Pressekontakt

Melanie Stegemann
Head of Brand Marketing Zumtobel

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Pressemeldungen 2010

  • 10/2011
    Lichtlösungen

    100 Prozent LED

    SPAR eröffnet erste Filialen mit einheitlichem LED-Konzept
    Alles LED: In Wien/A, Murau/A und in Wetzikon in der Schweiz wurden die ersten SPAR-Klimaschutz-Supermärkte eröffnet, die Zumtobel zu 100% mit LED-Leuchten ausgestattet hat.
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    Mit einem neuen Shopkonzept hat SPAR ein Zeichen gesetzt: Fast zeitgleich eröffneten die ersten SPAR-Klimaschutz-Supermärkte im österreichischen Murau und in der Engerthstraße in Wien, sowie in Wetzikon in der Schweiz mit einer vollständigen LED-Beleuchtung von Zumtobel. Zumtobel entwarf für die drei Märkte eine einheitliche Beleuchtung, die sich zu 100 Prozent aus LED-Leuchten zusammensetzt: Die Grundbeleuchtung der Supermärkte wird durch das – auf der Light+Building 2010 erstmals vorgestellte – Lichtbandsystem Tecton LED garantiert. Das bewährte Zumtobel Produkt bietet in der LED-Ausführung eine hohe Lichtqualität mit effizienten und nahezu wartungsfreien Leuchtmitteln. Auch die Beleuchtung der Regale, der Nebenräume und der Außenbereiche wurde komplett mit LED-Produkten realisiert. Zusammen mit weiteren innovativen Baumaßnahmen sparen die Filialen dadurch 50% an Energie und bis zu 80 Tonnen CO2.

    Als erster Klimaschutz-Supermarkt der österreichischen Landeshauptstadt stellt der SPAR in der Engerthstraße in Wien einen Meilenstein in Sachen Nachhaltigkeit dar: In einen Hügel hineingebaut und mit einer großen Grünfläche auf dem ebenerdigen Dach, ist der 684 qm große Markt ein besonderes Beispiel für hervorragenden Klimaschutz, Landschaftsarchitektur und Energieeffizienz. In Passivbauweise errichtet und mit modernsten, energieeffizienten Gewerken von Beleuchtung, Gebäudesteuerung bis hin zur Haustechnik überzeugte der Markt die Verantwortlichen der Österreichischen Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft und erhielt die ÖGNI-Gold-Zertifizierung. Die international anerkannte Auszeichnung beinhaltet neben baulichen Kriterien, auch zahlreiche weitere Nachhaltigkeits-Aspekte. So konnte Zumtobel bei der Präsentation einer kompletten LED-Beleuchtung durch die hohe Effizienz, die sehr gute Lichtqualität und die angenehme und schonende Lichtwirkung der Produkte punkten. „Die innovative Beleuchtung von Zumtobel verwirklicht für uns alle Aspekte, die für einen ansprechenden Verkaufsraum notwendig sind: Bestes Licht für unsere Kunden und größtmögliche Energieeinsparung für mehr Klima- und Umweltschutz“, berichtet Gerald Geiger, Leiter Bau/Energie/Technik aus der SPAR-Hauptzentrale in Salzburg.

    Das für die Allgemeinbeleuchtung eingesetzte Lichtbandsystem Tecton wurde erstmals mit LEDs bestückt. Für den Kunden beinhaltet dies gleich mehrere Vorteile: Ein gutes Thermomanagement in der Leuchte garantiert eine lange Lebensdauer der Leuchtdioden und reduziert somit den Wartungsaufwand und die -kosten drastisch. Zudem schont die IR- und UV-freie Strahlung der LED die Lebensmittel. Unter Erfüllung der vertikalen und horizontalen Beleuchtungsstärken und mit einer sehr guten Lichtqualität bietet das Lichtbandsystem Tecton LED somit alle Eigenschaften für eine homogene und effiziente Grundbeleuchtung. Auch in optischer Hinsicht überzeugt Tecton LED als eine durchgehende, schmale Lichtlinie ohne unterbrechende Dunkelzonen an den Leuchtenenden.

    Um Regale und Produkte optisch hervorzuheben, wurden in die multifunktionale Tecton Tragschiene auch LED-Strahler eingesetzt. Dadurch bildet die Lichtlösung im Verkaufsraum ein durchgängiges und einheitliches Erscheinungsbild. Die leistungsstarken LED-Strahler sind ein energieeffizienter Ersatz zu Hochdruck-Entladungslampen. Das im Strahlerkopf integrierte Kühlungssystem stellt außerdem eine wartungsfreie Lebensdauer von 50.000 Stunden bei 70% Lichtstrom sicher. Mit den schwenkbaren Strahlern gewinnt das Personal die notwendige Flexibilität saisonal wechselnde Warenauslagen hinreichend zu beleuchten.

    Die Kassenbereiche werden mit quadratischen LED-Leuchten zusätzlich aufgehellt. Konsequent über den einzelnen Gängen angeordnet unterstützen sie die Orientierung. Sogar für die Nebenräume und für die Sicherheitsbeleuchtung wurden LED-Leuchten gewählt. Das LED-Downlight Panos Infinity ist mehr als 70 Prozent effizienter als Downlights mit konventionellen Kompaktleuchtstofflampen. Bei der LED-Sicherheitsleuchte Resclite profitiert der Kunde von der geringen Anschlussleistung.

    Das Innenraum-Beleuchtungskonzept des neuen Klimaschutz-Supermarkts im steirischen Murau ist identisch zu Wien zu 100% aus LED-Leuchten. „Bei diesem Markt ist es Zumtobel perfekt gelungen, eine LED-Gesamtlichtlösung in hoher Lichtqualität umzusetzen. In Zukunft wird wohl kein Weg an LED-Lichtlösungen vorbeiführen, da in dieser Technologie sehr viel Potential steckt und die Effizienz immer besser wird“, erklärt Robert Lesiack, verantwortlicher Elektroplaner vom Technischen Büro Mayr. Der 743 qm große, ebenfalls ÖGNI-Gold zertifizierte Markt fügt sich mit seiner aus Stein und Holz bestehenden Fassade harmonisch in die Region des Murtales ein. Im Unterschied zu Wien wurde in Murau auch die Außenfassade beleuchtet: Die unter dem Vordach installierten LED-Lichtmodule setzen den Markt selbst bei Dunkelheit ins rechte Licht.


    Projektinformation:
    SPAR Markt in Murau
    Bauherr: SPAR
    Architekt: Veider Röthl Kaltenbrunner, Leoben/A
    Elektroplanung:
    TB Mayr, Bruck a. d. Mur/A
    Elektroinstallation : Klampfer, Leonding/A
    Lichtlösung : Zumtobel
    » Lichtbandsystem TECTON LED,
    » LED-Strahler SL 1000,
    » LED-Halbeinbaudownlight SL 1000,
    » LED-Anbauleuchte CAREENA,
    » LED-Downlight CRAYON,
    » LED-Sicherheitsbeleuchtung RESCLITE,
    » LED-Downlight PANOS INFINITY,
    » Rohrleuchte TUBILUX LED,
    » Downlight 2LIGHT Mini LED,
    » LED-Leuchte HEDERA


    Bilder: Veröffentlichung honorarfrei mit dem Hinweis Zumtobel

  • 12/2010
    Lichtlösungen

    Reykjavik University

    Nordländische Klarheit
    Wegweisendes, integriertes und modulares Leuchtensystem mit minimalen Abmessungen für den neuen Campus der Reykjavik University.
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    Auf halber Strecke zwischen den etablierten europäischen und nordamerikanischen Wissenschaftszentren wächst die Reykjavik University zu einer neuen Top-Adresse für Forschung und Technologie heran. Henning Larsen Architects aus Kopenhagen gemeinsam mit ARKIS Architects aus Reykjavik entwarfen einen Campus, der sich sternförmig um eine zentrale, kreisrunde Erschließungshalle zwischen Reykjaviks altem City-Airport im Westen, den beliebtesten Badestränden der Stadt im Süden und einem Waldstück im Norden und Osten ausstreckt. An die Erschließungshalle können später weitere Gebäudeteile modulartig ergänzt werden. Ebenso sind Erweiterungen durch Verdichtungen und Verlängerungen der strahlenförmigen Gebäudeteile nach Norden und Osten möglich und angedacht. Durch die Öffnung des Grundrisses nach außen werden Strand- und Waldlandschaft weit in den Kern des Geländes hineingezogen.

    So haben nicht nur alle Räume die einzigartige Qualität der natürlichen Umgebung, sondern werden auch optimal von Tageslicht belichtet und erwärmt, ein erster wesentlicher Aspekt für die Nachhaltigkeit des Gebäudes. Denn Ziel bei der Planung des Campus war es nicht nur, zukunftsweisende und nachhaltige Gebäudetechnologien umzusetzen, sondern diese auch selbst zu Inhalten des Studiums zu machen. Seit ihrem Einzug in die neuen Gebäude können Studenten und Lehrkräfte nun zum Beispiel Phänomene der besonderen nördlichen Lichtverhältnisse mithilfe von Daten aus Zumtobels Luxmate Tageslichtmesskopf studieren, der normalerweise lediglich die automatische tageslichtabhängige Licht- und Jalousie-Steuerung mit Messdaten versorgt.

    Auch die vom Lichtdesigner Gudjon L. Sigurdsson entwickelte Lösung für die Lichtsteuerung selbst nutzt innovative Technologien so weit als möglich aus, um das Gebäude so komfortabel und flexibel wie möglich zu gestalten. Litenet mit der integrierten Notlicht Technologie Onlite erlaubt es, flexibel und mit minimalem Aufwand auf sich ändernde Flächennutzungen reagieren zu können. Die meisten Leuchten wurden mit so genannten Dimming On Demand (DOD) Vorschaltgeräten geliefert. Dadurch musste erst bei der Inbetriebnahme entschieden werden, ob eine Leuchte dimmbar sein soll oder nicht. Bei der großen Anzahl an Leuchten konnten so erhebliche Kosten eingespart werden. Einsparungen bei den Wartungskosten erlaubt ein voll in die Steuerungsoberfläche integriertes „Maintenance Cockpit“ (OPC), mit dem die Wartungsintervalle optimiert werden können.

    Die Luxmate Jalousiesteuerung wurde für die speziellen örtlichen Lichtverhältnisse mit der über lange Zeiten flach einstrahlenden nördlichen Sonne weiterentwickelt. Die Gebäudenutzer bemerken die fortschrittliche Lichtsteuerung durch Touch Screens in allen Vorlesungs- und Seminarräumen, die die lokalen Automatisierungsmodule steuern. Lehrkräfte können mit der zentralen Buchung von Vorlesungsräumen gleichzeitig ihre bevorzugten Lichtszenarien hinterlegen und damit wertvolle Vorlesungszeit zum Einstellen der Beleuchtung sparen.

    Für den größten Teil des Gebäudes entwarfen Architekten und Lichtdesigner ein Deckensystem aus gerollten, teilweise perforierten Blechlamellen, die akustisch wirksam sind, die Belüftung von oberhalb der Deckenfläche erlauben und Deckeninstallationen verdecken. Alle Lamellen sind in Richtung der zentralen Erschließungshalle ausgerichtet und dienen so automatisch auch als Orientierungssystem. In diese Lamellen integrierte Leuchten sollten diesen Effekt noch verstärken. Zur Entwicklung dieser Leuchten, die zudem die Anforderungen an die Beleuchtung von Hörsälen, Seminarräumen, Büros, Bibliotheken und Verkehrsflächen erfüllen sollten, lobte der Bauherr einen Wettbewerb unter mehreren Leuchtenherstellern aus. Die Wahl auf Zumtobel fiel aufgrund eines Konzepts, das trotz der sehr geringen Dimensionen und unter voller Erfüllung der Blendbegrenzungsvorgaben noch immer einen hohen Wirkungsgrad der Leuchte ermöglichte. Durch den modularen Aufbau können sie vor Ort leicht an die jeweiligen Beleuchtungsaufgaben angepasst werden. Mit einer sichtbaren T5-Lampe und einem sichtbaren Leuchten-Innenleben konnte „Technologie“ als das Thema des Gebäudes passend inszeniert werden. Gleichzeitig entstand eine Referenz an einzigartige isländische Naturphänomene. Durch seine kristalline Klarheit erinnert die Leuchte an die typischen klaren Eisbrocken auf isländischen Lava-Stränden.

    Mit den transluzenten Seitenreflektoren, optimierten Mini-Rastern und einer optimalen Lampen-Betriebstemperatur konnte der Wirkungsgrad der Leuchte um über 15% zu dem verbessert werden, was mit Standard-Technologien zu erwarten gewesen wäre. Ihre Modularität erlaubt die freie Positionierung auf einem Trägerprofil sowie Wandfluter- und frei strahlende Versionen. Da sie die noch immer bestehenden Vorteile von T5-Lampen so weit als möglich ausschöpfte und gleichzeitig diese Lampe wie einen Protagonisten inszeniert, wurde die Leuchte zu etwas wie einer Lobeshymne auf Leuchtstofflampen in Zeiten, in denen Innovationen nur noch mit LED möglich scheinen.

    Die grundlegende Planung für die Reykjavik University erfolgte vor der Welt-Finanzkrise, die Island besonders hart traf. Trotzdem wurde sie währenddessen weitgehend realisiert. Die besonderen Umstände der Krise führten dabei zu noch besseren und stärker ausgetüftelten Lösungen – wegweisend.


    Projektinformation:  
    Bauherr: EFF, Reykjavik/IS
    Architekt: Henning Larsen Architects, Kopenhagen/DK
    ARKIS Architects, Reykjavik/IS
    Lichtplanung: VERKIS, Reykjavik/IS
    Elektroinstallation: Rafmiðlun hf, Reykjavik/IS
    Lichtlösung: Zumtobel
    Sonderleuchte RU-Slimlight / Z-fourtyfive
    » Anbauleuchte PERLUCE
    » Strahler VIVO
    » Rasterleuchte FEW
    » Notlichtsystem ONLITE
    Lichtmanagement: » LUXMATE LITENET


    Bilder: Veröffentlichung honorarfrei mit dem Hinweis: Zumtobel

  • 11/2010
    Unternehmen

    The Making of Discus

    Auf der Suche nach der Sonne - Ein Gespräch mit Harald Gründl
    Die Form folgt der LED – das Strahlerdesign von Discus wurde erstmalig speziell auf die LED-Technologie ausgelegt. Das innovative Designkonzept von EOOS gewährleistet eine rein passive Kühlung des LED-Moduls.
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    Die Form folgt der LED – das Strahlerdesign von Discus wurde erstmalig speziell auf die LED-Technologie ausgelegt. Das innovative Designkonzept von EOOS gewährleistet eine rein passive Kühlung des LED-Moduls, bei gleichzeitig sehr kompakten Abmessungen und einer prägnanten Optik.

    Mit der neuen Strahlerserie Discus ist es erstmals gelungen, die Möglichkeiten und Anforderungen der LED-Technologie ausdrucksvoll in das Design zu integrieren. Die sonnenscheibenähnliche Form mit dem Kühlrippenring, der als Designelement das Erscheinungsbild des Strahlers dominiert, ermöglicht durch einen optimierten Wärmehaushalt eine passive Kühlung des Hochleistungs-LED-Moduls. Mit lediglich 28mm ist die LED-Ausführung extrem schmal. Auch die neu konzipierte Adapter-/Trackbox-Plattform zeigt sich in einer kompakten, zurückhaltenden Formensprache und unterstreicht das minimalistische Strahlerkonzept. Für das ansprechende Design erhielt die Strahlerserie den iF Award 2010 für hervor-ragendes Produktdesign des Rats für Formgebung.

    Das Design dieser außergewöhnlichen Strahlerserie stammt vom Wiener Designstudio EOOS – einem langjährigen Designpartner der Firma Zumtobel. So erfolgreiche Produkte wie der LED-Strahler Tempura, die Vivo-Strahlerserie oder auch der erste Öko-Designstrahler Liviano verdeutlichen den Designanspruch der Avantgardisten aus der österreichischen Hauptstadt, das einerseits sehr zurückhaltend und gleichzeitig sehr prägnant ist. Mit ihrer Philosophie der poetischen Analyse nehmen sie sich bewusst Zeit, in die Unternehmensphilosophie des Partners einzutauchen und so die unterbewusste Identität ihrer Auftraggeber zu erkennen und die Wechselwirkungen aus funktionalen und emotionalen Komponenten perfekt auszubalancieren. Vor allem aber ist die poetische Analyse die Suche nach einem intuitiven Bild, nach einem Ritual oder nach einer Geschichte, einem Mythos.

    Interview mit Harald Gründl, gemeinsam mit Gernot Bohmann und Martin Bergmann – kreativer Kopf des Wiener Designbüros EOOS – über Reiz und Herausforderung der neuen LED-Technologie

    Die Strahlerserie Discus setzt sich mit den neuen Designmöglichkeiten durch LED auseinander. Was waren für Sie die Herausforderungen bei der Entwicklung?

    Harald Gründl: Die Idee, einen ganz flachen Strahler zu entwerfen, hatten wir schon beim Briefing für den ersten LED- Strahler (Tempura) vor vier Jahren. Aber erst jetzt ist die LED-Technologie so weit, sind die LEDs wesentlich effizienter als damals, dass wir unsere Vision, einen LED-Strahler einfach als Scheibe zu entwickeln, umsetzen konnten. Das bestärkt uns in der Überzeugung, dass jetzt ein Technologiewandel stattfindet – dass die LED wirklich den zukünftigen Anforderungen von Lichtqualität und von Energieeffizienz genügen kann. Bisher wurde die LED-Technologie in konventionelle Bauformen integriert. Für uns stand im Entwicklungsprozess schnell fest, dass wir es umgekehrt machen werden und die konventionellen Leuchtmittel in diese Scheibenform integrieren.

    Die „Sonnenstrahlen“ des Discus sind sehr markant – lieben Sie unverwechselbare Formen?

    Harald Gründl:
    Wir waren auf der Suche nach einem starken Bild für den Discus und haben dieses sehr, sehr starke Bild in den Anhängern, die die Schamanen getragen haben, gefunden – Sonnenscheiben. Diese Sonnenscheiben sind Tausende von Jahren alt. Für uns stellt diese archaische symbolische Form gepaart mit moderner Hochtechnologie eine perfekte Spiegelung der heutigen Gesellschaft dar. Wir Menschen sind geprägt von Geschichten, Mythen, Ritualen, die es seit Jahrtausenden gibt. Und auf der anderen Seite sind wir geprägt von moderner Technologie, die wir nicht immer ganz nachvollziehen können. Und dieses Zusammenbringen von diesen unterschiedlichen Aspekten, das ist für uns eigentlich der Ausgangspunkt der Gestaltung von Discus gewesen.

    Die Strahlen haben eine wichtige technische Funktion – möchten Sie dies durch das Design explizit unterstreichen?

    Harald Gründl: Die Strahlenform bei Discus kommt eigentlich daher, dass wir einerseits diese Symbolform zitieren, also diese Anhänger der Schamanen, und auf der anderen Seite sind diese radial angeordneten Strahlen gleichzeitig die Kühlrippen, die das LED-Modul in der Mitte des Strahlers kühlen. Der Strahler ist so konzipiert, dass in allen Lagen die Luft von unten angesaugt wird, die Kühlung der LEDs garantiert und die heiße Luft dann nach hinten abgibt. Und das zeigt unseren Gestaltungsansatz hervorragend: Symbolische Formen sollten nicht nur für sich allein stehen, sondern integraler Bestandteil einer technischen Funktion sein. Design ist für uns nie etwas, das man über die technische Funktion drüberstülpt. Für uns ist die Form, die letztend¬lich entsteht, ein Zusammenwirken aus Symbolform und technischer Notwendigkeit.

    Mit der LED Technologie werden die technischen Anforderungen des Leuchtmittels auch für den Designer immer wichtiger – wie gehen Sie damit um? Müssen Sie nun auch Lichttechnikexperte werden?

    Harald Gründl: Obwohl es sich um einen Strahler dreht, ist das Problem, das es hier zu bewältigen galt, kein lichttechnisches, sondern ein wärmetechnisches. Und das zeigt den veränderten Zugang zur LED-Technologie, bei der man sich mehr darum kümmern muss, wie man die Wärme ableitet, als dass man lichttechnische Aspekte berücksichtigen muss. Denn das LED-Modul ist lichttechnisch optimiert und muss eigentlich nur perfekt gekühlt werden. Design muss also in Zukunft nicht so sehr einhüllen, sondern eher Formen aufbrechen, um den technischen Anforderungen der LED gerecht zu werden. Unsere Hoffnung ist, dass diese archetypische starke Form des Strahlers bleibt und nur durch immer leistungsfähigere LEDs ergänzt wird.

    Die Strahlerserie Discus ist speziell für Anwendungen in Verkauf und Präsentation geeignet – wo sehen Sie die großen Vorteile des Strahlers?

    Harald Gründl: Aus unserer Erfahrung als Retail-Designer ist es ganz wichtig, dass man eine Bauform hat mit verschiedenen Leuchtmitteln. Es sollten also keine unterschiedlichen Größen existieren, sondern einfach nur das, was rauskommt, sollte variieren – die Abstrahlwinkel oder das Leuchtmittel. Und das hat zwei Vorteile: In ein paar Jahren wird es hoffentlich nur noch die Scheiben geben. Und ein weiterer Vorteil für die heutige Anwendung im Retail-Bereich ist, dass man unterschiedliche Leuchtmittel miteinander mischen kann, ohne dass man unterschiedliche Strahler an der Decke hat.

    » zur Produktfamilie DISCUS


    Bilder: Veröffentlichung honorarfrei mit dem Hinweis:  B1: Udo Titz;  B2, B3, B4 & B5: Zumtobel

  • 11/2010
    Unternehmen

    Immer aktuell informiert

    Zumtobel „Map of Light“ für mobile Endgeräte
    Zumtobel nun auch mobil: Mit der neuen Applikation „Map of Light“ bietet das Unternehmen Informationen rund um neue Projekte und Produkte für iPhone, iPad und iPod.
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    Zumtobel ist seit kurzem mit einer attraktiven Applikation im iTunes Store von Apple vertreten. Auf Knopfdruck lassen sich nun auf dem iPhone, iPad oder iPod jederzeit die neuesten Zumtobel Projekte und Produkte abrufen. Die Application „Map of Light“ beinhaltet Informationen und Impressionen von mehr als 500 Architektur-Projekten und Lichtlösungen weltweit. Damit bietet Zumtobel ein einzigartiges Arbeitsmittel für unterwegs. Kunden haben immer Zugriff auf aktuelle Projekte – ob nach Anwendung oder nach Entfernung zum Aufenthaltsort sortiert. Alle zehn Zumtobel Anwendungsgebiete von Kunst und Kultur, über Büro und Kommunikation bis hin zu Verkauf und Präsentation lassen sich auswählen, um die Suche einzugrenzen. Eine weitere Funktion ermöglicht die Selektion nach bestimmten Produkten oder Systemen. Die Projektausgabe erfolgt im pdf-Format mit Weiterleitungsfunktion per E-Mail, so dass die Information jederzeit an Geschäftspartner versendet werden kann.

    Mit der Map of Light setzt Zumtobel Maßstäbe in der Visualisierung von Lichtprojekten. Eine ausführliche Bildergalerie vermittelt einen realistischen Eindruck des Projektes und unterstützt so den Zumtobel Außendienst und auch Architekten und Planer in ihrer Tätigkeit. Spannende Zusatzfunktionen wie die „Around me“- Funktion findet Projekte direkt in der Nähe – mit Projektdetails und Anschrift. Eine Verlinkung zu den im Projekt verwendeten Produkten bietet Details und Lösungsvorschläge. Eine Favoritenfunktion speichert die interessantesten Projekte und gibt sie jederzeit wieder aus.

    Zusätzlich zu den spannenden Projektinformationen bietet die Applikation einen Überblick über die aktuellen Zumtobel Produkthighlights, von LED-Leuchten, Strahlern, Downlights bis hin zu Lichtmanagementsystemen und Sicherheitsleuchten. Bei vielen Produkten verdeutlichen Animationen und Videos die Produktdetails und geben Hintergrundinformationen zum Designprozess.

    Die Applikation wird in fünf Sprachen angeboten: Englisch, Deutsch, Französisch, Italienisch und Niederländisch. Als zusätzlichen Service bietet die Application alle Kontaktadressen der Zumtobel Ansprechpartner weltweit.

    » Die Applikation ist kostenlos über den App Store erhältlich unter http://itunes.com/apps/mapoflight


    Bilder: Veröffentlichung honorarfrei mit dem Hinweis: Zumtobel

  • 11/2010
    Lichtlösungen

    maxxi

    Dynamische Raumskulptur
    Zaha Hadid Architects haben mit dem MAXXI, dem Museo nazionale delle arti del XXI secolo, die Idee der „drift“, der fließenden Formen und des sich Treibenlassens, in ein kraftvolles Raumkontinuum umgesetzt.
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    Italiens erstes nationales Museum für Gegenwartskunst ist eine expressive Architekturskulptur. Zaha Hadid Architects haben mit dem MAXXI, dem Museo nazionale delle arti del XXI secolo, die Idee der „drift“, der fließenden Formen und des sich Treibenlassens, in ein kraftvolles Raumkontinuum umgesetzt. Tages- und Kunstlicht unterstreichen dabei als Gestaltungsmittel die Dynamik der Architektur.

    Auf dem Areal ehemaliger Militärbaracken am Nordrand der Innenstadt, zwischen Tiberschleife, Wohngebiet und Lagerhallen, fällt der lichtgraue Baukörper des MAXXI schon von Weitem ins Auge. Seine geschwungenen, sich überlagernden Formen brechen aus dem orthogonalen städtebaulichen Raster aus und ziehen die Besucher fast magisch an.

    Wie eine große Skulptur mit nuancenreichem Licht- und Schattenspiel wirkt das Sichtbetongebäude auf dem weiten Vorplatz. Durch Einschnitte und Durchblicke zeichnet das Sonnenlicht helle Muster, Schattenlinien wandern über die Platzfläche, Innen und Außen sind auf subtile Weise verknüpft. Als Vordächer leiten die auskragenden Baukörper den Besucher in das Foyer, eine gebäudehohe Halle, durchzogen von sich kreuzenden Treppen und Stegen – ein Piranesi-hafter Raum aus hellem Beton und schwarzem Stahl. Die dynamische Treppenskulptur verbindet nicht nur die fünf Ausstellungsebenen, sondern inszeniert auch den Bewegungsfluss durch die „vertikale Piazza“. Natürliches Licht flutet vom Glasdach bis zum Boden, fein austariert von einer speziell entwickelten Lichtdecke, in die auch eine indirekte, bei Bedarf zuschaltbare Beleuchtung aus Leuchtstofflampen integriert ist. Dieses kombinierte System sorgt für eine homogene Grundbeleuchtung. Daneben setzen die Architekten Kunstlicht bewusst als Gestaltungsmittel ein: „In der Halle haben wir das Licht inszeniert. Alle Leuchten sind in die architektonischen Elemente integriert, sie betonen als lineare Strukturen die Dynamik der Wegeführung“, erläutert der Projektarchitekt Gianluca Racana das Konzept. Gleichsam selbst zum Lichtträger werden so die Treppen und Stege, die sich an die Wände schmiegen oder frei und luftig durch den Raum spannen. Wie Leuchtkästen wirken ihre transluzent schimmernden Unterseiten, die mit Leuchtstofflampen hinter lichtstreuender Folie und Acrylglas bestückt sind.

    In den Ausstellungssälen setzen sich die Großzügigkeit der Eingangshalle, ihre fließenden Linien und räumliche Dynamik fort. Mit geraden, gebogenen, geneigten Wänden, mit Gängen, Rampen und Terrassen entwickeln sich die Raumfolgen so überraschend wie vielschichtig. Manche Galeriebereiche sind introvertiert, andere öffnen sich mit wandgroßen Glasflächen nach außen. Die Säle verlaufen parallel, kreuzen sich, verschränken sich, bilden kaskadenartige Ebenen, mäandern in verschiedene Richtungen weiter, um dann wieder aufeinanderzutreffen. Als Besucher lässt man sich gerne durch dieses fließende Raumkontinuum treiben, driftet entspannt durch die großzügige Ausstellungslandschaft. Anstelle klassischer Kabinette bieten sich den Kuratoren vielfältig bespielbare Flächen, insgesamt 10 000 m2 für zeitgenössische Kunstwerke unterschiedlichster Medien. Zaha Hadids komplexe Raumkomposition hinterfragt die Idee traditioneller Ausstellungsräume und die Neutralität des „white cube“. Stattdessen ermöglicht das MAXXI, Kunst im Dialog mit der Architektur auf eine neue Art zu inszenieren und zu erleben, mit reizvollen Querbezügen und Assoziationen.

    Entsprechend differenziert ist das Lichtkonzept. Die Hauptrolle spielt, wie in der Treppenhalle, das natürliche Licht, das die fast atelierähnliche Atmosphäre der Oberlichtsäle prägt. „Wir wollten so viel natürliches Licht wie möglich zur Verfügung stellen, da auch die meisten Kunstwerke unter Tageslichtbedingungen entstehen, und so Farben und Oberflächen naturgetreu wahrgenommen werden. Zugleich war es uns wichtig, mit Kunstlicht optimale Bedingungen zu schaffen“, so Gianluca Racana. Dafür sorgen die komplexen Lichtdecken. In die schmalen Dachträger – mit Betonelementen verkleidete Stahlfachwerkträger – sind alle technischen Elemente integriert: sie tragen die außen liegenden Gitterroste, die als Sonnenschutz und zur Lichtstreuung dienen, die beiden Glasebenen und die Verdunkelungsrollos. Auf beiden Seiten der Rippenträger sind über die gesamte Länge dimmbare Leuchtstofflampen hinter lichtstreuendem transluzentem Acrylglas eingebaut, die für eine gleichmäßige Allgemeinbeleuchtung sorgen. Lamellen aus Aluminium dienen als Sonnenblenden, je nach Sonnenstand und gewünschter Beleuchtungssituation reguliert von dem intelligenten Lichtmanagementsystem Luxmate Litenet, das auch die Lichtleistung der Leuchten steuert. So ist gewährleistet, dass, in Abhängigkeit vom Tageslicht, die Mischung aus natürlichem und künstlichem Licht optimal angepasst werden kann. An dem in der Trägerunterseite integrierten Schienensystem können weitere Strahler für die Akzentbeleuchtung, aber auch Beamer und leichte Trennwände montiert werden.

    Auch im Außenraum ist die Lichtgestaltung detailgenau auf die Architektur abgestimmt. Die atmosphärische Beleuchtung hebt das MAXXI zum einen als neuen Stadtbaustein hervor, zum anderen betont die Lichtführung die Vernetzung mit dem bestehenden Quartier.


    Projektinformation: MAXXI in Rom
    Bauherr: italienisches Kulturministerium, Rom/It
    Architektur: Zaha Hadid Architects, Zaha Hadid und Patrik Schumacher, London/UK
    Lichtplanung: Equation Lighting, London/UK
    Elektroplanung: Fordham and Partners, OK Design Group, London/UK
    Elektroinstallation : Ciel Spa, Rom/It
    Lichtlösung : Zumtobel
    Foyer:

    » Lichtbandsystem TECTON

    Ausstellungsräume:
    » Lichtbandsystem TECTON
    ,
    » Strahler VIVO L,
    » Downlights PANOS,
    » Lichtmanagementsystem LUXMATE LITENET


    Bilder: Veröffentlichung honorarfrei mit dem Hinweis: Zumtobel

  • 11/2010
    Unternehmen

    China – beeindruckende Vielfalt und Kraft

    Ein Gespräch mit Kai Cui und Sherman Lin
    China befindet sich im Bauboom - auch viele europäische Büros sind im Land der Mitte bereits aktiv. Die in China schon renommierten Architekten Sherman Lin und Kai Cui sind in Europa jedoch noch weitgehend unbekannt.
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    Die Volksrepublik China mit ihren mehr als 1,3 Milliarden Einwohnern steht an der Schwelle zur Weltmacht – ist es in einigen Gebieten bereits geworden. Zukunftsbranchen wie Solar- und Umwelttechnologien gehören eindeutig zu den strategischen Zielen der erfolgshungrigen Planwirtschaft. Schon heute wird ein Drittel aller weltweit neu installierten Solarzellen in China hergestellt. Im Jahr 2008 investierte China knapp 35 Milliarden Dollar in alternative Energien und beweist so, dass die Herausforderungen der Zukunft erkannt wurden – auch, wenn die Umsetzung in dem Riesenreich noch nicht immer gelingt.

    In keinem anderen Land wurde seit 2000 so viel gebaut wie in China. Spektakuläres wie das Olympiastadion oder das neue Fernsehzentrum in Peking, Messehallen, Sportstadien, gigantische Brücken, beeindruckende Museumsbauten, ganze Städte für Hunderttausende Einwohner. Die erste Weltausstellung der Volksrepublik China, die am 31. Oktober die Tore schloss, wurde mit überwältigender Architektur und Besucherresonanz eine Expo der Superlative, die deutlicht zeigt: Das Reich der Mitte erfindet sich architektonisch völlig neu und setzt einmalige bauliche Zeichen – muss aber den Spagat schaffen, dabei die eigene Identität nicht aufzugeben. Auch europäische Architekturbüros sind im Land der Mitte sehr aktiv. Wie bewerten chinesische Bauschaffende diese Situation? Was verbindet, was trennt Ost und West? Lightlife traf zwei renommierte chinesische Architekten, zu einem spannenden Austausch über Tradition und Zukunft in China.

    Was ist für Sie der entscheidende Unterschied zwischen der östlichen und der westlichen Architektur- und Designwelt?

    Kai Cui: Die europäische Architekturtradition hat Gebäude hervorgebracht, die etwas Solides, Dauerhaftes, Symbolisches, etwas sehr Starkes ausstrahlen. Das gibt den Menschen das Gefühl eines Kampfes mit den Kräften der Natur – so eine Art „Zivilisationsidee“. Es geht dabei immer um den Kampf mit der Natur um begrenzte Ressourcen. Daher sind die wichtigsten Gebäude Kirchen und öffentliche Gebäude; man verwendet viel Stein, sehr elegante Säulen und Portale. Die asiatische Architektur ist sehr klar und leicht, sie setzt sich auf intelligente Weise mit dem Gebäude und der Natur auseinander. Das vorwiegende Material ist Holz, alles ist funktionell. Es sind vollkommen unterschiedliche Konzepte. Gegenwärtig erkenne ich eine Verschiebung zur europäischen Architektur. Die Kunden, die Bauträger, sogar Regierungsbeamte möchten Architektur, die von europäischen Traditionen inspiriert ist. Sie wollen sehr solide, sehr elegante, riesige Gebäude, die eine Menge Stein verwenden – sie wollen die Architektur benutzen, um Vorstellungen von Macht, Einfluss und Reichtum zu transportieren. Ich denke, auf der Konzeptebene findet da ein interessanter Austausch statt.

    Sherman Lin: Der gesamte kulturelle Hintergrund, die Geschichte, ist vollkommen unterschiedlich – das drückt sich auch in der Architektur aus. Gegenwärtig lernen die chinesischen Designer meiner Erfahrung nach viel von den Europäern. Sie lernen von den europäischen Architekten, weil deren Denken – wie soll ich sagen – moderner ist. Das chinesische Design ist traditioneller. Heute reizt viele Investoren vor allem dieser vollkommen neue Ansatz – sie möchten sich einfach unterscheiden.

    Erwarten Sie Verschiebungen im Hinblick auf den gestalterischen Ansatz?

    Kai Cui: Die europäischen Architekten haben im letzten Jahrhundert viel von den Asiaten gelernt – sie haben erkannt, dass der Raum, der mit der natürlichen Umgebung kommuniziert, am interessantesten ist. Ich denke also, in der Philosophie sehen wir eine Verschiebung von europäischen hin zu asiatischen Ideen. Ich glaube, mit der Globalisierung, die zunehmend die ganze Welt erfasst, wird die Kommunikation extrem erleichtert, und China wird jetzt zu einer großen Bühne für die Architekten der Welt.

    Sherman Lin: Ich bin überzeugt, dass sich die einzelnen Kulturen in Zukunft wieder stärker auf ihre eigenen Werte konzentrieren werden. China sollte in diesem multikulturellen Zeitalter seine typische Kultur und Tradition bewahren. Dennoch sollten die chinesischen Designer einiges an Technologie und auch einige kulturelle Elemente vom europäischen Design übernehmen.


    Sind Aspekte wie Nachhaltigkeit, Ressourcensicherung, energieeffiziente Gebäude heute in China schon ein Thema?

    Kai Cui: Die Umweltthematik eint alle Menschen, hier müssen wir gemeinsam nach Lösungen suchen. Dabei geht es nicht um Formen oder Stile, es geht um die menschliche Zivilisation. Das ist etwas, das uns alle vereint. Tatsächlich hat die chinesische Regierung in den letzten zehn Jahren einen neuen Kodex für das Bauwesen zur Frage des Energiesparens herausgegeben, der Teil des Genehmigungsprozesses ist.

    Sherman Lin: Mit der Expo in Shanghai hat China bewiesen, wie wichtig uns das Thema Nachhaltigkeit ist. Gerade in der Zusammenarbeit mit europäischen Architekten erlebe ich immer wieder, wie selbstverständlich die Suche nach der umweltverträglichsten Lösung im Planungsprozess bereits ist. In China haben wir eine unglaubliche hohe Zahl an Einwohnern, die sich einen begrenzten Raum teilen müssen. Das ist die eigentliche Herausforderung: Wir müssen lernen, effizient mit den zur Verfügung stehenden Flächen umzugehen und keinen Raum zu verschwenden.


    Was, glauben Sie, können europäische Architekten von chinesischen Architekten lernen?

    Kai Cui: Gegenwärtig sollten die chinesischen Architekten eher von den europäischen Architekten lernen. Wenn ich auf die zeitgenössische Architektur blicke, so sehe ich chinesische Architekten, die sehr hart an einer Vielzahl von Projekten arbeiten, viele Dinge in kurzer Zeit entwerfen, zu einem sehr geringen Preis – ich glaube nicht, dass die europäischen Architekten davon lernen sollten. Ich glaube, das Beste ist eine offene Zusammenarbeit, bei der die europäischen Architekten durch die Projekte in China viel mehr über die chinesische Kultur erfahren können und so auch ein besseres Verständnis für unsere Denkweise entwickeln. Auch haben wir einige gute Methoden für den Umgang mit örtlichen Materialien und wie man Dinge auf der Baustelle umsetzt.

    Sherman Lin: Die Gesellschaft ist ziemlich unterschiedlich. Den Chinesen liegt mehr an traditionellen Werten wie z.B. der Familie. Dies und auch lokale Aspekte sollen sich in den Designelementen widerspiegeln. Darin unterscheiden sie sich ein bisschen von den Europäern. Also hoffe ich, dass unsere Einstellung und der europäische Lifestyle eine Symbiose eingehen, die neue spannende Entwürfe hervorbringen wird.

    Sehen Sie die Globalisierung eher als Gefahr oder als Chance? Glauben Sie, es führt zum Verlust der kulturellen Identität oder eher zu einer Bereicherung?

    Kai Cui: Im letzten Jahrhundert hat eine Modernisierung in der Architektur stattgefunden, der internationale Stil Europas ist dabei zu einem Problem geworden. Wenn Sie das höchste Gebäude errichten, muss es so und so aussehen, ganz typisch, überall Schachteln, der „Streichholzschachtelstil“. Viele Menschen beklagen diese Situation und wollen sie ändern; unter chinesischen Architekten haben wir diese Diskussion seit vielen, vielen Jahren – wie wir unsere Identität wahren können, unsere Kultur, unsere Tradition.

    Sherman Lin: Ich denke, dass die Globalisierung grundsätzlich etwas Gutes ist. Aber ich meine auch, dass die verschiedenen Kulturen ihre Identitäten bewahren sollten. Ich frage mich, wie es mit China weitergeht. In China sind sehr viele europäische Stile zu sehen, und es gibt meiner Meinung nach zu viele amerikanische Einflüsse. Wir müssen unseren eigenen Weg finden. Denn gerade der Unterschied macht die Welt weiterhin wunderbar und spannend.

    Könnten Sie mir ein Beispiel nennen, wo man diese Entwicklung in China sieht?

    Kai Cui: Das neue Flughafenterminal 3 von Norman Foster ist für mich ein Projekt, das diese Entwicklung sehr gut widerspiegelt. Es reflektiert die chinesische Kultur, das Dach und die Decke sind sehr schön. Ich mag die Farben und die natürliche Beleuchtung. Erstaunlich ist: wenn Sie dieses Gebäude anschauen, wissen Sie sofort: das ist China.


    Bilder: Veröffentlichung honorarfrei mit dem Hinweis: B1 & B2: Zumtobel, B3 & B4: Newsdays, B5: Architecture Design & Research Group

  • 11/2010
    Lichtlösungen

    Klinikum in Offenbach

    Kraftvolle Ruhe
    Optimierte Strukturen, kräftige Farben, anspruchsvolle Lichtlösungen und ein intelligentes Orientierungskonzept zeigen, wie sich Gebäude den gestiegenen Anforderungen an moderne medizinische Versorgung stellen.
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    Eine ideale Infrastruktur für prozessgesteuerte Patientenwege, hochaktuelle medizintechnische Ausstattung, durchdachte Raumgestaltung und optimale Farb-, Material-, Beleuchtungs- und Freiraumkonzepte charakterisieren den Neubau des Klinikums Offenbach. Somit sind in Zukunft die beste Versorgung der Patienten, angenehme Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter und das größtmögliche Wohlbefinden für alle Menschen im Haus gewährleistet. Die Beleuchtung trägt einen großen Teil dazu bei: Hochwertige blendfreie Leuchten unterstützen die Mitarbeiter in ihren Tätigkeiten. Das Licht in den Patientenzimmern fördert die Genesung. Intelligente Beleuchtungslösungen erleichtern den Besuchern die Orientierung.

    Mit einer Nutzfläche von über 29 000 m² und einer Geschossfläche von knapp 60 000 m² bietet der Neubau des Offenbacher Klinikums Platz für sechs Kompetenzzentren: die Pflege-, Intensivpflege-, Operations-, Untersuchungs- und Behandlungsbereiche und eine zentrale Betriebstechnik. Entworfen wurde der siebenstöckige Neubau von woernerundpartner. Petra Wörner, Architektin und Geschäftsführerin des Frankfurter Planungsbüros, bezeichnet die Architektur des kammförmigen Gebäudes, das über vier Trakte verfügt, als „diszipliniert, ohne Pathos, aber nicht ohne Poesie“.

    Der wandlungsfähige Grundriss bietet Flexibilität für sich ändernde Arbeitsabläufe, kurze Wege für Patienten, Mitarbeiter und Besucher, und selbst baulich kann das massive Gebäude sich der Zukunft anpassen und noch um einen „Zinken“ links und rechts des Kammrückens erweitert werden. Im öffentlichen Bereich liegen die großzügige Eingangshalle, eine Cafeteria über zwei Ebenen, die Shoppingmeile, eine Kapelle und ein muslimischer Gebetsraum. Im Sockel befinden sich die Operationsbereiche und die Diagnostik. Darauf aufgesetzt sind die kammartig konzipierten Pflegestationen mit 724 Betten mit den dazugehörigen Diensträumen.

    Bei der Gestaltung der öffentlichen Bereiche des Neubaus wählten die Architekten warme Farben und viel Licht als zentrale Elemente. Schon die Fassade strahlt lebendige Freundlichkeit aus und leuchtet in kräftigen Rottönen. Durch ihre hohe Transparenz erzeugt sie Leichtigkeit, Lichtfülle und Farbigkeit. In der zweigeschossigen Eingangshalle, die jeder Besucher durch den Haupteingang betritt, unterstützt ein harmonisches Lichtkonzept mit Panos Downlights und Sonderausführungen der Slotlight-Einbauleuchte für eine schnelle Orientierung. Das warme Rot des Bodens strahlt an die weißen Wand- und Deckenelemente und lässt den großen Raum freundlich und sanft wirken. Ein speziell konzipiertes Wegeleitsystem mit attraktiven Farb- und Musterakzenten hilft Patienten und Besuchern in allen öffentlichen Bereichen des Hauses, schnell die gewünschte Abteilung oder Station zu finden.

    Die Patientenzimmer auf den 13 Pflegestationen sind hell und freundlich gestaltet und besitzen eine Möblierung aus hochwertigen Schreiner-Einbauten, in die auch die medizinische Versorgungseinheit Conboard integriert ist. Das wohnlich-warme Farb- und Materialkonzept aus Sand- und Erdtönen in den Pflegezimmern für erwachsene Patienten wird in der Kinderstation von kräftigeren Farben abgelöst, die von je einer Wand im Patientenzimmer auf die Betten der Kinder abstrahlen.

    Slotlight-Einbauleuchten sorgen für angenehm hell beleuchtete Flure – vier Leuchten, die ein Quadrat bilden, unterstreichen die Kreuzungspunkte. In den Treppenhäusern empfinden Linaria Leuchten den Treppenverlauf nach und wirken als attraktives Pendant zum Geländer. Orientierung und Führung im großen Haus bieten auch die vielfachen Blickbeziehungen zwischen den unterschiedlichen Gebäudeteilen. Dazu kommen verschiedenfarbig gestaltete und unterschiedlich angelegte Innenhöfe in den Farbthemen Rot, Gelb und Grün, die abhängig von Tages- und Jahreszeit immer neue Farbspiele bieten. Die Architektur des Neubaus erlaubt darüber hinaus über die an vielen Stellen bewusst geöffnete Fassade die Aussicht auf die umliegenden Stadtviertel und deren optische Einbindung in die Anlage.



    Projektinformation: Klinikum Offenbach
    Bauherr: Stadt Offenbach/D
    Architektur / Lichtkonzept: woernerundpartner, Frankfurt/D
    Elektroplanung / Lichtplanung: Brendl Ingenieure, Frankfurt/D
    Elektroinstallation : Bauer Elektroanlagen GmbH, Halle/D
    Lichtlösung : Zumtobel
    » Downlights PANOS,
    » Einbauleuchten SLOTLIGHT,
    » Lichtleisten LINARIA,
    » Strahler ARCOS,
    » Reinraumleuchten CLEAN SUPREME,
    » Medizinische Versorgungseinheit CONBOARD,
    » Anbauleuchten PURELINE


    Bilder: Veröffentlichung honorarfrei mit dem Hinweis: Zumtobel

  • 11/2010
    Produkte

    LED-Downlightserie Panos Infinity

    Farbtemperaturdynamik, Effizienz und Design in neuer Dimension
    Licht für höchste Ansprüche: Mit der neuen LED-Downlightserie Panos Infinity bringt Zumtobel Lichtqualität, Effizienz und Design von morgen in die Gegenwart.
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    Licht für höchste Ansprüche: Mit der neuen LED-Downlightserie Panos Infinity bringt Zumtobel Lichtqualität, Effizienz und Design von morgen in die Gegenwart. Reduzierte Formensprache und eine Leuchteneffizienz von bis zu 77 Lumen/Watt zeigen, dass hochwertige LED-Technik inzwischen die klassischen Kompaktleuchtstofflampen in Sachen Effizienz und Lichtqualität überholt hat. Das Design von Christopher Redfern transferiert die erfolgreiche Downlightserie Panos in die heutige Zeit. Der Leuchtenlichtstrom von über 1.800 Lumen wird mit 27 Watt Leistungsaufnahme erzielt, für die Ausführung mit 2.400 Lumen benötigt das Panos Infinity Downlight 36 Watt. Damit ist das LED Downlight mehr als 70 Prozent effizienter als Downlights mit konventionellen Kompaktleuchtstofflampen. Die hohe Lichtqualität mit stabiler Farbtemperatur setzt Maßstäbe bei hochwertigen Beleuchtungslösungen. Die Verwendung einer speziellen LED-Technologie ermöglicht eine stabilisierte Farbtemperatur von 3.000 Kelvin oder 4.000 Kelvin über die Lebensdauer von 50.000 Stunden und eine exzellente Farbwiedergabe von größer Ra 90.

    Ganz neu wird die Downlightserie auch mit einer einzigartigen Farbtemperaturdynamik angeboten. Mit Panos Infinity Tunable White kann der natürliche Tageslichtverlauf dynamisch nachempfunden werden. Der Nutzer kann entsprechend der Anwendung die Farbtemperatur im Weißlichtbereich flexibel anpassen. Dabei verbessert die hohe Farbwiedergabequalität im Temperaturbereich von 2.700 bis 6.500 Kelvin nicht nur die Wahrnehmung, sie schafft auch Blickfänge, hebt Farben hervor und unterstützt den menschlichen Biorhythmus. Die Einstellung der unterschiedlichen Weißtöne erfolgt über das Bedienelement Circle tune oder über das Luxmate Emotion Touch Panel.

    Christopher Redfern zeigt mit dem Design die Möglichkeiten, die die LED-Technologie für eine neue Formensprache bietet. Durch den harmonischen Übergang zwischen LED-Lichtkammer und Reflektor wird die Lichtquelle unsichtbar. Mit einem deutlich reduzierten Abdeckring integriert sich das Downlight harmonisch in die Architektur. Die neue rahmenlose Downlightvariante bildet ein architektonisches Highlight. Der Designer zu seinem Entwurfsgedanken: „Mit dem Downlight möchte ich ein Licht schaffen, das dem Tagslicht sehr nahe kommt. Licht mit angenehmen Farbtemperaturen und der Möglichkeit, diese an die Vorlieben des Menschen anzupassen.“

    Die Effizienz des Leuchtensystems, das am Markt unerreicht ist, wird durch eine einzigartige Verschmelzung von besonderen Technologien, hochwertigsten Materialien und lichttechnischem Know-how verwirklicht. Um eine optimale LED-Performance und Systemlebensdauer zu gewährleisten, hat Zumtobel der effizienten Kühlung besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Zumtobel ist es gelungen, einen zum Patent angemeldeten, passiven Kühlkörper für das LED-Modul zu entwickeln und damit die Gebrauchseigenschaften des Downlights wesentlich zu verbessern. Panos Infinity ist standardmäßig über DALI dimmbar und ermöglicht so zusätzliche attraktive Einsparmöglichkeiten.

    Es werden zwei unterschiedliche Durchmesser angeboten, 150 und 200 mm, in den Einbauvarianten low mit nur 100 mm Einbautiefe und high mit 140 mm Einbautiefe. Gemeinsam mit den vier Reflektorvarianten, der Rahmenlos-Option und verschiedenen Dekoreinsätzen lassen sich optimale Lichtlösungen für alle Anwendungsbereiche realisieren.

    Der modulare Aufbau des Panos Infinity Downlights unterstreicht den zukunftsorientierten Designansatz. So bilden die LED-Lichtkammer und die Passivkühlung eine Einheit, die sich vom Betriebsgerät und dem Reflektor werkzeuglos trennen lassen. Ein Austausch des LED-Moduls ist so unkompliziert realisierbar.

    Für die Panos Infinity Downlightserie gilt eine fünfjährige Produktgarantie inklusive Betriebsgeräte und LED. Die gesamte Produktpalette hat auch die anspruchsvolle eco+-Klassifizierung, die Zumtobel zur Kennzeichnung besonders energieeffizienter Produkte entwickelt hat.

    » zur Produktfamilie PANOS INFINITY


    Bilder: Veröffentlichung honorarfrei mit dem Hinweis: Zumtobel

  • 10/2010
    Produkte

    Rundleuchte Ondaria: Sanftes Licht

    Form und Lichtwirkung schaffen stimmungsvolle Momente
    Die opale Rundleuchte Ondaria bietet viel Flexibilität: Bestückt mit LED- oder  Kompaktleuchtstofflampen, als Ein- oder Anbauleuchte und in drei Baugrößen.
    Mehr InformationenWeniger Informationen
    Design und Lichtwirkung treffen sich bei der neuen Zumtobel Rundleuchte Ondaria auf einer Wellenlänge. Mit weichen Konturen und einer ebenmäßigen Silhouette fügt sich Ondaria flexibel in jede Raumstruktur ein und lässt ihre Form für sich sprechen. Homogen ausgeleuchtet begeistert die kreisrunde Leuchte durch eine freundliche Allgemeinbeleuchtung, die für ein harmonisches Ambiente in Lobbys und Foyers, Kommunikations- und Aufenthaltsräumen sowie Fluren und Treppenhäusern sorgt. Ondaria ist als LED-Leuchte oder mit herkömmlichen Leuchtmitteln verfügbar. Ihre Anpassungsfähigkeit belegt die Leuchte mit drei Baugrößen, sowie der Möglichkeit zum Einbau, Anbau oder als Pendelversion.

    Trotz strenger Grundgeometrien zeigt sich Ondaria als Leuchte ohne Ecken und Kanten. „Die nach innen versetzte und konkav gewölbte Leuchtenfläche komplettiert die runde Formgebung und erzeugt eine besondere Plastizität und Tiefenwirkung“, beschreibt Designer Stefan Ambrozus die Zumtobel Leuchte.

    Die angenehme Grundbeleuchtung, die Ondaria auszeichnet, wird durch den direkten Lichtanteil hervorgerufen: Homogen und sanft dringt das Licht durch die opale Abdeckung in den Raum und sorgt für ein stimmungsvolles Ambiente. In Einbausituationen bewirkt ein Indirektanteil eine leichte Deckenaufhellung und verringert optisch die Leuchtenhöhe. Die sanften Rundungen der Ondaria integrieren sich harmonisch in die unterschiedlichsten Raumkonzepte – nicht nur in repräsentativen Bereichen, sondern auch in Büroräumen. Denn die – in der mittleren Baugröße verfügbare – leuchtdichtereduzierte Optik (LRO-Optik) ermöglicht eine optimale Blendbegrenzung und Lichtverteilung auch an Bildschirmarbeitsplätzen. Ein weiterer Vorzug von Ondaria: Über das bewährte dim2save- bzw. LDE-Konzept kann die Leuchte komfortabel gedimmt und gesteuert werden.

    Ondaria geht mit dem Geist der Zeit und bietet neben herkömmlichen Leuchtmitteln auch eine LED-Version mit stabilem Weißlicht an. Die effiziente LED-Technologie gestattet eine reduzierte Anschlussleistung um bis zu 58% und liefert eine angenehm neutralweiße Lichtfarbe von 4.000 K mit einer sehr hohen Farbwiedergabequalität von Ra > 80. Dabei unterscheidet sich das Erscheinungsbild der Rundleuchte nicht von den Leuchtstofflampen-Versionen. Aufgrund der hohen LED-Lebensdauer von 50.000 Stunden und der stabilen Farbtemperatur-Technologie gilt Ondaria LED als wartungsfrei.

    Ondaria lässt sich als Ein- oder Anbauvariante, sowie als Pendelleuchte installieren. Dabei wird die Opalscheibe von unten werkzeuglos eingelegt. Eine Seilabhängung in zwei oder vier Metern Länge ermöglicht eine flexible Abhängung der Leuchte. Für den Einbau steht ein separater Einbaurahmen für alle drei Durchmesser zur Verfügung. Ein zusätzliches Montageset vereinfacht die Installation.

    » zur Produktfamilie ONDARIA


    Bilder: Veröffentlichung honorarfrei mit dem Hinweis: Zumtobel

  • 09/2010
    Unternehmen

    Licht im Land der Mitte

    Eröffnung Zumtobel Lichtzentrum Shanghai
    Feierliche Eröffnung des neuen Lichtzentrums in Shanghai. Mehr als 120 Architekten, Planer und Geschäftspartner ließen sich von der festlichen Stimmung des Abends verzaubern.
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    Mit einer Festveranstaltung eröffnete Zumtobel am 28. September offiziell das erste Lichtzentrum auf dem asiatischen Kontinent. Der mehr als 120 Quadratmeter große Ausstellungsraum zeigt innovative Lichtlösungen für verschiedene Anwendungsbereiche. Schwerpunkte des Lichtzentrums Shanghai sind die Bereiche Büro und Kommunikation, Hotel und Wellness, Kunst und Kultur sowie Shop und Retail. Pflege und Ausbau der Kundenbeziehungen durch hochkarätige Architekturveranstaltungen sind eine wichtige weitere Funktion der Licht-Kommunikationsorte. Aber auch das Arbeiten und die Begegnung direkt in den Lichtzentren soll für Kunden und Mitarbeiter die Lichtphilosophie von Zumtobel verdeutlichen: Zuerst kommt die Anwendung, dann das Produkt. Inzwischen bietet Zumtobel in drei Lichtforen und fünfzehn Lichtzentren über den Globus verteilt eine Begegnungsqualität an, die weit über die Produktdarstellung hinaus geht.

    Im Lichtzentrum Shanghai werden vorerst 14 Zumtobel Mitarbeiter den chinesischen Markt betreuen. Gerade das Wachstum in den Märkten außerhalb von Europa ist für Zumtobel in den kommenden Jahren eine wichtige Zielsetzung. Mit hochwertigen Lichtlösungen und anspruchsvollen Produkten hat Zumtobel in den vergangenen Jahren schon so renommierte Projekte wie die Beijing Fine Art Academy, den Huawei Building Complex in Shanghai oder das Zhejiang Art Museum in Hangzhou realisiert. Mit dem neuen Lichtzentrum soll die Präsenz des Vorarlberger Leuchtenunternehmens in dieser wichtigen Wachstumsregion gestärkt werden.

    Martin Böwe, Director Emerging Markets: „Der schnell wachsende Wirtschaftsraum China ist für Zumtobel von großer Bedeutung. Das neu eröffnete Lichtzentrum in Shanghai ermöglicht es uns, die innovativen Lichtlösungen und hochwertigen Produkte unseren Partnern und Kunden noch eindrucksvoller zu präsentieren. Wir unterstreichen damit auch, dass wir den asiatischen Markt als strategisch sehr wichtig ansehen. In den nächsten Jahren möchten wir uns in dieser Region als der Anbieter für hochwertige Lichtlösungen etablieren.“

    Als erstes Unternehmen der Leuchtenindustrie entwickelte Zumtobel schon in den 1980er Jahren die anwendungsorientierte Leuchtenpräsentation in Kuben, da sich so die Wirkung von Licht besonders eindrucksvoll darstellen ließ. Auf diesem Konzept aufbauend entstand 1996 das erste Lichtforum in Wien. Damit hat das Unternehmen den Schritt vom Leuchtenproduzenten zum professionellen Lichtlösungsspezialisten signalisiert und seitdem konsequent ausgebaut. Entsprechend der Vision, die Leidenschaft für Licht zu vermitteln, werden Lichterlebniswelten geschaffen, die die ganze Gestaltungskraft dieses vielseitigen Baustoffs zeigen. Zur Grundidee gehört auch, mit renommierten Architekten Orte zu schaffen, die auf die lokalen Gegebenheiten eingehen, dabei jedoch auch die Verbindung zum übergreifenden Anspruch deutlich machen. So trägt das Lichtforum Wien die Handschrift von Hans Hollein, die Gestaltung des Lichtzentrums in Berlin lag in den Händen der Architekten Sauerbruch-Hutton, im Lichtforum Lemgo zeichnen Bolles + Wilson Architekten für die Planung verantwortlich.


    Bilder: Veröffentlichung honorarfrei mit dem Hinweis Zumtobel