Referenzen

Reykjavik University
Reykjavik, Island
Bauherr: EFF, Reykjavik (IS)
Architekt: Henning Larsen Architects, Kopenhagen (DK); ARKIS Architects, Reykjavik (IS)
Lichtplanung: VERKIS, Reykjavik (IS)
Elektroinstallation: Rafmiolum hf, Reykjavik (IS)
Nordländische Klarheit

Auf halber Strecke zwischen den etablierten europäischen und nordamerikanischen Wissenschaftszentren wächst die Reykjavik University zu einer neuen Top-Adresse für Forschung und Technologie heran. Auch das architektonische Konzept verdient Beachtung: Sternförmig gruppieren sich die einzelnen Fachbereiche um eine kreisrunde Erschließungshalle. Durch die fächerförmige Öffnung wird die Strand- und Waldlandschaft der Umgebung in den Campus einbezogen. So haben nicht nur alle Räume die einzigartige Qualität der natürlichen Umgebung, sondern werden auch optimal von Tageslicht belichtet und erwärmt – ein erster wesentlicher Aspekt für die Nachhaltigkeit des Gebäudes, in dem zukunftsweisende Technologie nicht nur gelebt, sondern auch Inhalt des Studiums ist.

Für den größten Teil des Gebäudes entwarfen die Planer ein Deckensystem aus perforierten Blechlamellen, in das auch die Beleuchtung integriert werden sollte. Um die vielfältigen Anforderungen bestmöglich zu erfüllen, lobte der Bauherr einen Wettbewerb aus. Das überzeugende Zumtobel Argument: Trotz geringen Dimensionen und unter voller Erfüllung der Blendbegrenzungsvorgaben konnte der Wirkungsgrad der T5-Leuchte im Vergleich zu Standard-Technologien um über 15 Prozent verbessert werden. Verantwortlich dafür sind transluzente Seitenreflektoren, optimierte Mini-Raster und eine optimale Lampen-Betriebstemperatur. Auf gestalterischer Seite punktete die Leuchte durch ihren modularen Aufbau, mit dem sie sich den unterschiedlichen Sehaufgaben in den Hörsälen, Seminarräumen, Büros, Bibliotheken und Verkehrsflächen anpasst - montiert auf einem Trägerprofil, als Wandfluter oder als frei strahlende Version.

Die LUXMATE Licht- und Jalousiesteuerung LITENET wurde für die speziellen örtlichen Lichtverhältnisse mit der über lange Zeiten flach einstrahlenden nördlichen Sonne weiterentwickelt. Verknüpft wurde dadurch hohe Effizienz und ein Maximum an Komfort mit der Möglichkeit, flexibel und mit minimalem Aufwand auf sich ändernde Flächennutzungen reagieren zu können. Die meisten Leuchten wurden mit sogenannten Dimming On Demand (DOD) Vorschaltgeräten geliefert. Bei der großen Anzahl an Leuchten konnten so erhebliche Kosten eingespart werden.

Zumtobel. Das Licht.
Lichtlösung
EPFL Rolex Learning Center
Lausanne, Schweiz
Bauherr: Losinger Construction SA, Bussigny (CH)
Architekt: SANAA, Tokio (JP)
Elektroplanung: Scherler SA, Le Mont/Lausanne (CH)
Elektroinstallation: ETF, Bulle (CH)
Bewegte Raumlandschaften

Der von SANAA entworfene Pavillon mit seinen durchscheinenden Membranen und runden Patios ist das neue Herzstück am Universitätscampus der École Polytechnique Féderále de Lausanne. Auf 17.000 m² Fläche vereint er eine große Bibliothek, Besprechungsräume, Arbeitsplätze für Studenten, Büros für Forscher, Cafés, ein Spitzenrestaurant, ein Buchgeschäft, ein multifunktionales Auditorium und – typisch Schweiz – eine Bankfiliale. Den mit dem Pritzker-Preis ausgezeichneten Architekten ging es jedoch um weit mehr als die Bereitstellung von funktionalen Raumangeboten für. Der Neubau soll den interdisziplinären Austausch der Wissenschaftler fördern, vor allem aber soll er die Positionierung der EPFL in einer globalen Forschungslandschaft unterstützen.

Das Gebäude ist ein einziger Großraum, der mit seinen locker eingestreuten Funktionsbereichen eine enorme Offenheit ausstrahlt. Die bewegte Topografie von Boden und Decke resultiert in einer faszinierenden Raumlandschaft, zoniert durch unterschiedliche Lichtstimmungen. Dabei verändert sich die Decke nicht nur mit dem Tageslicht, sondern strahlt auch das Kunstlicht zurück in den Raum. Das Gebäude ist nach Minergie zertifiziert und aufgrund der Gebäudegröße sowie SANAAs Wunsch nach indirekter Beleuchtung wurden Leuchten mit sehr hohem Wirkungsgrad benötigt.

Um die jeweils unterschiedlich geforderten Lichtsituationen mit einem einzigen Gestaltungselement abdecken zu können, wurden die speziell entwickelten Leuchten als Einzelleuchte oder in Zwillings- bzw. Drillingskonstellation montiert. Die schwenkbare Halterung erlaubt unterschiedliche Winkel zur diffus reflektierenden Decke. In viele der insgesamt 282 Sonderleuchten ist, neben einer 35-Watt-HIT-Halogenmetalldampflampe mit einem speziellen IOS-Reflektorsystem, zusätzlich eine 100-Watt-Halogenlampe als Notlicht eingebaut. In Lobby und Empfang sorgen LED-Deckeneinbauleuchten und elegante Lichtlinien zusätzlich für funktionales Licht und setzen gestalterische Akzente. In den als runde Raumzellen eingestellten Büros schaffen minimalistische Stehleuchten eine angenehme Arbeitsatmosphäre.

Zumtobel. Das Licht.
Lichtlösung
Tomáš Bata Universität
Zlín, Tschechien
Bauherr: Tomáš-Bata-Universität, Zlín (CZ)
Architekt: Al Design s.r.o. und Eva Jiricna Architects, Prag (CZ)
Spaß am Lernen

Das neue Universitätszentrum der Tomáš-Bata-Universität in Zlín gilt als Symbol für die Investitionen der Stadt in ihre Bürger und deren Zukunft – und ist eine passende Hommage an die visionären Ideale des namensgebenden Philanthropen und Industriellen.

Die ungewöhnliche Gliederung des Gebäudes beruht auf zwei sichelförmigen Baukörpern, in denen Lesesäle, Studierzimmer und Bücherarchiv untergebracht sind. Dazwischen befindet sich ein ausgedehntes, von oben belichtetes Atrium, das Raum zur Entspannung bietet. Die Treppenhaustürme an den beiden Enden der gebogenen Fassade bilden die wichtigste vertikale Verbindung zwischen den beidseitig des Atriums verlaufenden Galerien und verleihen der Gebäudeform Übersichtlichkeit und Rationalität. Diese für die Architektin Eva Jiřičná typische klare Struktur und ein Höchstmaß an Funktionalität spiegeln sich auch im Beleuchtungskonzept wider.

Die klaren Linien des Gebäudes werden durch ebenso klare, durch die Räume laufende SLOTLIGHT Lichtlinien betont. Mit ihrer ruhigen, geometrischen Formensprache konnte auch die häufig im Schulbau eingesetzte CLARIS II überzeugen. Im zentralen Atrium ist sie als Lichtband mit einer Gesamtlänge von 54 m zu sehen. Durch direktes und indirektes Licht wird im gesamten Raum eine gleichmäßige warme und diffuse Lichtstimmung erzeugt. In den übrigen Hauptbereichen wurden SLOTLIGHT und MIREL II Lichtsysteme angebracht, um das vom Atrium reflektierte Licht zu ergänzen. Wiederum zu architektonisch starken Lichtlinien verbundene MIREL II Rasterleuchten versorgen Bibliotheken und Computerarbeitsplätze mit einer gleichmäßigen, blendfreien Beleuchtung.
Zur Akzentuierung der Kanten und Linien entlang der Fenster und umlaufenden Bereiche sind Leuchtstofflampen in Decken und Wände eingelassen, die die skulpturale Architektursprache betonen. Die Tomáš-Bata-Universität ist ein wegweisendes Beispiel für die Integration der Beleuchtung in das gestalterische Konzept.

Zumtobel. Das Licht.
Lichtlösung
Royal Northern College of Music
Manchester, England
Bauherr: Royal Northern College of Music, Manchester (GB)
Architekt: MBLA Architects + Urbanists, Manchester (GB)
Elektroplanung: Gifford and Partners, Manchester (GB)
Schaufenster für die Musik

Der markante Neubau des Royal Northern College of Music in der Innenstadt von Manchester fällt auf. Ineinander gesetzte Kuben zeigen eine monumentale Geometrie, die in einem scheinbaren Gegensatz zur Bestimmung des Gebäudes – der Leichtigkeit der Musik – steht. Die sehr limitierte Grundfläche wurde optimal genutzt, indem man einen akustischen Puffer gegen den Verkehrslärm einfügte, der gleichzeitig als Schaufenster für das College dient. Zusätzliche Aufmerksamkeit erzeugt die Beleuchtung mit farbveränderlichen Downlights, die aus dem Raum eine leuchtende Box mit spektakulären Farbwechseln macht und so das Interesse der Passanten weckt. Die Beleuchtung wird im Inneren durch das bündig montierte LIGHTTOOLS Lichtkanalsystem mit vier verschiedenen Lichteinsätzen ergänzt – Strahler, Downlight, Langfeldleuchte und Wallwasher.

In nahezu allen Bereichen lassen große Fensterflächen und Oberlichter das Tageslicht großzügig einfließen. Reicht dieses nicht aus, wird über das Lichtmanagementsystem Kunstlicht beigemischt. Gemeinsam mit freundlichen Farben und ergonomischer Möblierung werden so Erlebnisräume für motiviertes Lernen geschaffen: flexibel und komfortabel, gleichzeitig sehr sparsam im Umgang mit den Ressourcen.
Laut Craig Jackson von Gifford and Partners, dem für die Lichtspezifikationen zuständigen technischen Berater, hatte die akustisch anspruchsvolle Umgebung direkte Auswirkung auf die Lichtplanung. „Die Leuchten müssen stabil sein und dürfen keine Komponenten aufweisen, die durch den Schall der Instrumente zu stark schwingen“, erklärt Jackson. Gelöst wurde die besondere Herausforderung mit der Einbauleuchte LIGHTFIELDS, die dank ihrer speziellen Mikropyramidenoptik ein äußerst gleichmäßiges, blendfreies Licht liefert und somit die jungen Talente in ihrer Konzentration unterstützt.

Zumtobel. Das Licht.
Lichtlösung
KHBO – Katholieke Hogeschool
Brügge, Belgien
Bauherr: KHBO, Katholieke Hogeschool, Brugge Oostende (BE)
Architekt: Tijdelijke Vereniging S.A.R. – De Vloed, Heusden-Destelbergen (BE)
Elektroplanung: Studiebureau De Klerck Engineering, Brügge (BE)
Elektroinstallation: Electro Entreprise NV, Gullegem (BE)
Ein Zeichen setzen

Mit ihrem Neubau setzt die Katholische Hochschule Brügge ein architektonisches Zeichen voller Widersprüche. Zur Straßenseite zeigt sich das Gebäude geschlossen mit einer einzigen Fensteröffnung im Studienbereich, die Seite zum Campus hingegen ist extrem offen. Durch die Kombination von Stahl, Glas, Beton und Holz entstehen hier spannende Gegensätze. Gleichzeitig bietet der modulare Ansatz die Möglichkeit, sich auch in Zukunft auf neue Lernanforderungen einzustellen.

Das Atrium wurde als dreidimensionaler Treffpunkt mit breiten Stufen, offenen Galerien sowie Sitzecken und Lerninseln gestaltet. Wunsch der Architekten war eine überwiegend indirekte Beleuchtung des gesamten Gebäudes. Das MIROS Spiegel-Werfer System bietet hier eine architektonisch anspruchsvolle und lichttechnisch optimale Lösung, um die teilweise 10 m hohen Räume gleichmäßig und blendfrei zu beleuchten. Ihr warmes Licht steht in reizvollem Kontrast zur eher kühlen Beton/Glas-Architektur. Koen De Klerck resümiert: „Mit Licht, sowohl mit funktionellem wie mit atmosphärischem, haben wir versucht, die Architektur und die Umgebung des ganzen Gebäudes noch zu verstärken. Dabei wurden sowohl die Flexibilität als auch der Wartungsaspekt berücksichtigt.“ Das Spiegel-Werfer System wirkt wie ein Teil der Gebäudekonstruktion und kommt auch in den zwei Auditorien und in der Cafeteria zum Einsatz.

Der Weg über das Atrium führt zu den Vorlesungs- und Seminarräumen, die in den drei markanten Blöcken untergebracht sind. Die Lehrräume werden großzügig mit deckenbündigen MIREL Einbauleuchten beleuchtet. Ein indirekt leuchtendes Sonderprofil versorgt die Verkehrszonen mit einem angenehmen blendfreien Licht.

Zumtobel. Das Licht.
Lichtlösung
Hochschule Gent – Campus Schoonmersen
Gent, Belgien
Bauherr: Hogeschool Gent, Campus Schoonmeersen (OLC), Gent (BE)
Architekt: cv baro, Gent (BE)
Elektroinstallation: Technum, Sint-Denijs-Westr (BE)
Gute Noten für Zumtobel Lichtlösung

Das jüngste Vorzeigeprojekt der Hochschule Gent wurde von den Architekten des Büros cv baro entworfen: Der Campus Schoonmeersen beherbergt neben zahlreichen Wohnungen auch mehrere Cafeterias und das Sportzentrum der Hogeschool.

In weiten Bereichen des Gebäudekomplexes haben sich die Bauherren für das Lichtbandsystem TECTON entschieden. Mit hochwertigen Komfort-Rasteroptiken ausgestattet, sorgt das Lichtband in Klassenzimmern und Auditorien, aber auch an der Rezeption und in der Bibliothek für angenehme Lichtverhältnisse. Alle diese Räume sind mit abgehängten Akustik-Deckeninseln ausgestattet. Aus diesem Grund hätten sich klassische Einbauleuchten nur schwer und vor allem mit gestalterischen Abstrichen einsetzen lassen. Das flexible Lichtbandsystem TECTON präsentiert sich als ideale Alternative. Wie die Akustik-Decken kann auch das Tragschienensystem abgependelt werden, wodurch die Leuchten nun perfekt zur Architektur passen.

Ein weiteres Argument für TECTON ist die elfpolig vorverdrahtete Stromschiene: Die integrierte DALI-Busleitung wird genutzt, um die Leuchten in der Bibliothek und der Cafeteria tageslichtabhängig zu steuern. Das Resultat ist eine mit LUXMATE PROFESSIONAL gesteuerte Lichtlösung, die rund um die Uhr für angenehme Lichtstimmungen sorgt und gleichzeitig den Energieverbrauch deutlich reduziert. Um auch die Wartungskosten möglichst gering zu halten, wurden der Eingangsbereich und die fünf Meter hohen Gangzonen mit Werfer-Spiegel-Systemen ausgestattet. Die hier eingesetzten Strahler konnten so in erreichbarer Höhe installiert werden, was den Zeitaufwand für den Lampenwechsel auf ein Minimum reduziert.

Ganz anders präsentiert sich die Situation in der Cafeteria. Moderne Möbel und grüne, durchsichtige Sessel verleihen diesen Bereichen einen spielerischen Akzent – auch dank der eingesetzten Hallenreflektorleuchte COPA D. Das große Schutzdach, das den Fußweg zwischen den zwei Gebäuden des Campus Schoonmersen umschließt, wird mit Hochdruck-Halogenstrahlern und der Feuchtraumleuchte RAIN angestrahlt.

Zumtobel. Das Licht.
Lichtlösung
Cooper Union
New York, USA
Bauherr: The Cooper Union for the Advancement of Science and Art, New York (US)
Architekt: Morphosis Architects, Los Angeles, New York (US)
Lichtplanung: Horton Lees Brogden Lighting Design, Los Angeles (US)
Der Meteorit von Manhattan

Wie ein metallener Monolith steht das neue Hochschulgebäude der Cooper Union im New Yorker East Village. Der aufsehenerregenden Architektur von Pritzker-Preisträger Thom Mayne folgt eine nicht minder aufregende Lichtplanung. Bei Tageslicht schimmert der Monolith je nach Wetter weiß bis metallisch anthrazitgrau, nachts leuchtet er sanft aus seinem Inneren heraus.

Das Werk des Kaliforniers polarisiert die New Yorker, es sprengt gängige Konventionen und ist seiner Zeit voraus. Als Zeichen der Provokation lässt er beispielsweise den Lift nur in drei von neun Stockwerken halten. Spätestens diese Tatsache lenkt die Studenten und Besucher ins Treppenhaus, wenn sie nicht schon vorher von dessen atemberaubender Architektur angezogen wurden. Der gigantische Wirbel zieht sich durch alle Stockwerke und öffnet sich dort dem Himmelsgeschehen. Durch ein großes Fenster im Dach fließt Tageslicht bis ins Erdgeschoss.
So herrscht in den oberen Etagen bläuliches Tageslicht, das sich nach unten mit immer wärmerem Kunstlicht der VIVO Strahler vermischt.

In anderen Bereichen des Gebäudes ist das Lichtkonzept durch konkrete Funktionen bestimmt. In den Labors etwa sind doppelt so viele Leuchtmittel im Einsatz wie in den Seminarräumen, damit feine Farbunterschiede und Details leichter erkennbar sind. In den Seminarräumen und vielen Labors musste eine lichttechnische Herausforderung gemeistert werden: Die Leuchtpaneele, die in der Decke eingelassen sind, wurden in die ebenfalls eingelassenen Heiz- und Kühlelemente integriert. Eine schwierige Aufgabe, die man angesichts der generellen Umweltverträglichkeit des Hauses gern in Kauf nahm. So setzte Thom Mayne mit seinem Entwurf nicht nur ästhetisch neue Maßstäbe. Der Cooper Union-Neubau ist auf dem besten Weg, als erstes Universitätsgebäude der USA mit dem wichtigsten Umweltverträglichkeitspreis des Landes, dem LEED Platinum Award, ausgezeichnet zu werden. 

Zumtobel. Das Licht.
Lichtlösung
Cité d’Architecture et du Patrimoine
Paris, Frankreich
Bauherr: Cité d’Architecture et du Patrimoine (FR)
Architekt: Agence Bodin, Paris (FR)
Lichtplanung: Agence Bodin, Paris (FR)
Elektroplanung: GEC Ingenierie, Paris (FR)
Im Licht der Grande Nation

Es gibt nicht viele Orte, die ganz der Architektur gewidmet sind und dies so eindrucksvoll demonstrieren wie das klassizistisch-moderne Palais Chaillot an der Seine. Im prachtvollen Ostflügel eröffnete nach einer behutsamen Sanierung 2007 das weltweit größte Architekturzentrum. Seitdem sind in den repräsentativen Räumen mehrere Einrichtungen versammelt, die historische und moderne Architektur mit dem kulturellen Erbe Frankreichs unter einem Dach zusammenführen.

Die großzügige Eingangshalle im Erdgeschoss präsentiert sich dank ihrer Lichtführung als klar strukturierter Raum, der das Orientierungsvermögen der Besucher unterstützt und die Eingänge zu den verschiedenen Bereichen zentralisiert. In die Decke eingelassene Lichtlinien zeichnen die Hauptachsen der Halle entlang der monumentalen Säulen nach.

In den hohen, fließenden Räumen der Freihandbibliothek befinden sich etwa 28.000 Bücher. Jean Francois Bodin ist es gelungen, mit wenigen Eingriffen in die Bausubstanz ein funktionales und modernes Bibliotheksinterieur zu schaffen. Der rekonstruierte Freskenzyklus aus der Abtei Saint Savin sur Gartempe ist mithilfe einer Sonderleuchte in Szene gesetzt: Über den Wandregalen werfen Reflektoren auf der Basis des TECTON Systems warmes Licht in das Tonnengewölbe des 40 m langen Saals.

Die beeindruckende Galerie für Architektur breitet sich in dem gebogenen Raum auf der gesamten zweiten Etage des ausladenden Gebäudeflügels aus. Sieben große, hinterleuchtete Deckenrotunden tauchen die mittigen Ausstellungsflächen in einheitliches Licht, das sich nach Bedarf in unterschiedliche Beleuchtungsstärken regulieren lässt.

Zumtobel. Das Licht.
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