobilien- und Baumanagement, Dresden (DE)
Architekt: Studio Daniel Libeskind AG, Zürich (CH)
Lichtplanung: DELUX AG, Zürich (CH)
Elektroplanung: IPRO Dresden, Dresden (DE); INNIUS GTD, Dresden (DE)
Elektroinstallation: Elektro Dresden West, Dresden (DE); FAE Elektrotechnik GmbH & Co, KG, Heidenau (DE)
Mit 13.000 m² Ausstellungsfläche ist das Militärmuseum das größte militärhistorische Museum Deutschlands, das auf eine über 100 jährige wechselhafte Geschichte zurückblickt. Die atmosphärische Anmutung der Räume wird durch das besondere Lichtdesign bewirkt, das Zumtobel in Zusammenarbeit mit Daniel Libeskind entwickelt hat. Hier zeigt sich das Lichtverständnis des Stararchitekten, der Licht als Designwerkzeug versteht. Die unterschiedlichen Exponate und Materialien erfordern eine flexible Lichtgestaltung. Prunkvolle Uniformen, Militärtechnik, Handwaffen oder auch Evakuierungspläne – jedes Stück soll in einem besonderen Licht stehen. Dabei fließen Grund- und Akzentbeleuchtungen wie selbstverständlich ineinander. Die für die Grundbeleuchtung eingesetzten Strahler erhellen das, was die Aufmerksamkeit des Betrachters erwecken soll und punktieren, wo das Auge sich mit Details beschäftigen darf. Diese Vielfältigkeit schafft das Zumtobel  Strahlersystem ARCOS, das speziell für die Bedürfnisse des Kunst- und Kulturbereichs entwickelt wurde. Es  verfügt über ein umfassendes Produktprogramm, das für jedwede Aufgabe der Lichtgestaltung eine passende Produktlösung bietet. Die Strahler können flexibel an dem TECTON Tragschienensystem positioniert werden. Diese 11-poligen Tragschienen erlauben es, flexibel auf die verschiedenen Raumlängen und Ausstellungskonzepte im Museum zu reagieren.

Durch eine optimale Integration der hochmodernen LED-Leuchten RESCLITE in das TECTON Schienensystem bleibt die Sicherheitsbeleuchtung im alltäglichen Museumsbetrieb unsichtbar. Im Notfall sorgen die mit einer Erkennungsweite von 16 Metern effizienten LEDs für sicheres Geleit.

Zur Ausleuchtung der Vitrinen kamen spezielle Faserlichtauslässe mit unterschiedlichen Ausstrahlungscharakteristiken und UV-/IR-Sperrfiltern zum Einsatz. Entsprechend den Anforderungen des Nutzers ist als Lichtquelle ein STARFLEX Lichtgenerator mit einer 100W QR-CB   Halogenlampe mit dichroitischen Glasreflektor zur optimal Lichteinkopplung eingebaut. Spezielle Tischvitrinen sind mit der Zumtobel Lichtleiste LINARIA ausgeleuchtet. An den Rückwänden deckenbündig installiert, stört die schmale Lichtlinie das Erscheinungsbild nicht und leuchtet den Vitrinenraum angenehm gleichmäßig aus.

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Lichtlösung
Städel Museum
Frankfurt am Main, Deutschland
Bauherr: Städelsches Kunstinstitut, Frankfurt am Main (DE)
Architekt: schneider+schumacher, Frankfurt am Main (DE)
Lichtplanung: Licht Kunst Licht AG, Bonn/Berlin (DE)
Elektroplanung: Delta-Tech, Weiterstadt (DE)
Elektroinstallation: Imtech, Rüsselsheim (DE)
Das Beleuchtungskonzept spielte für den unterirdischen Erweiterungsbau des Städel Museums in Frankfurt am Main von Anfang an eine zentrale Rolle. Zusammen mit den Architekten von schneider+schumacher und den Lichtplanern von Licht Kunst Licht hat Zumtobel eine maßgeschneiderte Sonderlichtlösung realisiert. Dabei werden höchste konservatorische Ansprüche erfüllt, während das Licht zugleich integrativer Bestandteil der Architektur ist.

Der Städel Neubau mit einer Ausstellungsfläche von rund 3.000 m2 befindet sich unter dem Garten des Bestandsgebäudes. Eine elegant und leicht wirkende Decke überspannt den bis zu 8,20 m hohen Saal. Obwohl unterirdisch angelegt, ist der Neubau auch an der Oberfläche sichtbar. Denn der leicht aufgewölbte, begehbare Garten des Museums ist nun mit einem einprägsamen Muster aus kreisrunden Oberlichtern überzogen, die zur Beleuchtung der neuen Museumsflächen dienen.

Die 195 Oberlichter mit Durchmessern von 1,5 bis 2,5 m durchbrechen die frei gespannte und leicht nach oben geschwungene Decke des unterirdischen Saals. Sie bringen Tageslicht in den Ausstellungsraum und dienen gleichzeitig als Kunstlichtquelle mit einem Ring aus LED-Elementen, die mit warmweißen (2700K) und kaltweißen (5000K) LEDs bestückt sind – eine Sonderlösung von Zumtobel, die in Zusammenarbeit mit den Lichtplanern des Büros Licht Kunst Licht und den Architekten schneider+schumacher entwickelt wurde. Bei bedecktem Himmel sowie in den Abend- und Nachtstunden gewährleisten diese LEDs eine gleichmäßige Beleuchtung der Bilder und Ausstellungsobjekte.

Durch die von Zumtobel maßgeschneiderte Lichtlösung können nun hochempfindliche Ausstellungsstücke wie Arbeiten auf Papier beispielsweise direkt neben einem Kabinett mit Beleuchtung für Skulpturen gezeigt werden. Die Beleuchtungsstärken lassen sich den Bedürfnissen entsprechend für jedes Oberlicht individuell anpassen. Um einzelne Objekte hervorzuheben oder Wandflächen einzublenden, können bei Bedarf gesondert gefertigte Arcos LED-Projektionsstrahler mit verschiedenen Optiken in Steckbuchsen an den Oberlichtern eingesetzt werden.

Um eine sinnvolle Nutzung des Tageslichts zu gewährleisten, entschieden sich die Bauherren das Zumtobel Lichtsteuerungsprogramm Luxmate Professional zu verwenden: Das Lichtmanagement steuert den Einsatz des künstlichen Lichts aus den Oberlichtern in Abhängigkeit zum vorhandenen Tageslicht und nach Vorgabe des für die ausgestellten Exponate erforderlichen bzw. maximal verträglichen Lichts.

Zumtobel. Das Licht.


 
Staedel   „Zum guten Gelingen gehört eine ungestörte, kritische und bisweilen in der Sache auch leidenschaftliche Kommunikation zwischen Hersteller und Planer. Das überragende Ergebnis zeigt, wie gut dies funktioniert hat."
Andreas Schulz, Geschäftsführer, Licht Kunst Licht
 
Schumacher   „So wie wir das Gebäude geplant haben, bleiben alle Vorteile, die das Städel-Ensemble vorher schon hatte, erhalten. Zusätzlich sind die neuen Räume durch die Wölbung des Rasens und die Oberlichter auf eine spektakuläre Art im Straßenraum sichtbar. Technisch gesehen, tragen die Klimatechnik sowie vor allem auch das Licht mit der LED-Technik und dem großen Anteil an Tageslicht zur Nachhaltigkeit bei.“
Michael Schumacher, Architekt, schneider+schumacher
 
Staedel   „Unsere Aufgabe war es, die komplexen Anforderungen u.a. an die Lichtqualität, die Farbwiedergabe und die Beleuchtung unter konservatorischen Aspekten mit einer ganzheitlichen Lichtlösung zu beantworten. Unsere Fähigkeit maßgeschneiderte Lösungen zu entwickeln sowie die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Lichtplanern und Architekten ermöglichte uns die Entwicklung dieser Sonder-LED-Lichtlösung. Durch die Kombination von intelligenter Steuerung mit modernster LED-Technologie konnten wir ein absolut individuelles und anpassungsfähiges Beleuchtungskonzept erstellen, das jederzeit bestes Licht für uneingeschränkten Kunstgenuss ermöglicht.“ 
Reinhardt Wurzer, Leiter International Projects, Zumtobel Lighting
 

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Lichtlösung
Festspielhaus Erl
Erl, Österreich
Bauherr: Strabag, Lukas Lang GmbH, Wien (AT)
Architekt: Delugan Meissl Associated Architects, Wien (AT)
In unmittelbarer Nähe des bereits seit 1957 bestehenden Festspielhauses in Erl hat das renommierte Architektenteam Delugan Meissl ein wahres Kleinod geschaffen. Es ist fortan die zweite Bühne für die Tiroler Festspiele Erl im Sommer, und die einzige Bühne während der Wintersaison. Die klare Architektursprache des neu erbauten Gebäudes nutzt auf besondere Weise die landschaftliche Umgebung. Im Sommer verschmilzt es dank seiner dunklen Fassade mit der bewaldeten Tiroler Bergkulisse und rückt diskret in den Hintergrund. Im Winter hingegen, wenn das helle Passionsspielhaus mit der verschneiten Natur eine Einheit bildet, ist das dunkle Gebäude der Star.

Ein solches Schmuckstück mit einer Nutzfläche von 7.000 m2 und mehr als 862 Sitzplätzen verlangt nach einem ganzheitlichen, innovativen Lichtkonzept, das sich in die außergewöhnliche Gebäudeform integriert – wie etwa die markante Akzentuierung der keilförmigen Nischen an den Seitenwänden des großen Saals. Rund 400 LED-Strahler erzeugen im Innern des Festspielhauses eine feierliche Stimmung. Für die Wandbeleuchtung und brillante Akzentuierung der Kunstexponate im Foyer kommt der LED-Strahler IYON zum Einsatz, der, und so schließt sich der Kreis, in einer früheren Zusammenarbeit gemeinsam von Delugan Meissl und Zumtobel entwickelt wurde.

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Lichtlösung
Museo del Novecento
Mailand, Italien
Bauherr: Comune di Milano, Mailand (IT)
Architekt: Italo Rota, Fabio Fornasari, Mailand (IT)
Lichtplanung: Allessandro Perdetti, Mailand (IT)
Elektroinstallation: Cooperativa Cellini Impianti Tecnologici, Prato (IT)
Fotos: Jürgen Eheim
Wettbewerb und Ausführungsplanung: Gruppo Rota: Italo Rota, Fabio Fornasari, Emmanuele Auxilia, Paolo Montanari
Inneres Leuchten

Lange Zeit führte der Palazzo dell’Arengario auf Mailands Domplatz ein Schattendasein. Nach dem Umbau zum Museum für italienische Kunst des 20. Jahrhunderts strahlt er nun in neuem Licht. Der formenstrenge Bau aus den 1930-Jahren verwandelte sich in ein facettenreiches Kunstmuseum. Der Rundgang durch die 400 Werke umfassende Sammlung von Futurismus bis zur Arte Povera wird zum Spaziergang durch die Stadtgeschichte: Bewusst wie Bilder platzierte Ausblicke inszenieren die Stadt wie ein Stillleben.

Obwohl in der Fassade kaum verändert – nur die vermauerten Rundbogenfenster im Mittelgeschoss wurden verglast – wirkt der turmartige Bau wie ein transparentes Gehäuse, das wie hinterleuchtet erscheint und Einblicke in sein neues Innenleben gewährt. Hinter der großflächigen Verglasung strahlt Lucio Fontanas Lichtinstallation „Struttura al neon“ bis auf den Domplatz.

Für diese neue Offenheit wurde der Bau großteils entkernt. Nun schraubt sich eine spiralförmige Rampe nach oben und führt die Besucher zu den Ausstellungsräumen. Die Glasfassade, welche die Rampe umhüllt, gibt Ein- und Ausblicke frei, die sich ähnlich einer Filmsequenz bei jedem Schritt verändern. Punktförmige Leuchten folgen den geschwungenen Flächen auf zwei Ebenen: Deckenintegrierte Downlights zeichnen den Weg nach und beleuchten die Rampenfläche, kleine LED-Spots an der Brüstung strahlen blau-grünes Licht nach innen.

Licht als Gestaltungsmittel spielt auch an den Nahtstellen der unterschiedlichen Museumsbereiche eine wichtige Rolle. So kennzeichnen „Lichtportale“ die Eingänge in die Ausstellungssäle. Flächige Lichtmodule fungieren hierbei als Türrahmen und betonen die Übergänge in die introvertierten Galerieräume. Hier sorgt die modulare Lichtdecke CIELOS für eine gleichmäßige, diffuse Grundbeleuchtung und überlässt dabei den Kunstwerken die Hauptrolle. Die CIELOS Module sind in Abhängigkeit von den Raumgrundrissen als lineare Lichtbänder oder quadratisch angeordnet, geregelt werden sie über das zentrale LUXMATE Lichtsteuerungssystem. Im Unterschied zum flächigen Deckenlicht der Galerien sind die Erschließungsbereiche mit vertikalen Lichtlinien erleuchtet, die flächenbündig in die Wände integriert sind.

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Lichtlösung
Technisches Museum
Wien, Österreich
Bauherr: Technisches Museum, Wien (AT)
Technik in neuem Licht

Das Technische Museum Wien ist das einzige Bundesmuseum Österreichs, das der Geschichte der Technik und der Naturwissenschaften gewidmet ist. Unter dem Namen „Licht & Klima“ wurde die gesamte Beleuchtung des Technischen Museums optimiert. Mit der Sanierung konnte eine Reduzierung der Anschlussleistung um 70 Prozent realisiert werden.

Das neue Beleuchtungskonzept sieht eine Kombination aus direkter und indirekter Beleuchtung vor, um die Lichtqualität im Museum zu verbessern. Mit der indirekten Beleuchtung, die in architektonisch anspruchsvollen Lichtkanälen untergebracht ist, wird eine Beleuchtung von 40 – 50 Lux direkt am Objekt erreicht. Die Beleuchtung ist dimmbar. Die zusätzliche Akzentbeleuchtung wird mit Arcos Strahlern der Baugröße 2  realisiert, die mit 20 bzw. 35  Watt HIT Lampen bestückt sind. Hier konnte eine beeindruckende Energieeinsparung im Vergleich zu der existierenden Beleuchtung mit 100 Watt Halogenstrahlern realisiert werden.

Insgesamt sind im Technischen Museum 1400 Arcos Strahler auf drei Etagen eingesetzt. Ein großer Vorteil der neuen Beleuchtung ist der geringere Wärmeeintrag in die Räumlichkeiten, was besonders im Sommer die Klimaverhältnisse drastisch verbessert.

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Lichtlösung
MAXXI
Rom, Italien
Bauherr: Italienisches Kultusministerium, Rom (IT)
Dynamische Raumskulptur

Wie eine Skulptur mit nuancenreichem Licht- und Schattenspiel wirkt das Sichtbetongebäude des Museo nazionale delle arti del XXI secolo – MAXXI. Durch Einschnitte und Durchblicke zeichnet das Sonnenlicht helle Muster, Schattenlinien wandern über den weiten Vorplatz, Innen und Außen sind auf subtile Weise verknüpft. Als Vordächer leiten die auskragenden Baukörper den Besucher in das gebäudehohe Foyer. Hier verbinden sich kreuzende Treppen und Stege die fünf Ausstellungsebenen, eine „vertikale Piazza“ inszeniert den Bewegungsfluss. Natürliches Licht flutet vom Glasdach bis zum Boden, fein austariert von einer speziell entwickelten Lichtdecke, in die auch eine indirekte, bei Bedarf zuschaltbare Beleuchtung aus Leuchtstofflampen integriert ist. Dieses kombinierte System sorgt für eine homogene Grundbeleuchtung. Daneben wird Kunstlicht bewusst als Gestaltungsmittel eingesetzt, um die Dynamik der Wegeführung zu betonen. Treppen und Stege werden zu Lichtträgern. Wie Leuchtkästen wirken ihre transluzent schimmernden Unterseiten, die mit Leuchtstofflampen hinter lichtstreuender Folie und Acrylglas bestückt sind.

In den Ausstellungssälen setzt sich die Großzügigkeit der Eingangshalle fort. Mit geraden, gebogenen, geneigten Wänden, mit Gängen, Rampen und Terrassen entwickeln sich die Raumfolgen so überraschend wie vielschichtig. Die Säle verlaufen parallel, kreuzen sich, verschränken sich, bilden kaskadenartige Ebenen, mäandern in verschiedene Richtungen weiter, um dann wieder aufeinanderzutreffen. Die Hauptrolle des Lichtkonzeptes spielt das natürliche Licht. Ergänzend dazu machen komplexe Lichtdecken Farben und Oberflächen naturgetreu wahrnehmbar. In die schmalen Dachträger – mit Betonelementen verkleidete Stahlfachwerkträger – sind alle technischen Elemente integriert: Sie tragen die außen liegenden Gitterroste, die als Sonnenschutz und zur Lichtstreuung dienen, die beiden Glasebenen und die Verdunkelungsrollos. Für eine gleichmäßige Allgemeinbeleuchtung sorgen die auf beiden Seiten der Rippenträger über die gesamte Länge eingebauten, dimmbaren Leuchtstofflampen hinter lichtstreuendem transluzentem Acrylglas. Sonnenblenden und Lichtleistung werden je nach Sonnenstand und gewünschter Beleuchtungssituation vom Lichtmanagementsystem LUXMATE Litenet reguliert. An dem in der Trägerunterseite integrierten Schienensystem können weitere Strahler für die Akzentbeleuchtung, aber auch Beamer und leichte Trennwände montiert werden.

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Lichtlösung
Museum M
Leuven, Belgien
Bauherr: Autonoom Gemeentebedrijf Museum, Leuven (BE)
Architekt: Stéphane Beel Architecten, Gent (BE)
Elektroplanung: RCR studiebureau, Herent (BE)
Elektroinstallation: Spie NV, Zaventem (BE)
Fotos: Toon Grobet
Im Labyrinth der Kunst

Mit einer Sammlung von 46.000 Objekten mittelalterlicher oder zeitgenössischer Kunst fungiert das Museum M als Brücke zwischen der Geschichte und der Gegenwart. „Jahrhundertealt und quicklebendig“, der Leitsatz der Stadt Leuven gilt auch für das neue Museum: Der weitläufige Komplex öffnet sich mit mehreren Eingängen zur Altstadt, vereint unterschiedliche Baustile und Epochen in sich und zeigt sich als belebtes, vielschichtiges Kunstareal.

Das frühere Akademiegebäude und das Vander Kelen-Mertens-Palais – beide Häuser sind in das Museum M integriert – wurden nach den Regeln der Denkmalpflege sorgfältig renoviert und über eine Brücke mit einem modernen Neubau verbunden. Insgesamt 6.500 Quadratmeter Ausstellungsfläche sind in diesem labyrinthartigen Museumskomplex verteilt. Während sich in den Altbauten die farbige Pracht vergangener Zeiten in kleineren Kabinetten mit Holzdecken und Wandvertäfelungen ausbreitet, zeigt sich der Neubau in nüchterner Zurückhaltung.

Statt monotoner, isolierter Räume gestaltete der Architekt einen abwechslungsreichen und vielseitig nutzbaren Museumsparcours mit großzügigen und hohen, dann wieder kleineren und niedrigeren Sälen. Das Lichtkonzept trägt dem Charakter der einzelnen Säle Rechnung und reagiert sensibel auf ihre konkreten räumlichen Voraussetzungen. So werden die denkmalgeschützten Kunstkabinette der Bestandsbauten durch filigrane SUPERSYSTEM Schienen erhellt, die an kaum sichtbaren Seilen unter der alten Holzdecke schweben. Je nach Bedarf sorgen vertikale Wandfluter für eine flexible, expressive Akzentuierung der Ausstellungsobjekte. Für die allgemeine, kompakte und flexibel gehaltene Beleuchtung sind Dreiphasenschienen mit Strahlern eingesetzt. In den deutlich geräumigeren White-Cube-Räumen des Neubaus sind die TECTON Schienen zusätzlich mit TEMPURA Spotlights in LED-Technologie ergänzt. Deren Farbtemperatur lässt sich, je nach den Bedürfnissen der Kunst, im Bereich von 2.700 bis 6.500 Kelvin einstellen. Das LED-Licht vermeidet außerdem eine Schädigung der Kunstobjekte durch Wärme- oder UV-Strahlung.

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Lichtlösung
Schloss Neuschwanstein
Füssen, Deutschland
Bauherr: Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen, München (DE)
Königliches Licht

König Ludwig II. wäre begeistert! Der Monarch, der technischen Neuerungen gegenüber immer sehr aufgeschlossen war, realisierte auch beim Bau von Schloss Neuschwanstein im 19. Jahrhundert viele  technische Sensationen. Diese, aber vor allem die hochwertige künstlerische Ausstattung der Prunkräume, werden nun mit LED-Licht von Zumtobel effizient und vor allem schonend akzentuiert. So funkeln das LED-Lichtsystem SUPERSYSTEM und die LED-Strahler TEMPURA seit kurzem im prächtigen Thronsaal. Es ist geplant, in diesem Jahr weitgehend alle für Besucher zugänglichen Bereiche sukzessive mit individuellen LED-Lichtlösungen von Zumtobel neu zu beleuchten. Damit überspringt die Bayerische Schlösser- und Seenverwaltung gleich einige Entwicklungsstufen der Lichttechnik und steigt direkt beim innovativsten Leuchtmittel, der LED, ein.

Vor allem die reduzierten Abmessungen und das UV-strahlungsfreie Licht haben die Verantwortlichen überzeugt. Dazu Heiko Oehme von der Bauabteilung der Bayerischen Schlösserverwaltung: „Die LED-Leuchten sind hervorragend für unsere historischen Räume mit den sehr empfindlichen Möbeln, Textilien und Malereien geeignet. Sie bleichen unsere wertvollen Exponate nicht aus und bieten die Möglichkeit, mit ihrem brillanten Licht die Räume perfekt zu akzentuieren. Durch die Wahl der Farbtemperatur zwischen warmweißem Licht mit 3.000 Kelvin und kaltweißen 6.500 Kelvin lassen sich die Details perfekt betonen.

Um den historischen Raumeindruck nicht zu stören, soll so weit wie möglich auf sichtbare  Lichtquellen verzichtet werden. Die Wahl für das SUPERSYSTEM von Zumtobel fiel leicht, da dieses Lichtsystem architektonisch zurückhaltend und gleichzeitig sehr wirkungsvoll auch aus größeren Abständen attraktive Akzente setzt. Die LED-Spots mit nur 2,5 Watt sind durch verschiedene optische Aufsätze auf unterschiedliche Lichtverteilungen anpassbar. Beim LED-Strahler TEMPURA, der nun die prächtigen Farben in der Kuppel des Thronsaals wirkungsvoll beleuchtet,  lässt sich die Farbtemperatur im Bereich von 2.700 bis 6.500 Kelvin einfach per Knopfdruck verändern. Die Museumsverantwortlichen haben so immer die Möglichkeit der Nachjustierung.

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Lichtlösung
HARPA Reykjavik
Reykjavik, Island
Architekt: Henning Larsen Architects, Kopenhagen (DK)
Lichtplanung: Studio Olafur Eliasson, Berlin (DE)
Emotional und energiegeladen wie Island selbst

Wie ein geschliffener Kristall bäumt sich die Kulisse des neuen Konzerhauses »Harpa« vor dem zerklüfteten Küstensaum am Hafen in Reykjavik auf. Die wabenartigen Elemente der Fassade verdichten sich zu einem schillernden Meer aus verschiedenfarbigen Glanzlichtern. Spiegelungseffekte auf der Wasseroberfl äche stärken die Assoziation eines Naturphänomens und lassen an geheimnisvolle Nordlichter denken. Gemeinsam mit dem dänisch-isländischen Künstler Olafur Eliasson, welcher der Außenhülle ihr charakteristisches Gesicht gab, ist Henning Larsen Architects ein Entwurf gelungen, der die kosmopolitische Hauptstadt Islands um ein funkelndes Konzert- und Konferenzzentrum bereichert. Blaues Licht aus verborgenen Lichtquellen taucht den Vorplatz in eine mystische Stimmung und dringt durch die Glasfelder bis in die Innenräume. Gemeinsam mit Olafur Eliasson entwickelte Zumtobel einen neuen Leuchtentyp, der sich in Form und Farbe fast unsichtbar in die Prismenstruktur der Fassade integriert und sie mit LEDs zum Leuchten bringt. Hinter der kristallinen Außenhülle erwarten die Besucher Musikerlebnisse in einer neuen Dimension. Mit seinen drei Rängen glüht der große Konzertsaal in loderndem Rot und wurde nach einem der schönsten Vulkane auf Island »Eldborg« genannt, was soviel wie »Feuerburg« bedeutet.

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